Rettungsdienst - empfehlenswert?

7 Antworten

hmm ich hab mir das auch mal überlegt und ich schieb mal eins vorweg:

Man sollte sich im klaren sein, dass was man da zu gesicht bekommt ist echt harter Tobak...

ich hab aufgehört darüber nachzudenken als ich bei nem Unfall mit einem toten Kind dabei war (will net näher darauf eingehen, aber der anblick war einfach net zu ertragen) und ein Sanitäter zu der abgedeckten Leiche hingeht und ihren Teddy drunterlegt... ich glaube zwar, dass ich relativ viel aushalte... aber sowas könnt ich nicht. Das war eine nett gemeinte geste, aber ich würds net schaffen, diese bilder (auch wenn sowas nicht täglich vorkommt) wieder los zuwerden, bzw. weiß ich einfach net, ob ich das auf dauer verkraften könnte.

was den Verdienst angeht, ich weiß net, was man bekommt, aber ich glaube das man schon eine kleine Familie ernähren kann... Arbeitszeiten und Belastung könnten aber vllt nicht wirklich in relation zur bezahlung stehen.

Gruß

Für die Einsatznachsorge stehen den RS/RA psychologische Hilfe zur Verfügung.

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@user1245

Besser ist, man braucht sie nicht.

Es ist trotzdem verdammt hart, wenn du mit jüngeren Menschen zu tun hast, die ums Leben kamen. Das verfolgt einem jahrelang.

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@peterprunken

Wenn man ein ENS-Team nicht braucht, hat man entweder genügend Strategien, um allein damit fertig zu werden, oder aber man hat einen Vogel...

Viele kippen sich auch einfach nach Dienst einen rein und gut ist...

Meiner Meinung nach, sollte eine monatliche Supervision für RS/RA im aktiven Dienst Vorschrift sein. Viele Ältere sind so neben der Spur, weil sie es einfach verpasst haben, ENS in Anspruch zu nehmen. Für diese Psycho-Wracks zahlt die Allgemeinheit. Die Verweigerung von ENS-Teams ist kein Heldentum, sondern Dummheit! Und leider nehmen sich die Jüngeren immer noch ein Beispiel an den Älteren....

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Natürlich stellen Rettungswachen lieber freiwillige ein, weil die ja nicht bezahlt werden müssen und wenn schon dann auch nur mit 40€.... Freilich ist der Beruf des Rettungsassistenten auch sehr belasten, wenn du beispielsweise zu einem sehr schweren VU gerufen wirst, wo du möglicherweise tote menschen oder sogar tote Kinder sehen musst.... aber er hat auch sehr viele positive Seite, Beispielweise kann man den Menschen in mit diesem Beruf sehr helfen, man weis was bei medizinischen Notfällen zu tun ist... usw.

Kann man damit eine Familie unterhalten: Es ist schwer, der Verdienst ist wirklich nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste... am besten wäre es wenn die Frau ebenfalls Geld verdienen würde, dann müsste es normalerweise leicht reichen.

Das mit dem Risiko mit 50 in Rente/Pension gehen zu müssen, kommt immer auf denjenigen selber drauf an, wie psychisch und physisch stabile du bist.

Wie sieht es mit den freien Stellen aus? Nun ja, ganz ehrlich, um nach der selbst bezahlten Ausbildung zum Rettungsassistenten eine Stelle zu bekommen, brauchst du viel Glück, es sieht momentan nicht so gut aus....

Abraten würde ich dir trotzdem nicht, natürlich ist es deine Sache, aber der Beruf hat wirklich mehr gute als schlechte seiten... :)

mit 50 wirst du wenig Chance haben in diesem Beruf Fuß zu fassen, da es wirklich Knochenarbeit ist und man gesundheitlich sehr balastbar sein muss, als auch psychisch stabil.

UNter anderem ist das derzeit ein ein Modeberuf geworden und die Schulen platzen aus allen Nähten mit langen Wartezeiten. Ich wünsche dir Glück, aber räume dir nicht so viele Chancen ein bei deinem Alter.

Mach lieber was anderes.

hey carina,

sorry, dass ich mich falsch ausgedrückt habe... Ich bin 21, habe aber Sorge, dass man, eben aufgrund der Knochenarbeit, mit 50 schon nicht mehr arbeiten kann...

lg Martini

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  • Die Berufsaussichten sind sehr schlecht. Der Arbeitsmarkt ist voll mit Leuten, die das als "leichte Arbeit" ansehen (und dann schnell von der Realität enttäuscht werden), als Überbrückung bis zum Medizinstudium machen oder irgendwie nach der Schule halt noch nicht so genau wissen, was sie tun sollen. Den Begriff "Modeberuf" mag ich zwar nicht, muss aber zugeben, dass das hinkommt - ich weiss zwar nicht warum, aber irgendwie scheinen junge Leute heutzutage darauf zu stehen (Einfluss von TV-Serien?).

  • Der Beruf ist mittlerweile körperlich nicht mehr ganz so anstrengend, wobei es natürlich Belastungen durch ungünstiges Heben/Tragen und unangenehme Temperaturen gibt. Vor allem die Toleranz für die wechselnden Schichtzeiten nimmt mit dem Alter ab. Dem kann man entgegenwirken, indem man man sich körperlich fit hält. Ich kenne einige Kollegen, die es bis zum Rentenalter durchgehalten haben. Viele gehen aber vorher in andere, ruhigere Dienste, wie z.B. die Leitstelle oder mit etwas Glück ins Management (Zusatzqualifikation erforderlich!). Die Altersstruktur im RD ist aber recht jung, eben weil es viele "nur" als Zwischenstufe zum Studium machen.

  • FSJler, BuFDis und andere "Rettungshelfer" (160-Stunden-Ausbildung) kommen je nach Landesrettungsdienstgesetz höchstens als Fahrer von Krankenkraftwagen in Betracht und sind da natürlich günstiger als vollausgebildete Rettungsassistenten. Das reizt zwar viele Arbeitgeber, macht sie aber in der Dienstplanung auch etwas unflexibel - ein schneller Wechsel von einer Position auf die andere ist nicht möglich, wenn die Qualifikation nicht stimmt. Erst als RettSan oder RettAss kann man verantwortliche Positionen im Krankentransport oder in der Notfallrettung einnehmen.

  • Ja, man kann vom RettAss-Verdienst normalerweise eine Familie unterhalten. Es hilft, wenn man kein Haus abbezahlen muss, nicht zur Miete wohnt, die Lebenshaltungskosten am Wohnort niedrig sind und die Familie entweder klein ist oder mit zum Verdienst beiträgt. Viele Kollegen haben aber noch einen Nebenjob.

Deine Überlegungen und Fragen zur Berufswahl sind übrigens um Längen besser als die, die nur wissen wollen "ob man viel Blut sieht" oder "wie man auf den Hubschrauber kommt". :)

Ganz ehrlich...

wenn du auf schlechte Bezahlung, miese Arbeitszeiten und einen kaputten Rücken stehst, mach es...

Das positive ist natürlich auch, der Beruf macht Spaß! Heutzutage muß man keine Familie mehr allein ernähren, Frauen soltten auch immer arbeiten, dann gibt es auch bei der Scheidung keine Probleme...

Sorry, dass ich so ehrlich bin...aber meistens werden die Preise (Rettungsdienst ist ein Wirtschaftsunternehmen) von Organisationen kaputt gemacht, die mit Ehrenamtlichen billiger fahren!

Wenn du bei der Berufsfeuerwehr als RA einen Job findest, kann es allerdings gut sein, weil vielseitig. Kommt allerdings darauf an, in welchem Gebiet du arbeitest. Außerdem kann man später (im Alter) dann auch in der Leitstelle arbeiten, wenn man es körperlich nicht mehr schafft, als RA zu arbeiten.

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