Reflektiert jedes Glas UV-Strahlung?

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3 Antworten

Mir scheint ist Deine Frage nach den UV-A-Strahlen die normales Glas durchläßt bisher noch unbeantwortet.

Man kann den Filterkantenpunkt von ca. 320 nm bei normalem Glas durch die Beigabe von Titanoxid erhöhen und in etwa in Richtung 340-350 nm verschieben. Eine weitere Erhöhung ist schwierig, da sich das Glas dann gelb färbt.

Andere Möglichkeiten sind die Verwendung einer Verbundsicherhatsglasscheibe mit PVB-Folie die je nach Schichtdicke eine unterschiedliche Filterkante liefert. Hier erreicht man bei einer 1,52 mm PVB-Schicht in etwa einen Wert von 380 nm. Dieser UV-Schutz arbeitet über die Absorption der UV-Strahlen durch die Folie. Die UV-Strahlen "zerschießen" jedoch das Molekülgitter der PVB-Folie langfristig und über die Jahre läßt die Wirkung des UV-Schutzes nach.

Einen dritten Weg schlussendlich scheint man hier zu gehen: http://www.museumsglas.de/wirkungenunseresuvscgutzglases.html hierbei handelt es sich wohl um eine speziell behandelte PVB-Folie bei dem die Wirkung des sogenannten "Dotierungsmaterial" wie folgt beschrieben wird:

"Die auf das Dotierungsmaterial auftreffende schädigende Strahlung führt zu einer Anhebung des Energieniveau der Elektronen in unserem UV-Schutz. Durch die hohen Bindekräfte im Dotierungsmaterial ist dieses extrem beständig und es kommt es nicht zum Zerfall unseres UV-Schutzes. In Xenon-Alterungstests wurde die 150 Jahres Equivalenz überschritten. Lässt die auf das Dotierungsmaterial auftreffende Strahlung nach, so stellt sich, unter Freisetzung von langwelliger, photochemisch unwirksamer Wärmestrahlung das ursprüngliche Energieniveaus wieder ein."

Auch scheint man hier den Schutz vor Strahlung bis auf 400 nm auszudehnen.

Viele Wege führen nach Rom ;-)

Gewöhnliches Fensterglas ist für einen großen Teil der ultravioletten Strahlen undurchlässig. Das gilt besonders für UV-Strahlen mit kurzen Wellenlängen (UV-B und UV-C), für UV-A ist Fensterglas jedoch durchlässig. Quarz ist für den gesamten natürlich vorkommenden UV-Bereich transparent. Normales Glas (Natron-Kalk-Glas) ist für Ultraviolettstrahlung unterhalb von 320 nm nicht durchlässig, Borosilikatglas (Jenaer Glas) lässt dagegen UV-Strahlung bis etwa 290 nm passieren. Strahlung unterhalb von 290 nm transmittiert z. B. durch natürliche oder synthetische Quarzkristalle und auch Quarzglas (Kieselglas). Weil natürlicher Quarz und auch gewöhnliches Kieselglas durch seinen Titangehalt keine UV-Strahlung unterhalb 200 nm transmittieren lässt, wird z. B. für ozongenerierende UV-Lampen synthetisches hochreines Quarzglas verwendet (z. B. in der Aufbereitung hochreinen Wassers zur Oxidation der gelösten organischen Kohlenstoffverbindungen oder für die ArF-Excimerlaser-Wellenlänge 193 nm). Für noch kürzere Wellenlängen (bis herab zu 45 nm) wird einkristallines Kalziumfluorid verwendet.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ultraviolettstrahlung

dem ist nicht`s mehr hinzuzufügen, DH!

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Dass es verschiedene UV-Strahlen gibt (man spricht v.a. von UV-A und UV-B), welche unterschiedliche Wellenlängen haben, hast du ja inzwischen erfahren. UV-B werden praktisch komplett und UV-A zu einem grossen Teil von normalem Glas gefiltert (nicht "reflektiert"). Du hast also automatisch einen guten UV-Schutz!

Wenn du Plastikgläser bei Brillen hast, dann benötigen die einen extra Schutz (was wie gesagt bei Gläsern aus GLAS gar nicht nötig ist!!! - so viel zur Werbung...) in Form von Beschichtungen....

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