Pro und Contra Punkte Biofleisch

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Vorteile: der Verbraucher findet es gut = man kann es teurer verkaufen und bekommt zum höheren Preis ggf auch höhere Fördermittel.

Nachteile: Bei Rindern so gut wie keine. Bei Allesfressern Huhn und Schwein ggf höherer Einsatz von Medikamenten durch die Freilandhaltung (=höherer Parasitendruck, Ausläufe nicht desinfizierbar). 100% Bio-Ernährung nicht möglich, dadurch oft Eiweißmangel bzw AS.Imbalancen. Folge: Bio-Schweinefleisch ist seit mehr als 20 Jahren nicht tiergerecht zu produzieren, Anteil liegt trotz Nachfrage nach wie vor nur bei 0,2%.

Allgemeine Nachteile: bei Freilandhaltung Belastung der Böden (insbesondere beim Schwein) und keine Möglichkeit, den Dünger der Tiere gezielt in anderen Kulturen einzusetzen. Dadurch langfristig Verseuchung der Flächen mit Parasiten ("Hühnermüdigkeit, Schweinemüdigkeit" ... ) und Verteuerung anderer Lebensmittel durch zusätzlichen Einsatz von Mineraldünger.

Haltung auf Stroh ist aus SIcht der Umwelt sehr umstritten.

Quellen und Studien dazu jeweils unten nach den verlinkten Artikeln

AS.Imbalancen = Aminosäuren-Ungleichgewicht!? oder hat das eine differenzierte Bedeutung?

Wieviel Fläche bräuchte denn ein Umtrieb, wäre eine Erholung in drei oder vier Jahren möglich?

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@koch234

Ja, genau. Mangel an limitierenden ASen , insbesondere Methionin und Lysin sind das Problem. Einige Bio-Verbände haben auch die Vorschrift, nur Futter "vom eigenen Betrieb" zu verfüttern (also kein Soja!) , was natürlich zB bei Hühnern, die hier ja gar nicht heimisch sind, überhaupt nicht geht (Es gibt Studien dazu, die zT abgebrochen werden mußten, weil zu viel Hühner dran gestorben sind). Die vorhandenen Tiere (Schweine, Hühner) sind für solche Fütterung einfach nicht geeignet (wachsen zu schnell), und die "alten Rassen" will der Verbraucher (auch der Bio-Kunde) nicht kaufen, die sind zu fett.

Liegt im wesentlichen daran, daß es für Bohnen und Erbsen als heimische Eiweißquelle Einsatzobergrenzen gibt (antinutritive Substanzen), und Lupinen nur extrem schlechte Erträge bringen bzw nur mit erheblichem Aufwand an Pflanzenschutz zu produzieren sind (was dann bei Bio auch wieder Probleme macht).

Eben drum haben die meisten Biobetriebe Rinder, oder Ziegen, oder Schafe, die können das ab,

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@koch234

Wieviel Fläche bräuchte denn ein Umtrieb, wäre eine Erholung in drei oder vier Jahren möglich?

Ja, bei Rindern, Schafen und Ziegen funktioniert das. Bei Hühnern in Grenzen auch, die bekommen dann die sog. "Mobilställe" (google Hühnermobil, ist aber extrem teuer)

Bei Schweinen geht's eher gar nicht, denn die legen sogenannte "Kotecken" an, was dann zu Stickstoffeinträgen führt, die den erlaubten Wert zT um das 7-8-fache übersteigen.

Und insgesamt bringt ein "Umtrieb" und eine "Erholung" ja auch nicht das meiste: die Übertragung findet ja auch durch Ratten, Mäuse, Spatzen, Tauben und zB selbst durch Regenwürmer statt. Kannst Du im Freiland alles nicht vermeiden >>> je natürlicher die Haltung >>> desto größer die natürliche Selektion, das ist "normal". Man hat die Tiere früher ja nicht umsonst in Ställe getan ;-)

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Pro:oftmals weniger Medikamente, die du ansonsten auch über das Fleisch in deinen Körper aufnimmst. Bessere Nahrungsmittel, Freilandhaltung, Artgerechte Haltung

Medikamente, die du ansonsten auch über das Fleisch in deinen Körper aufnimmst.

veterinärbehörden bescheinigen höchste rückstandsfreiheit bei fleisch.

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Also Antibiotika in Lebensmitteln kommen eher selten vor. Denn der Gesetzgeber hat vorgeschrieben, dass nach dem Einsatz von Antibiotika in der Tiermast Wartezeiten bei der Vermarktung der Produkte eingehalten werden müssen, bis das Antibiotikum im Tierkörper abgebaut ist. In dieser Zeit dürfen keine Produkte (Fleisch, Eier, Milch, Honig) des Tieres in den Handel gelangen. Das bedeutet, dass in Fleisch und Wurst keine Antibiotika vorkommen sollten. Tatsächlich wurden im Rahmen von systematischen Lebensmitteluntersuchungen lediglich in etwa 0,5 % der Proben von Masthähnchen Rückstände von Antibiotika gefunden außerdem sind illegaler Medikamenteneinsatz in der Tierhaltung oder zu kurze Wartezeiten verboten und werden hart bestraft.

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pro: Keine tierquälerei bei der züchtung contra: kostet mehr als normales fleisch

es wurden mehrfach in den letzten jahren bioprodukte mit normalen verglichen, ergebniss: kaum unterschiede, der höhere preis für bio ist ungerechtfertigt...

ach, und das berechtigt den Menschen, alles auszubeuten, was so existiert... Die Menschen werden dafür einen sehr hohen Preis bezahlen müssen... Wartet ab...

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interessanterweise,verbal in aller munde,nur kaufen und teurer bezahlen wills keiner.

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