Putzträger platten von rockwool 160 mm oder neopor 160 mm?

3 Antworten

Nimm die Rockwool, die ist mindestens so gut wie das Neopor und fackelt dir nich die Bude ab. (siehe London....)
Außerdem hat die Rockwool langsamere/ geringere Temperaturschwankungen im Innenraum. (wegen der größeren Dichte und daraus resultierenden größeren Masse)

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genau deswegen wechsel ich auch und weil die rockwolle diffusions offen ist. Danke für deine Hilfe aber ich benötige eine  Antwort von jemandem vom Fach Bauwesen oder so

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@zunami118

Ach, du willst das ich das kompliziert ausdrücke?
Kannste haben:
Die Werte die du in W/(mK) angegeben hast sind die sog. Lamda-Werte, die abhängig vom Material, aber unabhängig von der MaterialDICKE sind. Um herauszufinden ob du mit der Rockwool mit derselben Dicke auskommst, musst du den Wärmedurchlasswiederstand, genannt R (Resistance) berechnen.
R= Materialdicke/ Lamda-Wert
=> R= 0,16m / 0,035W/(mK) = 4,5714285714 (m^2K)/W
Das ist dein R-Wert für die Rockwool.
Für das Neopor wäre der R-Wert dann zwischen dem der Rockwool und dem hier: 0,16m / 0,045W/(mK) = 3,5555555556 (m^2K)/W
Der R-Wert sollte möglichst hoch sein und da der maximale R-Wert  des Neopor bei dem der Rockwool liegt, kann man nach den anderen Eigenschaften des Materials gehen und da hat von diesen beiden die Rockwool die Nase vorn.

Und falls dir das immer noch nicht fachlich genug ist: Als Fachfrau aus dem handwerklichen Bauwesen und anstrebende Architektin empfehle ich dir Holzwolle oder Hanfwolle als Dämmstoff: Ökologisch abbaubbar, gesundheitlich unbedenklich, wird von unliebsamen Mitbewohnern wie Insekten und Mäusen geschmäht, erstickt aufgrund seiner dichten Faserstruktur offene Flammen und kokelt höchstens stark qualmend vor sich hin und ist diffusionsoffen.
Und erreicht dieselben Dämmwerte wie Mineralische- oder Kunststoffdämmung.

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@pharao1961

Das der Anbieter von Styropordämmung nicht zeigen wird wie schön sein Material abfackelt, sobald es in irgendeiner Form verkleidet ist, ist ja wohl klar, oder?

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Hallöle,

da die Materialstärke und die Wärmeleitgruppe gleich sind, werden sie in puncto Dämmleistung auch ziemlich gleich sein.

Wenn Du aber einen wirklich sinnvollen Grund für eher die Rockwool haben möchtest, dann zeig Deinem Dad doch mal dieses Video, das erschreckend zeigt, wie extrem brandgefährlich das falsche (von ihm favorisierte) WDVS sein kann:

https://youtube.com/watch?v=MKeRe7FA4Gs

Ich arbeite in einem Architekturbüro und verfolge das schon länger. Erschrocken hat mich auch, als auf einmal WDVS-Platten mit HBCD zum Sondermüll(!) erklärt wurden. Das wurde zwar jetzt wieder aufgehoben, allerdings nur zeitweise!!! Infos hierzu sh. z.B.

https://www.heise.de/tp/features/Daemmstoff-ist-jetzt-Sondermuell-3505790.html

Deswegen sollte man unbedingt drauf achten, dass man nicht das Falsche Material untergeschoben kriegt. (Ja, solche Idioten gibt es leider noch!!!) 

Also wie auch immer: Rockwool ist, wie Du sehen wirst, deutlich besser. 

Noch besser, sicherer und sinnvoller (jedoch auch leider teurer, zumindest zum Zeitpunkt des Neubaus) ist aber immer noch ein Wandaufbau mit Klinker. Z.B. weil leider auch Rockwool nicht absolut sicher ist vor Schimmel, Fleckbildung im Putz, Schäden durch Tiere etc.

Trotzdem viel Erfolg und frohes Schaffen, 

wölfin

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Faszinierend wie der Vogel ein so perfekt kreisrundes Loch hinbekommt...  :-)))

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Also, Neopor hat i.d.R. bessere Dämmeigenschaften als Mineralwolle. Wenn von 0,35-0,45 die Rede ist, dann handelt es sich um normales EPS, aber kein Neopor. Durch das Grafit in den Neoporplatten erreichen die bessere Werte im Bereich 0,31, wenn man auf PIR-Platten wechselt, noch deutlich besser. Wenn der Dämmwert besser ist, kann man die Plattendicke entsprechend verringern, um die gleiche Dämmwirkung zu erreichen. Von daher sollte man immer schauen, was verglichen wird. Bei gleichen oder sehr ähnlichen Wärmeleitwerten muss die Dicke nicht variiert werden, aber das kann man sich im Internet selbst ausrechnen (nach U-wert-Rechner suchen).

Hinsichtlich der Diffusionsoffenheit, hier wird Steinwolle keine allzu großen Unterschiede zu EPS aufweisen, auch letzteres ist natürlich diffusionsoffen, sonst wäre es für ein WDVS gar nicht geeignet. Generell ist aber EPS als Material eher wasserabweisend, was es als Dämmstoff interessant macht.

Das leidige Thema mit der Sicherheit bei Brand ist nicht erst seit London im letzten Jahr hochaktuell, speziell das auch hier hochgeladene Video ist schon ein wenig älter. Kritiker werfen dort übrigens die Methodik vor. Aber es ist natürlich schon richtig, dass allein vom Material her Steinwolle "nicht brennbar" ist, während EPS bestenfalls "schwer entflammbar". Was allerdings auch nicht unbedingt bekannt ist, es gibt verschiedene Klassen, und danach richtet sich auch der Preis der Platten. Klasse "E" ist die relevante, die schwer entflammbar ist, aber es gibt auch Klasse "F", bei der eben keine entsprechende Prüfzeugnisse vorliegen. Die Verwendung solchen Materials ist definitiv am falschen Ende gespart. Was EPS definitiv nicht ist, ist selbstentflammbar, d.h. EPS verursacht keine Hausbrände. Allerdings besteht es aus Rohstoffen, die durchaus brennen können, wenn auch nicht sofort.

Ein Vergleich EPS zu Mineralwolle. Mineralwolle ist ein eher natürlicher Stoff, während EPS ein reines Kunstprodukt ist. Bei der Entsorgung irgendwann ergeben sich aber in beiden Fällen Probleme. Mineralwolle ist rein preislich deutlich teurer, ganz besonders derzeit, weil die meisten Hersteller Lieferschwierigkeiten haben aufgrund zu großer Nachfrage. In Polen nimmt Rockwool bspw. gar keine Aufträge mehr an. Teureres Material von Sto wäre verfügbar. Von der Verarbeitung ist EPS auch leichter.

Wer es sich leisten kann, dem würde ich auch zu Mineralwolle raten, die Vorbehalte sind hier geringer und es kommt bei mir vielleicht hinzu, dass ich Styropor nicht mag, das geht in die Richtung Plastik und wird uns mit Müllbergen noch lange Freude bereiten. Aber es ist eben auch eine monetäre Frage. EPS kostet ca. nur die Hälfte.

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