Pflegepersonal (Krankenhaus) sexuell belästigen.. Echt jetzt?

8 Antworten

Du wirst solche Übergriffe überall dort finden, wo Kundenkontakt besteht.

Frag mal in der Gastronomie nach wie es dort zugeht. Frag mal Kassiererinnen wie viele dummen Sprüche sie anhören dürfen.

Ich habe mir ebenfalls schon einige Sachen anhören dürfen. Ein Kunde, der alt genug war um mein Großvater zu sein, verkündete mal, dass er heute Nacht zu mir kommt. Ein anderer ist zu der Privatadresse meiner Chefin, um dort meine private Handynummer zu erfragen. Als er sie dort nicht bekam, ließ er sich von einem Kollegen einen Rückruf ausrichten mit dem einzigen Zweck mich zum Essen einzuladen und das Gespräch war nach dem Nein nicht beendet.

Zwischen jemand, der das beruflich macht und einem Kunden/Patienten entsteht ein Machtgefälle. Man kann nicht einfach gehen, wenn sich da einer daneben benimmt und bei deutlichen Worten läuft man Gefahr, dass dem Chef das nicht gefällt.

Bis dato war nur die Rede von sexuell unerwünschten Verhalten, noch nicht von Beleidigungen oder Gewalt(Androhungen). Die gibt es auch noch.

Es gibt zwar immer saloppe Aussagen, dass man so etwas schon aushalten solle, aber ist es wirklich so, dass man von Männern nicht erwarten kann, dass sie sich zu benehmen wissen? Ich vermute du bist selbst ein Mann und wie du schreibst weißt du dich durchaus zu benehmen.

Eines aber kannst du in Zukunft machen. Wenn du so etwas miterlebst, dann sag etwas. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass Frauen, die dann mal Tacheles reden als „Zicke“ oder Schlimmeres abgestempelt werden. Auch im privaten Bereich.

Daher ist es immer gut von jemand anderen Rückendeckung zu bekommen.

Was ich mich frage, (wie) hast du reagiert als du das mitbekommen hast? Hast du Partei ergriffen für die Pflegerin oder einfach nur zugesehen? Wie steht es um deine Zivilcourage?

Idioten gibt es überall, vielleicht ist das eine Sexfantasie von diesen Männern? Gibt nicht umsonst Krankenschwesteroutfits in Sexshops zu kaufen.

Männer die Bedienung begrapschen gibt es auch in Kneipen. Jene Individuen finden sich wohl unwiderstehlich?

Ich halte es da mit meinem Lieblingszitat "Die Freiheit eines Menschen endet da, wo die eines anderen beginnt" Damit bin ich immer gut gefahren. Und wenn ich mitbekomme das jemand diese Grenzen bei einem anderen verletzt, dann reagiere ich auch.

Was du dort erlebst, ist ein kleiner Ausschnitt all dessen, was in der "MeToo"-Debatte gemeint war - die alltäglichen, kleinen Übergriffigkeiten, die man halt nicht direkt der Polizei meldet, wo jedes Strafverfahren sehr wahrscheinlich wegen Geringfügigkeit eingestellt werden würde und wo man als Frau, wenn man sich laut und deutlich zur Wehr setzt, primär sowas wie "Stell dich doch nicht so an" oder "Nun übertreib mal nicht" zu hören bekommt. Und das ist halt bei weitem nicht auf Pflegepersonal im Krankenhaus begrenzt, sondern eben wirklich alltäglich und weit verbreitet...

Als Frau bzw. Mädchen lernt man sehr früh, damit umzugehen - mit einem verschämten, unechten Lächeln oder Kichern, mit vorsichtigem Wegschieben der tatschenden Hände, mit Rausgehen aus der Situation - alles hübsch deeskalierend, zum Selbstschutz und weil man ja nicht als "hysterisch" gelten möchte...

Sehr wünschenswert und wahrscheinlich der beste Weg, um diesen Mist langfristig doch mal in den Griff zu bekommen, wäre es, wenn Männer wie du, die anscheinend noch über einen funktionierenden Moralkompass verfügen, ihre Geschlechtsgenossen in diesen Situationen auf ihr Verhalten ansprechen und ihnen deutlich machen würden, dass das halt mal absolut gar nicht geht. Denn auf andere Männer hören sie vielleicht eher, da lässt sich das nicht so leicht mit "Hysterie" abtun...

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Zum großen Teil gebe ich dir Recht. Allerdings fallen mir zwei Punkte ein, die etwas anderes aussagen:

  1. Vor wenigen Tagen gab es hier bei gf die Diskussion darüber, ob bei Miniröcken der Slip zu sehen sein darf oder nicht. Auch ich habe mich dazu geäußert und geschrieben, dass sich mein Mitleid über Übergriffe in Grenzen hält, wenn die Frauen sich durch ihre Kleidung gerade zu anbieten. Darauf hin wurde ich angemacht (in dem Glauben, ich wäre einer der Männer, der sich nicht unter Kontrolle hat), dass "wir" geilen Männer für die Übergriffe verantwortlich wären, nicht der Style der Frauen.
  2. Die MeToo Debatte hat in Amerika genau zum Gegenteil geführt: Aus Angst, Frauen könnten sich schon beim bloßen Blickkontakt belästigt fühlen, grenzt man sie aus, lässt sie bei Dienstreisen in der Firma, teilt mit Ihnen weder Büro noch Arbeitsplatz, stellt sie am liebsten erst gar nicht ein und vermeidet sogar Höflichkeiten. Verständlich, denn kein Mann weiß, ob sich eine Frau schon sexuell belästigt fühlt, wenn sie von einem Mann zu eineim Kaffee eingeladen wird, ein Kompliment für ihre hübsche Bluse bekommt oder ...

Es gibt auch beim med. Personal einige Damen, die mit einem schwarzen String unter einer weißen Hose oder ohne BH unter dem Kasak herum laufen. Ich denke, hier müssen beide Seiten Verantwortung übernehmen und nicht einseitig über Männer geurteilt werden, die sich tatsächlich auf ihre blöden Kommentare reduzieren.

(Ich bin weiblich)

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@Fragezeichen235

Nein. Einfach nein.

Egal was eine Frau trägt - und selbst wenn sie es tut, um damit auf bestimmte (!) Männer anziehend zu wirken - es ist und bleibt ihre Entscheidung, wann welcher Mann darauf wie reagieren darf. Jeder Mann, der sich da aufdrängt, der einfach mal davon ausgeht, dass jede Frau mit kurzem Rock genau ihn damit meint, handelt falsch und übergriffig. Keinem Mann bricht ein Zacken aus der Krone, wenn er erst dann mit dem Anfassen beginnt, nachdem er halt einfach mal nachgefragt hat, ob es okay ist. Und nein, das muss keineswegs unromantisch oder stimmungskillend sein, so eine kleine, kurze Nachfrage, ob die "Zeichen" richtig gedeutet wurden...

Zudem können mir Männer beim besten Willen nicht erzählen, dass sie so dermaßen empathiebefreit sind, dass sie nicht merken, wenn eine Frau keinen Bock auf sie hat. Sie müssten sich einfach nur mal wirklich von solchen überholten Ansichten frei machen wie dass eine Frau eigentlich ja meint, wenn sie nein sagt, dass jede Frau, die erst mal ablehnt, ja eigentlich nur erobert werden will und dass Frauen asexuelle Wesen sind, die alles in dem Bereich nur dem Mann zuliebe mitmachen. Dass all das Unfug ist, ist inzwischen doch für jeden zugänglich ausreichend besprochen worden. Und wenn es tatsächlich noch Frauen gibt, die diese Spiele wirklich spielen - tja, Pech gehabt, müssen die halt genau so umdenken, lernen und zukünftig halt dann mal direkter sagen, wenn sie halt doch wollen, wenn tatsächlich auch die letzten Höhlenmensch-Männer das Umdenken hinbekommen haben!

Ach, und das Ausgrenzen von Frauen in den USA ist halt genau deswegen auch schlichtweg Unfug, den sich die Damenwelt hoffentlich nicht lange bieten lässt.

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@HappyMe1984

Die Damenwelt muss sich diesen "Unfug" so lange gefallen lassen bis sie begreifen, dass sie eine Eigenverantwortung haben. Das Ergebnis von MeToo ist selbstgemachtes Elend- genau wie verbale Attacken auf schwarze Strings unter weißer Berufskleidung. So etwas gehört- wenn überhaupt- in die Freizeit und nicht an den Arbeitsplatz. Wenn ich sexuelle Reize aussende, darf ich mich nicht beschweren, wenn sie auch empfangen und beantwortet werden. Das ist die Natur eines Reaktionskreises.

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@Fragezeichen235

Gerade wenn du weiblich bist, solltest du doch wissen, dass diese ganze Problematik in der Realität herzlich wenig mit "schwarzen Strings unter weißer Berufskleidung" zu tun hat.

Übergriffige Typen begreifen auch den schwarzen Rollkragenpullover als "sexuellen Reiz", weil man da ja immer noch erkennt, dass ein weiblicher Körper drunter steckt. Übergriffigkeit hat rein gar nichts mit irgendwelcher Kleidung oder irgendwelchen Handlungen des "Opfers" zu tun. Viel eher geht es dabei um Machtdemonstrationen und eine mangelnde Einsicht, dass Frauen Menschen sind, die ein Recht auf körperliche Selbstbestimmung haben und nicht dem Spaß des Mannes dienen.

Sei doch mal solidarisch mit anderen Frauen und schaff den Typen, die es nicht kapieren wollen, nicht noch mehr Auswege und Schlupflöcher, so von wegen "Na, wenn die Frau sich halt aufreizend anzieht, ist sie ja selbst schuld!"!

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@HappyMe1984

Ich bin nicht unsolidarisch. Ich weiß aber, dass jeder Mensch ein gewisses Maß an Eigenverantwortlichkeit hat. Solange Frauen diese Eigenverantwortung nicht übernehmen, stelle ich mich auch nicht schützend für Opfer von verbalen Attacken oder Gegrabsche.

Es hat sehr wohl etwas mit Kleidung zu tun, sonst gäbe es keine sexy Outfits. Nicht umsonst ist muslimische Kleidung derart unschön.

Bsp?: Es gibt in vielen Krankenhäusern Kasaks, die einen überlappenden Halsausschnitt haben. Ich kann mir dessen bewusst sein als Frau und entsprechend etwas drunter ziehen, denn ab und an wird eine Krankenschwester auch mal jemandem die Schuhe oder Strümpfe anziehen. Hat sie nichts drunter, hat der Patient einen wunderbaren Einblick und sie muss sich vllt. fragen lassen, ob sie ein B- oder C- Körbchen trägt. Einige Schwestern kleben sich einen Pflasterstreifen über diesen Ausschnitt, weil sie eben ganu das nicht wollen.

Nächstes Beispiel: Manche Oberteile haben enorm weiter, kurze Ärmel. Auch da kannste quer durch gucken. Jede Frau hat die Möglichkeit, sich entsprechend etwas drunter zu ziehen oder es bei nackten Tatsachen zu belassen. Je nach Geschmack.

Wenn man die Eigenverantwortung ablehnt, kann man besser auf die bösen Männer schimpfen, befindet sich in der Opferrolle, ist damit in der schwächeren Position und erschöpft sich im jammern und schimpfen. Will Frau das?

Ich nicht! Ich habe gelernt, mit dieser Eigenverantwortung umzugehen und mich gegen die zur Wehr zu setzen, die meine persönliche Grenze überschreiten. Und ich habe jeden Patienten rausgeschmissen, der meine Mitarbeiterinnen angemacht hat. Allerdings trugen meine Mädels auch nie unpassende Kleidung.

FZ

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@Fragezeichen235

Aber wo ziehst du denn dann die Grenze? Ist der schwarze, figurbetonte Rollkragenpullover ein aufreizendes Kleidungsstück, weil man darin halt sieht, dass die Frau Brüste hat? Ist der Ausschnitt, der oberhalb des Brustansatzes endet, aber halt trotzdem die Fantasie anregen kann, bereits zu tief? Ist das Etuikleid, was ja durchaus Bein und Figur zeigt, aber dennoch zu den klassischen Businessoutfits im Büro zählt, zu sexy? Wie sexy darf es sein, damit Frau nicht selbst schuld ist in deinen Augen? Wie weit sollen und müssen wir gehen, um unserer vermeintlichen Eigenverantwortung gerecht zu werden?

Und warum traust du Männern nicht zu, ausreichend Impulskontrolle zu entwickeln, um auch beim Anblick eines tieferen Ausschnitts nicht trotzdem noch Hände und Zunge unter Kontrolle zu behalten? Wieso sollen Frauen immer und ständig darauf achten, was sie tun, anziehen, sagen, während du es einfach als gegeben hinnimmst, dass Männer halt irgendwie nicht anders können?

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@HappyMe1984

Dass Männer "nicht anders können" habe ich nirgends behauptet. Es gibt eine Menge Männer, die wissen, was sich gehört. Der FS ist ein Beispiel dafür. Ich habe ein solches Exemplar vor vielen Jahren geheiratet.

Vielmehr habe ich etwas von Eigenverantwortlichkeit geschrieben und das auch tatsächlich so gemeint.

Das von dir genannte Business- Outfit ist für mich persönlich ein guter Maßstab. Blusen sind dabei nie weiter als bis zum 2 Knopf offen. Etuikleider enden oberhalb des Knies und sind damit nicht so kurz, wie es neulich bei der Minirock- Diskussion anklang (dass man den Slip sieht). Zudem haben Etuikleider, die dem Business- Dresscode entsprechen, einen dezenten Ausschnitt. Er endet nie weiter unten als 10 cm unterhalb des Schlüsselbeins.

Auch im Freizeitbereich gilt, dass ein Kleid entweder Mini (mit kurzem Rockteil, also weit über dem Knie) ODER einen tiefen Ausschnitt haben sollte. Beides kombiniert wirkt zu freizügig. (Das ist keine Erfindung von mir sondern eine hier übliche Norm, wenn es um Kleiderordnungen geht.)

Für welchen Style sich eine Frau entscheidet, ist ihre Sache. WEnn sie sich allerdings für "Guck-mal-was-ich-habe- und-wie-sexy-mein-Hintern-ist" entscheidet, sollte sie auch zufrieden sein, wenn die Zielgruppe diese Aussage auch versteht und entsprechend reagiert. Sich dann in die Opferrolle zurück zu ziehen ist naiv und verantwortungslos.

Ein Opfer ist eine Frau nur dann, wenn sie von sich aus nichts provoziert hat, sondern sich der Situation und der Norm entsprechend gekleidet und verhalten hat.

Ich habe ein solches Opfer in der Familie und habe mir zum Ziel gesetzt, alles zu tun, damit die Gesetzgebung geändert wird und sexuelle Übergriffe endlich bestraft werden. Das bedeutet NICHT, dass Frauen künftig oben ohne herumlaufen dürfen und dann alle verklagen sollen, die hingucken. Das bedeutet aber auch nicht, dass wir Grabschern mal mit dem Zeigefinger drohen und dann wieder laufen lassen- so wie es nach der Silversternacht in Köln hunderte Male geschehen ist.

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