Prepper sind keine „Rechten“ mehr?
Noch vor garnicht so langer Zeit, wurden die sog. "Prepper" noch als u.a. reaktionäre Rechte, Aluhutträger, Verschwörungstheoretiket gar Rechtsextreme Neonazis im Allgemeinen verunglimpft. Heutzutage stellt man inzwischen fest, daß selbst eine offizielle Bundesbehörde und zwar das https://www.bbk.bund.de/DE/Home/home_node.html (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) genau derart "preppern" auf deren Internetseite der allg. deutschen Zivilbevölkerung anrät. Sind demzufolge also die einst so gebranntmarkten "Prepper" nun doch in der hiesigen Gesellschaft angekommen und "Salonfähig" geworden und das in so überschaubarer kurzen Zeit?
11 Antworten
Das BBK hat schon immer dazu geraten, sich einen Vorrat an Lebensmitteln, Medikamenten, Kerzen, Batterien etc für einen begrenzten Zeitraum anzulegen. Das ist nicht neu und auch nicht ungewöhnlich.
Damit wäre man dann im Falle einer Katastrophenlage, in der man ggf das Haus nicht verlassen kann, nicht einkaufen kann, keinen Strom und kein Wasser hat, gerüstet um ein paar Tage zu überstehen, bis dies Lage sich entspannt hat. Katastrophen konnten und können uns jederzeit aus dem Nichts treffen. Sei es Sturm, Hagel, Dauerregen, Überschwemmungen, Erdrutsche, Schneefall und Eisbildung, Flächenbrände und ja, auch Terrorangriffe auf kritische Infrastruktur.
Das ist ganz normale individuelle und private Vorsorge und ist noch ein ganz anderes Kaliber, als Prepper zu sein, sich Verschwörungstheorien hinzugeben und zum Aluhutträger zu mutieren. Mit Rechtsextremismus hat das schon mal gar nichts zu tun.
Hi DerEsoteriker,
ersteinmal hat keiner behauptet das Prepper gleich rechtsextrem sind. Es gibt viele in dieser Szene, sie politisch eher mit Mittelfeld stehen und sich zur demokratischen Grundordnung bekennen. Prepper sind in unserem Sprachgebrauch Menschen die sich in besonderen Maßen an unterschiedlichen Krisenszenarien vorbereiten. Diese haben meist viel, viel mehr an Ressourcen gehortet als man tatsächlich und realistisch benötigen würde.
Das BBK hat schon seit jahrzehnten Menschen darauf sensibilisiert sich auf unterschiedlichen Notsituationen einzustellen. Dabei geben diese Empfehlungen ab die sehr hilfreich sein können. Darunter auch die Bevorratung von Lebensmittel, Trinkwasser, Campingkocher und Vorhalten von Licht und -Wärmequellen.
Ein Prepper so wie wir es kennen, haben über die Empfehlungen hinaus Ressourcen angehäuft. In vielen Fällen ist das aber nicht nötig oder sehr stark übertrieben und auch nicht hilfreich.
Jede und jeder sollte aber einen Notvorrat haben, um eine Notsitation gut durchzustehen und auch Einsatzkräfte Hilfsorganisationen, Feuerwehr und THW zu entlasten.
Das BBK rät zur Vorsorge, weil sie praktisch ist – nicht, weil ein Krieg bevorsteht. Ein paar Vorräte und ein Notfallplan schaden nie, aber Angst muss man deshalb nicht haben.
Hier mal die Version von 2017. https://manila.diplo.de/resource/blob/2116464/b4b78acec1d3fef861e83c4491972076/mb-bevoelkerungsschutz-data.pdf
Also schonmal nix neues. Gabs schon weit vor Corona oder Ukraine.
Prepping selbst ist seit dem Ahrtal und Corona dagegen durchaus etwas mehr in der Bevölkerung angekommen. Zu Omas Zeiten hat man das Thema noch viel mehr beachtet(gefüllte Speisekammer etc.)
Aber..das Problem ist nicht, DASS man sich vorbereitet, sondern WARUM/Wofür. Da wird nämlich nicht selten ein grosser Fokus auf den Kampf gegen andere Betroffene gelegt, oder der Zusammenbruch des Systems oder der Gesellschaft wird regelrecht herbeigesehnt. Und in manchen Fällen auch versucht aktiv Krisen herbeizurufen aus denen man dann als gut gerüstetes Alphatierchen hervorgeht.
Ich bin Prepper, seit ich 18 bin.
Ich war nie rechtsextrem, oder irgendeine andere Scheiße, ich lehne alle Formen von Extremismus, ob links oder rechts, gleichermaßen ab. Preppen ist für mich dasselbe Prinzip wie mit Kondomen: lieber eins haben und keins brauchen als eins zu brauchen und keins zu haben. Ich verstehe auch beim besten Willen nicht, warum immer alles politisiert werden muss. Was kommt als Nächstes? Ist man bald links oder rechtsextrem, weil man das Klopapier nach außen oder innen aufhängt? Das hier ist präzise der Grund, warum Gespräche kaum noch möglich sind. Schubladendenken in seiner reinsten Form.
Und ganz davon abgesehen hat die BKK schon immer den Menschen geraten, einen kleinen Vorrat anzulegen.
Lächerlich.