Probleme beim Immobilienkauf: Rücktritt vom Hauskauf vor Notartermin, Geld ist aber schon bezahlt

5 Antworten

Dieser Kauf ist aber sehr merkwürdig verlaufen.........warum bezahlst du ein Haus, wenn ihr noch keinen Kaufvertrag gemacht habt beim Notar??? Ich denke ohne Anwalt kommst du da nicht wieder raus. Also suche dir einen, der dich da wieder rausholt. Viel Glück

Hallo Aprilkleeblatt,

das hört sich aber alles nicht wirklich gut an!

Damit Du die Sachlage ohne weitere Probleme klären kannst wird es wohl das Beste sein, Du wendest Dich an Deinen Anwalt.

Oder Du gehst nochmal auf den Notar zu. Dieser wird Dich sicher auch zu dem Problem beraten und die Vorgehensweise bzw. Deine Möglichkeiten mit Dir besprechen können.

Für Dein Vorhaben trotzdem alles Gute.

Viele Grüße

Franziska, Interhyp AG

Der Kaufvertrag ist nicht zustande gekommen (fehlende notarielle Beurkundung) , daher ist auch kein Rücktritt nötig. Es handelt sich sozusagen um eine private Vereinbarung vorab. Am besten den Schlüssel zurückgeben und die Rückzahlung des Geldes verlangen, wegen unberechtigter Bereicherung. Es kann sein, dass der Verkäufer eine sogenannte Nutzungsentschädigung abzieht und ggf. Kosten, die ihn aufgrund der Vorbereitung der Notarurkunde angefallen sind, mehr nicht. Es kann Sie niemand zwingen beim Notar nachträglich einen Kaufvertrag zu unterschreiben, den Sie nicht wollen. Daher hat man in der Regel die Überlegungsfrist von 14 Tagen. Die Frage ist natürlich ob man das Geld ohne Klage zurückbekommt. Daher doch einen Rechtsanwalt einschalten.

Aber es ist schon sehr dumm gelaufen. Wir warnen immer davor, vor dem Notartermin Geld an den Verkäufer zu bezahlen. Auch im Notartermin soll ein Käufer noch kein Geld übergeben. Erst wenn für ihn eine Auflassungsvormerkung zum Schutz eingetragen ist, soll das Geld überwiesen werden.

Ich denke das kommt dabei raus, wenn man sich den Makler sparen will. Trotzdem viel Glück und berichten Sie hier, ob Sie ihr Geld wiederbekommen haben.

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Danke vorab

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--

1. Fälligkeit

Der Kaufpreis ist fällig innerhalb von zwei Wochen nach Zugang einer schriftlichen Mitteilung des Notars durch Einwurfeinschreiben an den Käufer, vorausgesetzt dass,

die Eigentumsübertragungsvormerkung für den Käufer eingetragen ist mit Rang nur nach den in § 1 aufgeführten Belastungen und nach Belastungen, an deren Bestellung der Käufer mitgewirkt hat;

b) die zur Lastenfreistellung für vor- oder gleichrangig zur Vormerkung eingetragene und nicht vom Käufer übernommene Grundstücksbelastungen erforderlichen Unterlagen in grundbuchtauglicher Form vorliegen, wobei der zu deren Verwendung erforderliche Betrag den Kaufpreis nicht übersteigen darf, und etwaige Treuhandauflagen für deren Verwendung insgesamt aus dem Kaufpreis erfüllt werden können; der Käufer ist berechtigt und bei Kaufpreisfälligkeit auch verpflichtet, die zur Ablösung verlangten Beträge an die Gläubiger in Anrechnung auf den Kaufpreis zu zahlen; der Notar wird beauftragt und bevollmächtigt, die Unterlagen zur Lastenfreistellung für die Kaufvertragsparteien und das den Kaufpreis finanzierende Kreditinstitut entgegenzunehmen und zu verwenden;

c) eine Verzichtserklärung oder Negativatteste der Gemeinde über das Vorkaufsrecht und die zur Wirksamkeit oder Vollzug des Vertrages erforderlichen Genehmigungen vorliegen, mit Ausnahme der Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes. Stehen Genehmigungen oder Lastenfreistellungsdokumente unter Zahlungsauflagen, teilt der Notar diese den Beteiligten ohne weitere Prüfung mit. Der Kaufpreis kann insoweit bei Fälligkeit nur durch Erfüllung solcher Auflagen erbracht werden, ist also zweckgebunden, ohne dass der Zahlungsempfänger hieraus eigene Rechte erwirbt. Der Restbetrag nach Berücksichtigung etwaiger solcher Treuhandauflagen ist zu überweisen auf das Konto des Verkäufers bei der …

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Was mich da besonders verwirrt ist "a)"... da weiß ich gar nicht mehr wo oben und unten ist. In den Verträgen, die ich bisher vor mir hatte, war das deutlich einfacher formuliert und ich bin mir nicht sicher was da steht.

Weiter hinten kommt noch ein Paragraph, der folgendes besagt:

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5. Sonstiges

Die Übertragung erfolgt frei von Lasten in Abt. II und III des Grundbuches.

--

Also alles gut, oder? Mich macht der Punkt mit der Ablösung, die ich an die Gläubiger, über den Kaufpreis hinaus, zu zahlen hätte etwas nervös. Was bedeutet "wobei zu deren Verwendung erforderliche Betrag den Kaufpreis nicht übersteigen darf, ..." ?

Mach ich mir unnötig Sorgen? Bin ich einfach nur nicht fit genug für Beamtendeutsch?

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