Pflegekind aufnehmen?

4 Antworten

Vor 22 Jahren entschloss ich mich Pflegemutter zu werden. Erst als Kurzzeitpflege, jetzt in Dauerpflege. Ich hatte bisher schon 25 Kinder bei uns. Selbstverständlich nicht gleichzeitig, sondern über die Jahre verteilt. Ein Kind, das man seinen Eltern entzieht, ist meist sehr verstört, da nie leichtfertigt mit dem Recht der Eltern umgegangen wird. Ein Geschwisterchen für die Tochter ist über eine Pflegestelle also recht unrealistisch. Es ist eher ein schwerer Job für die Pflegemutter. In Dauerpflege werden Kinder untergebracht, deren Eltern aller Wahrscheinlichkeit nach nie wieder in der Lage sein werden ihre Kinder selbst zu erziehen. Das setzt eine extrem belastende Kindheit voraus. Somit ist der Alltag die ersten Monate, gelinde gesagt, sehr anstrengend. Dazu kommt, dass es erst eine ganze Weile dauern kann bis man ein Pflegekind bekommt. Es muss ein "Pflegeelternkurs" abgeschlossen werden. Um so mehr "Ansprüche" man stellt, desto selterner passt ein Kind in die Familie. Wenn man kein Kind mit Behinderung aufnehmen möchte, oder häufige Besuchskontakte scheut, wenn das Kind ein gewisses Alter haben soll, oder nicht von dogenabhängigen Eltern abstammen darf und und und. All diese Ausschlusspunkte vermindern die Chance auf eine schnelle Aufnahme. Ältere Kinder sind, ich muss es so ausdrücken, nicht so begehrt. Dort ist der Bedarf an aufnahmewilligen Eltern größer. Das Jugendamt berät willige Pflegeeltern gern und ausführlich und wenn die erste schwierige Zeit einmal überstanden ist, kann es mit einem Pflegekind wunderschön werden. Unser schwerbehinderter Pflegesohn ist zwar superanstrengend, liebt uns aber abgöttisch und zahlt somit die Mühe in grosser Münze wieder zurück. Ich wünsche Euch Beiden viel Erfolg bei Eurem Vorhaben und die Kraft durchzuhalten bis zum Tag, an dem man sich das Leben ohne den "Neuzugang" nicht mehr vorstellen kann.

Liebe Grüße

Hallo, ich bin seit 12 Jahren Pflegemutter. Bei uns hier ist es so, dass man, bevor man ein Pflegekind aufnehnen kann einen Vorbereitungskurs zur "Aufnahme eines fremden Kindes" abschließen muss. Tiere dürfen in der Familie wohnen und man kann auch als Aleinerziehende ein Kind aufnehmen.Nur einige Ansprüche, die Sie hier stellen sind unrealistisch.Pflegekinder haben immer leibliche Eltern und mit denen muss man sich arangieren weil die Kinder in den meisten Fällen Kontakt zu ihren leiblichen Eltern haben.Und Ihr solltet nicht mit dem Gedanken "Richtige Schwester oder Richtige Mutter" an diese Sache rangehen. Es gibt eine "abgebende Familie" und eine "aufnehmende Familie".Und die leibliche Familie wird immer Bestandteil eines Pflegekindes sein, in welcher Form ist unterschiedlich. Damit muss man leben als Pflegefamilie. Wenn man das nicht kann, sollte man die Finger davon lassen. Aber am besten geht Ihr mal zu Eurem Örtlichen Jugentamt und lasst Euch beraten. Viele Grüße

Hallo Missy,

wende dich doch mal an das Jugendamt deiner Stadt/Gemeinde. Dieses wird dir alle Fragen vollumfänglich beantworten.

Bei Pflegekindern gibt es ja verschiedene Varianten, ob man sich da generell zur Verfügung stellt oder nur für gewissen Kinder, wird dir auch das Jugendamt sagen können.

Willst du dich erst mal vorsichtig umschauen bzw. durchlesen, was so alles gefordert wird, gib mal die Worte "Pflegekind aufnehmen" bei metager.de ein. Dort kommen einige sehr gute Ergebnisse. Unter anderem kannst du nachlesen, was an Anforderungen gestellt wird. Daß du eine Einzelperson bist, ist übrigens kein Problem :-)

Wichtig ist nur: Ein Pflegekind ist eigentlich nur vorrübergehend aus der ihm eigenen Familiensituation raus. Die leiblichen Eltern erhalten auch durchaus das Recht, ihr Kind zu besuchen. Natürlich gibt es auch Dauerpflege in Fällen, in denen abzusehen ist, daß eine Familie nie wieder in der Lage sein wird, das Kind zurückzubekommen.

Wie gesagt, ein Gespräch mit dem Jugendamt bringt schnell Klarheit.

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