Pferdesachen selbst gemacht

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Mit ein wenig Übung kann man so gut wie alles selbst machen. Flechtschnur (z.B. PP-Seil, gibt es in zig Farben und Stärken) kaufen und los gehts :-). Ich mache Knotenhalfter, Trensen, Sidepulls, Zügel (flach und rund geflochten), Führstricke, Stirnbänder (mit keltischen Knoten z.B.) usw. Anleitungen gibt es im Internet genug, einfach nach Flechttechniken suchen, z.B. rund flechten mit 6-8 Strängen, schon hat man eine super Anleitung für einen bunten Führstrick oder ein paar dicke runde Zügel Marke Western. Wenn man, anstatt einem Karabiner, eine Schlaufe einflechtet, kann man das Teil dann auch noch für mehrere Zwecke nehmen, als Arbeitsstrick für Knotenhalfter ohne Karabiner (keine Schwachstelle, sehr stabil!), als Zügel (vorausgesetzt man hat 2 gleiche, dann kann man die Schlaufe in den Gebissring/Sidepullring fädeln), Karabiner einfädeln, schon hat man einen normalen Führstrick fürs Stallhalfter, wenn man 2 mal durch die Schlaufe fädelt (schlecht zu erklären, ich hoffe es ist verständlich) hat man eine Art "Notfallhalfter" womit man ein Pferd von der Weide holen kann. Oder man fädelt einfach nur das Ende durch und hat einen Halsring, oder oder oder. Wenns nicht nur praktisch sondern persönlich sein soll, kannst du ja ein Stirnband mit keltischem Knoten machen (Bildanleitung im Internet, einfach Keltischer Knoten Anleitung) oder du machst nur den Knoten und nähst diesen dann als Schmuck auf eine Schabracke. Müslikekse backen, die Reitlehrerin UND Pferd schmecken ;-). Oder eine "1. Hilfe Box" für den Stall, mit witzigen/nützlichen Sachen, Beruhigungstee wenn die Reitstunde stressig war, Schoki, ebenfalls zur Nervenberuhigung, hübsche Tasse für den Tee, Schal, Handcreme, was dir halt so einfällt, schickes Kistchen (kannst du ja noch zusätzlich verzieren) und fertig. Ist persönlich und man kann es immer wieder auffüllen. Vielleicht ist ja was dabei.

Führstrick mit Schlaufe - (Geschenk, Pferd, Ideen) Keltischer Knoten - (Geschenk, Pferd, Ideen)

Etwas Selbstgemachtes zu verschenken findeich sehr gut. Ich würde jedoch ein schönes Halfter basteln. Entweder kaufst Du ein einfaches Gurthalfter und verzierst es mit Straßsteinen oder Conchas, kannst den Namen des Pferdesuf den Nasenriemen aufbringen, oder Du unterliegst es mit Fleecestoff, wenn Du eine Nähmaschine besitzt. Das ist persönlicher als ein Führstrick..,,

Ich hab das selber machen aufgegben. Möcht klar jeder mal probieren, der ein bisschen handwerklich geschickt ist, aber die Sachen sollten ja doch bestimmte Eigenschaften haben, die eben durch ihr Material sehr beeinflusst werden und da stößt man an Grenzen. Ein Knotenhalfter, das nicht die richtigen Materialeigenschaften besitzt, kann man im Prinzip nur als Deko zuhause einsetzen. Auch das Bodenarbeitsseil ist Unsinn, wenn es nicht ein entsprechendes Schwingungsverhalten hat, dass bei ruhiger Hand sofort jegliche Schwingung stopp, bei gezieltem Schwingen aber genau das am Pferd ankommt, was ihm was sagt ... und dann ist es doch schade um die Arbeit, wenn man das nicht 100% hinbekommt, weshalb ich mich davon verabschiedet habe.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Durchgenend Pferdeerfahrung seit 1981

Und welches fertig gekaufte Bodenarbeitsseil ist dann besser als ein selbst gemachtes? Gute Seile gibt es in so ziemlich jedem Baumarkt, wenn man nicht eine bestimmte Farbe haben möchte. WENN man eine bestimmte Farbe haben möchte, gibt es zig Internetshops für Segel-/Seilbedarf, wo man eine riesen Auswahl an Materialien (hochwertig!) und Farben hat. Bei dem Zeug was es teilweise im Handel fertig zu kaufen gibt würde ich mir viel eher Gedanken über Stabilität, Qualität und Schadstoffe machen, als wenn ich mit vernünftigem Ausgangsmaterial etwas selbst mache, zu einem Bruchteil des Preises von so manch Markenprodukt. Und grade bei Knotenhalftern ist es so wichtig, dass die Teile vernünftig sitzen. Ich knote meine direkt im Stall passgenau am Pferd, ist überhaupt nicht schwer, wenn man einmal die Knoten gelernt hat, dauert keine 20 Minuten und hält, und hält und hält...

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@mesta8580

Die einzigen in Deutschland erhältlichen, die das Schwingungsverhalten haben, mit dem man arbeiten kann, sind die von der Seilierei Brockamp speziell für das Horsemanship entwickelten. Dicke, Flechtart und spezifisches Gewicht der Seele sind genauso drauf optimiert wie die Eigenschaften der Umwicklung.

Knotenhalfter taugen ebenfalls nur die von Brockamp, die man selbstverständlich in Maßanfertigung bekommt. Dieses Grundmaterial kann man tatsächlich als Segelzubehör kaufen, doch landet man mit dem Materialpreis bei einem Meterpreis von 15 Euro bereits über dem Preis eines fertigen für 25 Euro von Brockamp. Da die eine ursprünglich im Segelsport beheimatete Seilerei sind, können sie die Halfter eben so günstig abgeben. Genauso ist es beim Bodenarbeitsseil: Kaufe 4 Meter von dem Seil plus einen Karabiner und Du hast mehr ausgegeben als für das komplett "montierte" Seil.

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@Baroque

Öhm, deutschlandweit gibt es nur EIN Seil, von EINER Seilerei, die für Horsemanshipseile taugt? Nee, stimmt nicht. 1. Wenn man kein Timing und Pferdeverständnis hat, kann man Seile für 50 Euro den Meter kaufen und es klappt trotzdem nicht. 2. Jeder ist anders und kommt mit anderen Materialien besser zurecht. 3. Wer gibt bitte 25 Euro pro Meter für das Seil eines Knotenhalfters/Stricks aus? Was soll das denn bitte für eine Stärke/Material sein? 4. Karabiner sind unnötig, da eine selbst verursachte Schwachstelle. Was nützt dir das beste Seil für Strick und Halfter, wenn der Karabiner reißt? Richtige Knotentechnik und das Wissen wie man die Hilfsmittel einsetzt ist wichtiger. 5. Auch mein** natürlich bei weitem nicht so gutes Seil** hält sich an die gängigen Gesetze der Flieh- und Schwerkräfte... 6. Wo gibt es die unabhängige wissenschaftliche Studie, die besagt, dass NUR diese Seile die perfekten Eigenschaften für das Horsemanship haben? Und welche messwerte gelten denn bitte als perfekt?

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@mesta8580

Oh, noch nie Bodenarbeit gemacht?

Schon davon gehört, dass man ein Seil braucht, das SOFORT ruhig wird, wenn man aufhört, die Hand zu bewegen? Denn das ist die Reaktion auf eine korrekte Ausrführung des Pferdes, also wenn ich mit beispielsweise bisschen Schütteln des Seils vor dem Pferd möchte, dass es rückwärts geht, brauche ich natürlich die Reaktionsstärke SOFORT damit aufzuhören, wenn das Tier auch nur zum Rückwärts treten ansetzt, ihm damit sagen, ok, meine Hilfe hört auf, weil Du das machst, was ich möchte. Wenn das Seil da weiter schwingt, wie soll ich es jemals schaffen, dass mein Pferd nur schrittweise rückwärts geht und exakt so weit, wie ich möchte. Damit produziert man Rückwärtsrenner. Und nur die Seele in dieser Qualität mit der Umwicklung in dieser Qualität macht es möglich. Mir kam noch kein zweites, entsprechendes Seil in die Hände. Und ich kenne viele, die davon leben, Horsemanshipkurse zu halten und auch die haben noch kein zweites, passendes Seil gesehen. Brockamp hat dieses in Zusammenarbeit mit Pat Parelli in zahllosen Tests entwickelt.

Und der Karabiner als Schwachstelle? Äh, ja, bevor ein Messing-Dreh-Kipp-Karabiner, wie er im Horsemanship eingesetzt wird, kaputt geht, hat sich das Pferd die Halswirbelsäule völlig ruiniert, weshalb eine solche Kraft keinesfalls jemals auf das Seil kommen sollte. Wer also ein Seil nicht mit Karabiner ausstattet, weil dieser kaputt gehen könnte, riskiert das Leben seines Pferdes - Prost Mahlzeit! Der schwere Dreh-Kipp-Karabiner ist Teil der Signaleigenschaften, die ein gutes Horsemanshipseil haben muss, damit die Hilfengebung absolut exakt sein kann.

Wer natürlich einfach nur schwammig am Pferd rumzerren will, kann das an jedem Seil darf sich dann aber bitte auch nicht beklagen, dass er keine gesundheitsfördernde Wirkung hervorrufen kann, denn dafür muss ich während mein Pferd sein Bein setzt, mit mehr Bewegung sagen "komm, mach mehr" und mit weniger "nein, reicht schon, kannst absetzen". Wenn ich das nicht mache oder mein Seil ewig später erst macht, was es soll, wird im Travers das Pferdebein irgendwohin gehen und nicht da hin, wo es biomechanisch gesund wäre.

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@Baroque

Ja, bin durchaus mit Horsemanship vertraut, auch mit einigen Jährchen Erfahrung, nix bissle Seilschwingen und dann läuft das. Wenn mein Seil schwingen soll, dann tut es das, wenn nicht, dann nicht, komisch, funktioniert? Erzähl das mit dem Karabiner mal den Leuten vom Nachbarstall, das Pferd hat mehrere davon zertrümmert... Und ein Karabiner ist nicht nur eine Schwachstelle, sondern, da du ja auch so auf pferdefreundliches Ausgangsmaterial aus bist wie ich, auch eine prima Möglichkeit dem Pferd das Teil richtig schmerzhaft an die Nase zu knallen. Es soll ja auch noch Leute geben, die Horsemanship noch lernen müssen und vielleicht noch Fehler machen. Und es soll Pferde geben, die sich trotz Seil und Halfter mal schütteln... Aha, da ist er, Pat Parelli, natürlich ist nur der ein wahrer Horseman muhaha Genau wie Monty Roberts, oder? Die bezeichne ich eher als gute Geschäftsmänner, denn, man muss ja erst carrot stick, 50 Euro Halfter und Co. kaufen, damit das Horsemanship funktioniert... Ein richtiger Horseman "spricht" mit dem Pferd wie es ein Pferd am besten versteht, mit dem Körper, Seil muss eine vernünftige Qualität haben, das ist richtig, aber es gibt nicht nur das eine superperfekte und alles andere ist Müll... Meine Hilfen sind übrigens auch ohne alles exakt. Wieso hört mein Pferd auch auf mich, wenn ich keine Hilfsmittel dabei habe? Mein Seil hängt ruhig durch, wenn ich mein Pferd zurückschicke, um mich rumschicke, etc. warum? Weil ich ihn mit meinem Körper leite. Und nochmal, JEDES Seil hält sich an die gängigen Naturgesetze und es gibt immer mehr als eine Möglichkeit im Leben. Ist doch ok, wenn du nur mit diesem Teil zurecht kommst, es wird auch noch genug andere geben, die das glauben, so machen Roberts, Parelli und wie sie alle heißen doch ihr Geld. Solange man nicht denkt (und ja, da gibt es genug!) wenn ich das Zeug kaufe, funktioniert mein Pferd automatisch und man versucht möglichst pferdegerecht zu arbeiten ist es doch egal womit man das erreicht. Von mir aus kann jetzt der nächste kommen und sagen, nur mit den 150 Euro Seil mit echter Goldeinlage ist Horsemanship möglich, solange derjenige den richtigen Einsatz des Seils erklärt, super! Darauf kommts an, aber ich wiederhole mich und wie ich sehe hat das genau gar keinen Sinn ;-).

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@mesta8580

Ich persönlich halte nichts von dem Sektenmarketing des Pat Parelli, aber seine Lehre funktioniert auch mit Menschen, die nicht das Talent mitbringen, das viele andere haben, wohingegen Monty Roberts für mich schon tierschutzrelevant ist. Und ich kann auch ganz ohne Seil etc. kommunizieren, aber bis da hin ist es ein weiter Weg und der wird schwerer für jemanden, der sich ohnehin nicht so leicht tut, wenn das Glump nachschwingt und das tut leider ein nicht ausgewogenes Seil ... und so die meisten "Supermarktseile". Es ist leider viel zu viel Billigmüll auf dem Markt. Dass Parelli an der Entwicklung des Materials beteiligt war, macht es nicht per se schlecht.

Ein Messingkarabiner bricht übrigens nicht spröde, rostet nicht, sondern verzieht sich bei bestimmter Kraft ... und deswegen gehören für mich Beschläge aus anderen Materialen vom Markt genommen, weil genau die Leute das andere Glump kaufen, die nicht einschätzen können, welche Gefahr davon ausgeht und auch noch Gefahrensituationen provozieren ... aber ein solcher Kraftaufwand, dass ein Karabiner bricht, sollte dennoch keinem Anfänger passieren. Ich habe noch nie die Probleme bei Pferdebesitzern, die was können, gesehen, sondern problematisch ist es immer bei Pferden, die Menschen gehören, die zu großen Unsicherheiten oder großer Überheblichkeit neigen. Diese Pferde sind dann leider auch für den Fachmann erstmal nicht ganz leicht zu handeln. Hier ist dann wieder der Ansatz, gleich den Anfänger ordentlich auszubilden interessanter als der, die Glumpkarabiner zu verstecken.

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@Baroque

Siehst du, wir sind doch grundsätzlich der gleichen Meinung. Ich habe nichts gegen Pat Parelli, seine Methode funktioniert bei vielen, ich habe nur was gegen dieses elende, kaufe dieses, dann klappt jenes. Monty Roberts ist für mich das schlimmste Martyrium was einem Pferd passieren kann, noch dazu erläutert er NIE seine Methode, wäre auch schlimm, wenn die Leute wüssten welchen Psychoterror sie ihren Pferden damit aussetzen, würden ihm viele wohl nicht mehr so blind nachlaufen. Aber der gute Mann ist halt ein Entertainer vor dem Herrn... Ich bin auch gegen Supermarkt"qualität", aber ein gutes, qualitativ hochwertiges Seil ist in Deutschland wirklich nicht nur bei einem Handel zu bekommen. Und für wirkliches Horsemanship braucht es eben Erfahrung, ein gutes Auge und Zeit. Und einen guten Lehrer. Ich hab den besten bei mir am Stall....mein Pferd!

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@mesta8580

Monty Roberts an sich mag ich nicht unbedingt, besonders dieser Boom des Join Ups hat seinem Charakter nicht gut getan. Das Join Up selbst finde ich allerdings gut, es ist den natürlichen Methoden von Pferden untereinander entsprungen. Das hat Monty Roberts nicht erfunden sondern nur vermarktet...

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@Milozo

Naja, das, was ich bisher von Monty gelesen und in Interviews gesehen habe, benimmt er sich nicht grade wie ein Herdenführer. Der würde das rangniedrigere Tier mit einer einzigen, zielgerichteten Geste zurückweisen, was eher den Horsemanshipprinzip entspricht. Hat die Geste keinen Erfolg, verstärkt das ranghöhere Tier diese. Es treibt nicht erst das rangniedrige Tier rum. Ein wirklich führungsstarkes Tier hat das in keiner Weise nötig. Nur möchtegern-Emporkömmlinge verhalten sich in der Herde so, werden aber niemals richtig ernst genommen und bekommen das bei nächster Gelegenheit zurück. Das hat der gute Mann leider völlig verwechselt bzw. ich nehme schon an, dass er weiß, was er tut - weshalb er die Dinge immer von seinen Lakaien umsetzen lässt und nett in die Kamera grinst, während hinter ihm jemand mit hohem Risiko den medienwirksameren Emporkömmling spielt. Nur Gesten, wie es im Horsemanship üblicherweise läuft, wären einfach nicht so spektakulär, wie er es für sein Marketing gerne hätte. Schade, dass so viele drauf rein fallen.

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@Baroque

DEINE GEDULD möchte ich manchmal haben... beim beantworten... beim pferd ist sie grenzenlos... :-))

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Ich hab meinem Pferd erst Zügel selber gemacht geht ganz einfach genauso wie ein Führstrick. Meine Zügel galten sehr gut und beim Führstrick kannst du in der Länge variieren. Also wenn du nen längeren oder kürzeren willst kannst du machen wie du willst du musst mir genug Schnur zum flechten haben. Oder mach nen Halsring. Einen Strick Flechten die Enden zusammenknoten und fertig.

Danke :D

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Ja, das wär eine coole Idee kannst. Ein Führstrick aus Paracord. Man kann sowas auch mehrfarbig machen (soweit ich weiß maximal 3 Farben) oder ein Knotenhalfter, währen vielleicht was Passendes.

Wenn du bei Youtube nach Hundeleine Paracord fragst hast du Tutorials zur Knüpftechnik. Länge müßtest du halt für Pferd anpassen. Es gibt auch Dogtags mit 2 Löchern, die kann man mit reinknüpfen und hat so auch gleich ein Namensschild mit dran...

Danke:)

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