Reitbeteiligung, 'Problem' mit Besitzerin

10 Antworten

Hallo,

Tangtedt hat das schon sehr schön auf denPunkt gebracht. Für das gute Klima und das gute Miteinander soltlest du es diese Woche einfach sein lassen. ich kann mir auch gut vorstellen, dass das "Pferd weiß nicht mehr wer der Besitzer ist" eine Ausrede ist, um nicht lang und breit erklären zu ,müsse, warum man eini Woche mal ganz alleine mit seinem PFerd braucht. Wenn es mir wirklich, richtig dreckig geht, fahre ich auchg erne zum Stall, und habe es dann selbstverständlich auch nicht gerne wenn andere Leute dabei sind, wenn ich in Tränen ausbreche. Ich kann mir gut vorstellen dass sie Zeit braucht um irgendetwas zu verabreiten.

Ganz ehrlich, für mich klingt das sehr merkwürdig. Ich habe selbst ein Pferd und eine Reitbeteiligung. Meine Stute weiß immer sehr genau wer Frauchen ist und wer nicht. Nichts desto Trotz hat sie eine gute Beziehung zur Reitbeteiligung aufgebaut was mich sehr freut. Schließlich soll es dem Tier gut gehen.

Ich finde die Argumentation sehr dürftig. Ok, dass ein Pferd verletzt ist (warum auch immer) kann passieren. Dann einfach die nicht nutzbare Woche nicht zu bezahlten finde ich als unverschämt. Das Verhalten der Besitzerin hier ist es allerdings auch (also unverschämt). Da würde ich auch die Kostenbeteiligung dementsprechend kürzen.

Ich würde mich jetzt so verhalten: Lass sie diese Woche ihren Spleen ausleben und such dann das Gespräch. Sag ihr das du dich gern gekümmert hättest und es dich traurig macht das du ausgeschlossen wirst. Mal gucken was sie dazu sagt.

LG

Hallo Lisa,

rein rechtlich gesehen, bist du im Recht. Du zahlst einen Monatsbeitrag, um soundso oft in der Woche dich mit dem Pferd zu beschäftigen (was immer ihr abgemacht habt). Du könntest also auf dein Recht pochen...

Jetzt versetze dich mal in die Lage der Besitzerin. Offenbar hat sie gerade eine psychische Krise (was bei dem trüben Wetter durchaus verständlich ist). Sie hat Angst, dass DU ihr das Pferd "wegnimmst". Vielleicht kommst du mit dem Pferd besser zurecht als die Besitzerin selbst? Jedenfalls hat sie offenbar das Gefühl. Wenn sie ihr Pferd nun täglich besucht, könnte sie es wieder auf ihre Seite ziehen - so ist wohl ihr Gedankengang. Ich glaube, die Besi ist auf dich eifersüchtig.

Du weißt nicht genau, warum sie eine RB hat. Vielleicht braucht sie das Geld, will aber eigentlich gar keine RB, muss sie aber dulden. Dazu kommt: Es ist Weihnachten. Wer weiß, was das wieder bei der Besi auslöst...

Ist für sie alles sehr unglücklich. Und für alle anderen sehr unlogisch. Aber das sind wohl die Fakten.

Was würde ich dir raten?

Verzichte auf die eine Woche beim Pferd. Du kannst es ja sowieso nicht reiten, wie du schreibst. Danach würde ich mit der Besi das Gespräch suchen. Frag sie, ob sie mit dir als RB überhaupt einverstanden ist, oder ob es sie sehr quält, dass sich zwischendurch ein anderer Mensch um ihr Pferd kümmert.

Sag ihr, dass du ihr Pferd sehr magst und dass du dich immer freust, wenn du in den Stall kannst. Dass du ihr das Pferd aber auf keinen Fall "abspenstig" machen willst, es "auf deine Seite ziehen". Frag sie auch, ob ihr euch mal gemeinsam um das Pferd kümmern könnt. Dann kann sie deine Kompetenz noch einmal sehen, und du kannst sie spüren lassen, dass es natürlich allein ihr Pferd ist.

Und wenn ihr dann sprecht, könnte bei dem Gespräch herauskommen, dass es die Besi nicht aushält mit einer RB.

Dann würde ich mir an deiner Stelle etwas neues suchen. Muss ja nicht sofort sein. Aber dann wirst du auf lange Sicht an dem Pferd keine Freude haben, weil dir die Besi immer im Nacken sitzen wird.

Vielleicht interpretiere ich das hier falsch, aber so liest es sich für mich.

Schenke ihr die eine Woche. Es bleiben dir ja noch viele andere Tage und vielleicht mal der Urlaub der Besi, wo du die Tage aufholen kannst. Ich würde auch nicht für die Woche das Geld wieder holen. Das lässt dich geldgierig wirken und nicht an das Pferd denkend.

Wenn dir etwas einfällt, sag der Besi was Nettes. Das kann sie zurzeit gerade gut gebrauchen. Vielleicht hast du ein schönes Foto von dem Pferd? Du könntest es rahmen lassen und ihr schenken. Das würde sie sicher freuen.

Klingt gerade alles ganz schön kompliziert? Aber vielleicht kannst du meinen Gedanken ja trotzdem folgen...

Super geschrieben - ich konnte deinen Gedanken folgen, meine waren genau die gleichen ;-)

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Hallo Lisa, Ich denke, wie die meisten hier, dass die Besi ein Problem damit hat, das Pferd mit jd. zu teilen. Tangsted hat dies sehr einfühlsam beschrieben, finde ich. Allerdings solltest du für dich gut überlegen, was du möchtest und dass du am Ende nicht "draufzahlst", sowohl finanziell als auch psychisch. Wenn es dir nicht viel aausmachtdich auf diese etwas schwierige Besi einzustellen, dann fährst du sehr gut mit Tangsteds Rat. Sollte es jedoch bei dir grummeln auch bei dem Gedanken, dass dies häufiger vorkommen kann, dann ist es vllcht besser, wenn du dir eine andere Reitbeteiligung suchst. Wie häufig kümmerst du dich i.A. um das Pferd? Gehst du nur 1x pro Woche hin? Dann kannst du auf eine Kürzung vllcht verzichten - oder zahlst du mit deinem Beitrag die halbe Stallmiete? Was sagen deine Eltern dazu? Denn sie zahlen das sicherlich für dich? Wie gesagt, es hängt sehr davon ab ob du die RB behalten möchtest oder ob du gehen möchtest - und nicht zuletzt davon, wieviel Konflikt du bereit bist auszutragen.

Solche Streitereien sind anstrengend, aber scheinbar leider typisch unter "Pferdeleuten". Die Besitzer brauchen nette Menschen, welche sich um ihr Tier kümmern und das immer knappe Budget aufbessern. Sobald sie aber merken, dass diese netten Menschen auch gut mit ihrem Tier klar kommen und das Tier eine Bindung zu dem Menschen aufbaut, kommen Einigen Zweifel und die Eifersucht. Dass aber auch den Pflegemenschen etwas an dem ihnen anvertrauten Tier liegt und es ihnen auch ans Herz wächst, ist im Handeln einiger Besitzer häufig zweitrangig.

Dem Pferd ist es wirklich egal, wer nun "Besitzer" ist. Sie kümmern sich nur darum, wer freundlich zu ihnen ist und sich gut kümmert. Die Argumentation der Besitzerin hat definitiv nichts mit dem Pferd zu tun, sondern mit ihrem Ego.

Sie möchte halt gerne eine Woche "ungestört" mit ihrem Pferd verbringen, in der Hoffnung, dass sich die Bindung festig und du nicht dazwischen funkst und die traute Zweisamkeit störst. Das ist dir gegenüber nicht sehr nett, aus ihrer Sicht allerdings nachvollziehbar. Du würdest also auch besonders mit der "ich komme mich kümmern Nummer" ihren Unwillen erregen.

Ich würde ihr zuliebe diese Woche einfach mal still halten und sie gewähren lassen. Lasse dich nicht im Stall blicken und sie glücklich sein. Am Ende der Woche /nach Beendigung der seelischen Krise, würde ich sie mir aber vorknöpfen und ihr klar machen, dass das so nicht geht: entweder sie erträgt es ihr Pferd zu teilen und du darfst dich weiterhin regelmäßig kümmern, oder sie erträgt es nicht und muss sich alleine kümmern, oder wen suchen, der diesen Stress mit macht. Das klingt hart, aber man kann nicht immer nur Rücksicht auf die Befindlichkeiten Anderer nehmen. Ihr ist es offenbar gerade auch egal, wie es dir mit ihrem Wunsch geht, zumal sie dich scheinbar nicht das erste Mal versetzt, oder dir vor den Kopf stößt.

Diese Frau/oder das Mädchen spielt mit dir. Du bist recht und billig um das fehlende Geld für die Stallmiete aufzubringen. Deine Rechte (welche du als zahlende RB laut Vetrag hast) mag sie dir nicht so gerne zugestehen, da das umbequem für sie ist.

Ich hatte eine ähnliche Situation vor Jahren mit meiner 1. RB und es war grausam, sowas nimmt dir wenn es hart auf hart kommt die ganze Freude am Reiten.

Wenn du ganz hart sein willst, ziehst du ihr eine Woche vom Geld ab. Ich würde allerdings erst das Gespräch führen und schauen, ob sie nicht einen Ausgleich schaffen kann.

Falls nicht, sind dein Geld, deine Nerven und deine Arbeitskraft überall besser angelegt als bei dieser Frau.

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