Polizei Bewerbung trotz Krankheit

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo MissLucy1,

die erst Frage die Du Dir stellen solltest ist die, ob Du Dir nicht einen Beruf ausgesucht hast, der Dich später psychisch überfordert.

Du hast in Deiner Laufbahn bei der Polizei mit soviel Leid und Elend zu tun. Du wist mit vielen Todesfällen, darunter auch die von Kindern konfrontiert. Das sind Situationen, die oft selbst erfahrene und an sich psychisch stabile Polizisten an die Grenze und teilweise auch weit über die Grenze des erträglichen bringen, Nicht gerade wenige Polizisten erkranken aus diesen Gründen selbst psychisch.

Wenn Du jetzt schon psychisch nicht belastbar bist, dann wirst Du meiner Erfahrung nach auch später wo es erforderlich ist nicht top belastbar sein und das könnte zu wieder zu einer starken psychischen Störung führen.

Aber um auf Deine Frage zurück zu kehren.

Der Einstellungstest später bei der Polizei unterscheidet sich insofern stark von Einstellungstests in zivilen Firmen, als dass Dich die Polizei auch körperlich und psychisch auf Deine Belastbarkeit prüft. Dort must Du geschulten Psychologen Rede und Antwort stehen. Und die stellen sehr schnell fest, ob Du psychisch die nötige Belastbarkeit mitbringst.

Du schreibst:

Das Problem ist ja nur, dass ich vor ca einem Jahr zwei Suizidversuche begangen habe,>

Haben diese Suizidversuche auch sichtbare Narben, konkret gefragt, Narben durch Schnitte an den Handgelenken oder sonst wo geführt? Wenn Ja, führt das sicherlich nicht automatisch zum Ausschluss führen, aber Du kannst davon ausgehen, dass Dich die Psychologen ganz gründlich unter die Lupe nehmen und evtl. auch ein zusätzliches psychiatrisches (nicht psychologisches, sondern wirklich psychiatrisches) Gutachten von Dir fordern.

Aber wenn das alles positiv ausfällt, dann hast Du auch mit der Vorgeschichte eine Chance auf Einstellung.

Aber noch hast Du ja sowieso noch 3 Jahre Zeit. Bis dahin solltest Du alle psychologischen Behandlungen lange abgeschlossen haben und auch frei von Psychopharmaka sein.

Hoffe die Antwort hilft Dir ein wenig weiter.

Schöne Grüße
TheGrow

Vielen Dank für deine Antwort ! Du machst mir Hoffnungen, dass es nicht ganz aussichtslos ist.

Ja, mir ist bewusst, dass Polizisten auf Situationen, die einen psychisch belasten können, ausgeliefert sind.

Zum Thema Narben. Nein, es gibt zum Glück keine Narben, bzw nicht vom Suizidversuch oder Anderem.

Nochmal, danke. :-)

0
@MissLucy1

Dann ein kleiner Tipp: Erwähne nichts davon! Die Polizei ist, was die Einstellung angeht, sehr oberflächlich. Wenn irgendein Anhaltspunkt und sei er noch so winzig darauf hinweisen könnte, dass irgendwas nicht in Ordnung ist, wird häufig (leider) eine Absage erteilt.

0
@memphys91

Hm, ich glaube es ist obligatorisch so etwas anzugeben. Früher oder später wird es sowieso ans Licht kommen... Und dann ist man sofort raus.

0
@MissLucy1

Hallo MissLucy1,

Du hast insofern recht, dass es einen ärztlichen Bogen gibt, den man ausfüllen muss und in dem auch gefragt wird, ob man jemals psychisch erkrankt sein.

Aber seien wir doch mal ehrlich. Wenn man nein ankreuzt, wie sollte jemals rauskommen, dass man die Frage nicht korrekt beantwortet hat?

Du schreibst:

Früher oder später wird es sowieso ans Licht kommen... >

Wenn es bei der Einstellungsuntersuchung nicht an Licht gekommen ist, dann wird es auch später nicht ans Licht kommen. Wie denn auch. Eine psychische Erkrankung ist im Gegensatz zur körperlichen Erkrankung nicht durch Röntgen, CT´s oder andere Untersuchungen feststellbar und schon gar nicht nachweisbar, wie lange man die Erkrankung hat.

Insofern stimme ich den Tread von memphys91 voll und ganz zu. Gibt's sie die frühere Erkrankung hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass man sie gleich wieder Nach Hause schickt. Warum also was angeben, was schon Jahre vorbei ist und sowieso nicht ohne weiteres Feststellbar ist.

0
@TheGrow

Danke für dein Kommentar. Hm, aber bekommt der dafür vorgesehene Arzt nicht Einblick in die Akte? Dann würde verleugnen auch nichts bringen oder?

0
@MissLucy1

Wenn sich der Dienstarzt von jeden Bewerber kommen lassen würde, dann wäre er nur noch dabei Akten zu wälzen.

Glaube dementsprechend nicht, dass er sich überhaupt die Akten kommen lässt.

0
@TheGrow

Muss man nicht eine Schweigepflichtsentbindung gegenüber dem Polizeiarzt ausstellen? Dann wir er doch meine Vorgeschichte 'lesen' können..

0
@MissLucy1

Hallo MissLucy1,

selbst wenn man die Schweigepflichtsentbindung unterschreibt, bedeutet dass nicht, dass sich der Polizeiarzt jede Akte kommen lässt, geschweige denn sich alles durchliest, was in den letzten Jahren alles eingetragen wurde.

Allenfalls, fordert er von Deinem Arzt eine Erklärung an, ob bei Dir aktuelle und vor allem chronische Erkrankungen vorliegen. Aber das ist in 2 Jahren wie Du schreibst doch gar nicht mehr der Fall.

Dein Hausarzt kann dementsprechend dann doch wahrheitsgemäß bestätigen, dass weder aktuelle, noch chronische Erkrankungen vorliegen.

Aber wie gesagt, ich denke nicht, dass überhaupt was angefordert wird, denn der Polizeiarzt untersucht Dich ja selbst akribisch.

Die Untersuchung beim Polizeiarzt ist schon sehr umfangreich und ist nicht mit einem Hausarztbesuch zu vergleichen.

Zu den Untersuchungen gehört z.B.:

  1. Ein Belastungs - EKG, meist auf dem Fahrrad unter hoher Belastung, ich glaube 20 Minuten Dauer

  2. Röntgen (Lunge)

  3. Sehtest

  4. Hörtest
  5. Lungenfunktionstest
  6. Einmal komplett (und komplett heißt auch komplett) vor dem Arzt ausziehen und abtasten & anschauen lassen (Deshalb fragte ich in meinem ersten Tread nach Narben durch den Suizidversuch

  7. Reaktionstest

  8. Koorditationsüberprüfung (z.B. 30 Sekunden mit geschlossenen Augen auf einen Bein stehen)

Dem schließt sich ein Gespräch mit dem Psychologen an, was im Grunde genommen ja auch eine ärztliche Untersuchung ist.

Und da die Untersuchungen im Grunde genommen jede kleinste Krankheit aufdecken, wird meist auf die Einholung von ärztlichen Unterlagen Deines Hausarztes verzichtet.

Und solange Du die nicht mit der Nase da drauf stößt, dass Du eine psychische Vorerkrankung hast oder eher gesagt gehabt hast, werden die es auch nicht mitbekommen.

Und ganz ehrlich, wenn Du es wirklich schaffst, die Behandlung in den nächsten Wochen abzuschließen und danach auch stabil ohne ärztliche / psychologische Hilfe bleibst, ist doch alles im grünen Bereich. Oder Andersrum, wenn Du es nicht schaffst stabil zu bleiben, laß die Finger vom Polizeiberuf, sonst gehst Du da dran kaputt.

Schöne Grüße
TheGrow

0
@MissLucy1

Man muss beim Polizeiarzt einen Bogen ausfüllen wo man hinschreiben muss was man für krankheiten schon hatte. Da ist auch die Frage ob man schoneinmal einen Suizidversuch begangen hat.

0
@Pollicia

Manchmal ist es besser die Wahrheit einfach .... sagen wir mal ganz ausversehlich zu vergessen.

Die Fragestellerin will sich bei der Polizei bewerben und nicht beim CIA oder KGB. So genau wird man bei der Polizei nun auch wieder nicht durchleuchtet.

Wenn die keine Anhaltspunkte für frühere Erkrankungen haben, werden die sie auch nicht herausfinden.

0
@TheGrow

Für Jemand der einen Suizid geplant hat ist das nicht der richtige Job denn die Belastungen vor allem der Psyche sind enorm hoch.

0
@HexHex44

Grundsätzlich hast Du zwar nicht ganz unrecht, aber es gibt Studien, dass im laufe des Lebens fast 2/3 aller Menschen schon einmal ernsthaft über den Suizid nachgedacht haben.

Und nicht jeder der mal ernsthaft drüber nachgedacht hat, ist sein ganzes Leben psychisch instabil.

Die Fragestellerin muss noch 2 Jahre zur Schule gehen, bis dahin kann sich viel viel ändern.

Ich denke also, in den nächsten 2 Jahren kann sich das, was die psychische Stabilität angeht noch viel ändern.

Ich glaube, wenn jeder der mal eine Lebenskriese gehabt hätte nicht Polizeidiensttauglich wäre, dann hätten wir keine Polizisten mehr

0

Auch von mir danke für die Antwort. Darf ich fragen, woher Du weißt, dass trotz einer derartigen Vorerkrankungen bei kompletter Heilung eine Chance auf Einstellung besteht? Gab es da Erfahrungen, bei denen es bei anderen Bewerbern geklappt hat? Oder weißt du, was in der PDV 300 steht und kannst es deshalb so sagen? Viele Grüße und vielen Dank.

0

Ehrlich gesagt, glaube ich deine Chancen sind dadurch eher gerring.

Es wird schwer soetwas zu verheimlichen und sobald sie es erfahren wirst du aussortiert. Polizist ist ein extrem stressiger Job... das kann ein labilerer Mensch eben nicht bewältigen.

Danke für deine Antwort! Nein, verheimlichen wäre für mich ein No-Go. Da bin ich lieber ehrlich und versuche es so.

0

Es gibt keine Möglichkeit für Dich eine Polizeilaufbahn einzuschlagen. Jegliche Therapie stände dem im Wege egal wie lange sie her ist und wie harmlos sie war.

Wann reicht eine ambulante Therapie und wann ist eine stationäre Therapie angebracht (Depression)?

Hallo, ich bin 12 Jahre alt und mein Leben bricht jeden Tag mehr in sich zusammen. Ich weine jeden Tag, bin total verzweifelt, schlafe nur noch sehr wenig und esse kaum noch etwas. Ich kann mich über nichts mehr freuen, bin total lustlos, verliere immer mehr Freunde, weil ich ich mich nicht mehr mit ihnen verabrede und verletzte meine Eltern, weil ich empfindlich auf Kritik reagiere. Ich komme dem Selbstmord jeden Tag näher. Ich habe das Gefühl, es in der Schule nicht mehr zu schaffen und bin deswegen schon oft einfach nicht hingegangen. Mir ist es irgendwie peinlich persönlich mit einem Psychologen oder so zu reden und meine Eltern und Freunde nehmen mich nicht ernst. Das ganze geht jetzt schon fast ein ganzes Jahr so, aber meine Eltern sagen es wäre eine ,,pubertäre Phase". Die eigentliche Frage: Wann reicht noch eine ambulante Therapie aus und wann braucht man eine stationäre Therapie? Brauche ich eine ambulante oder stationäre Therapie oder meint ihr das es wirklich nur eine ,,pubertäre Phase" ist?

Ich hoffe auf Antworten! Liebe Grüße sendet, zilli12

...zur Frage

stationäre Therapie bei schlaffen Schließmuskel

Hallo ist mir ein wenig unangenehm. Habe aber einen schwachen Schließmuskel im Analbereich der kaum noch Widerstand leistet. Es geht um den Inneren. Beckenbodengymnastik käme nicht in Betracht. Gibt es da so eine stationäre Therapie die die Krankenkasse auch bezahlt? Möchte mich nur informieren, falls es dazu kommt. Es gibt eine ambulante Therapie die wird aber von den Krankenkassen nicht bezahlt.Habe dazu auch keine Zeit.

...zur Frage

Wie kann man Sucht bekämpfen?

Muss ein Referat zum Thema Suchtbekämpfung schreiben...Welche Möglichkeiten gibt es da?Wenn ich bei google Suchtbekämpfung eingebe finde ich nix. Also man kann ambulante und stationäre Therapie machen.Was gibt es denn noch?Vielleicht kann ich die einzelnen Möglichkeiten googlen...

...zur Frage

Stationäre oder ambulante Therapie? (Ritzen)

Hallo, ich ritze mich wegen einigen Dingen und es war vor ein paar Tagen so weit gekommen, dass ich so viel Blut verlor, dass mir richtig schwindelig wurde. Ich muss mich jetzt entschieden zwischen einer stationären oder ambulanten Therapie. Was meint ihr würde besser helfen?

...zur Frage

Darf Polizei mich als beschuldigter mitnehmen trotz Anwalt?

Es klingelt an der Tür, die Polizei steht vor einem beschuldigt mich einer Straftat, dürfen die mich mitnehmen aufs Revier um mich zu befragen? Nicht zu vergessen Anwalt ist schon Informiert und hat schon eine Vollmacht, doch die Polizei ist darüber noch nicht informiert!

habe was vergessen zu erwähnen und zwar die Polizei war vor ca. knapp 4 Monaten schon einmal auf der suche nach mir. Hatte mit meinem damaligen Anwalt etwas Trouble und habe mich auch nicht auf dem Revier gemeldet. Jetzt suchten sie mich wieder auf mit Durchsuchungsbeschluss, ich war nicht vor Ort nur meine Mitbewohnerin wurde angetroffen!

Wenn sie mich mitnehmen dürfen, was denkt ihr wie läuft das dann ab?!

gruss

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?