Rauswurf von Nachbar unterschriften sammeln ist dieser satz für denn Zettel gut?

19 Antworten

Was ihr auf irgendwelchen Listen schreibt, ist absolut irrelevant. Abgesehen davon ist dieser "Zettel" sprachlich ziemlich gruselig. Ob der Vermieter der Familie kündigt oder nicht, hat euch nicht zu kümmern, sondern ist ganz allein Angelegenheit des Vermieters.

Stattdessen geht ihr folgendermaßen vor: Bei eventuellen Lärmbelästigungen schreibt ihr eine Abmahnung an euren Vermieter mit der Aufforderung, die Lärmbelästigungen zu unterbinden. Gleichzeitig droht ihr mit Mietminderung. Lasst euch vom Mieterverein in eurem Wohnort oder einem Anwalt beraten, in welcher Höhe eine Mietminderung angemessen ist.

Jeder von Euch kann das auch seiner Waschmaschine erzählen. Die Wirkung ist die gleiche.

Damit der Vermieter überhaupt jemand wegen fortwährender Lärmbelästigung raus werfen kann, muss er erst einmal abmahnen, nicht ermahnen.

Für eine ordentliche Abmahnung und ggf. spätere Kündigung braucht er Fakten. Wann hat der Mieter auf welche Weise wie laut und wie lange gelärmt. Gibt es Zeugen? Wurde vielleicht die Polizei geholt?

Um das zu belegen, müsst ihr und vielleicht auch Eure lieben Mitbewohner im Haus über eine gewisse Zeit ein Lärmprotokoll führen. Gibt es mehrere Vorkommnisse kann der Vermieter einem solchen Protokoll eine Abmahnung schreiben und dem Störenfried zustellen.

Darin steht dann genau, wegen welcher Ereignisse, dass es Mieter gibt, die sich extrem belästigt fühlen und dass er im Wiederholungsfall mit einer fristlosen Kündigung rechnen muss.

Wenn er dann immer noch lärmt (Protokoll fortführen), könnt ihr die Miete mindern, wenn der Vermieter den Lärmer nicht kündigt.

Eine demokratische Abstimmung darüber, wer im Haus wohnen darf und wer nicht, zählt gar nichts.

Das sind zweierlei paar Stiefel und in dem einen Stiefel solltet ihr nicht pinkeln. Und das ist die Wohnungskündigung. Die obliegt dem Vermieter. Das andere ist die Lärmbelästigung. Hier könnt ihr Lärmprotokoll führen, vielleicht auch mit Dezibel am besten, hier könnt ihr euch als Betroffene zusammentun und ihr könnt sehr wohl vorher mit dem Vermieter absprechen, dass ihr ihn mit sowas unterstützt. Es ist juristisch nicht einfach, Leute vor die Tür zu setzen. Deshalb stellt alles bitte auf eine andere Ebene, die jursitisch nicht anfechtbar ist . (Stichwort Mobbing auch).


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