Petrus am Himmelstor, welche passage in der Bibel Seite, Buch, Absatz etc.

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Matthäus 16:18,19=" Auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Versammlung bauen, und die Tore des Hạdes werden sie nicht überwältigen. 19 Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist.“ 

Jesus sprach ebenfalls von Schlüsseln, als er zu den gesetzeskundigen geistlichen Führern sagte: „Ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen; ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die Hineingehenden habt ihr gehindert!“ (Luk 11:52). Ein Vergleich dieses Textes mit Matthäus 23:13 zeigt, daß mit dem „Hineingehen“ der Eingang in das „Königreich der Himmel“ gemeint ist. Daraus, daß Jesus Petrus gegenüber das Wort „Schlüssel“ gebrauchte, ist zu entnehmen, daß Petrus das Vorrecht haben würde, ein Unterweisungsprogramm einzuführen, durch das besondere Gelegenheiten in Verbindung mit dem Königreich der Himmel erschlossen werden würden. Im Gegensatz zu den heuchlerischen geistlichen Führern der damaligen Zeit benutzte Petrus die ihm von Gott verliehene Erkenntnis offensichtlich, um Menschen zu helfen, ‘in das Königreich hineinzugehen’, und es gilt zu beachten, daß er dies bei drei Gelegenheiten tat. Einmal war es zu Pfingsten 33 u. Z., als Petrus unter Inspiration einer versammelten Volksmenge zeigte, daß Jehova Gott Jesus auferweckt und ihn im Himmel zu seiner Rechten erhöht hatte und daß Jesus in dieser königlichen Stellung auf seine Jünger, die zusammengekommen waren, den heiligen Geist ausgegossen hatte. Aufgrund dieser Erkenntnis kamen 3 000 Juden (und jüdische Bekehrte) der Aufforderung des Petrus nach: „Bereut, und jeder von euch lasse sich im Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, und ihr werdet als freie Gabe den heiligen Geist empfangen“; dadurch unternahmen sie die Schritte, die notwendig waren, um voraussichtliche Mitglieder des „Königreiches der Himmel“ zu werden. Später folgten weitere Juden ihrem Beispiel (Apg 2:1-41). Beim zweiten Mal wurden Petrus und Johannes zu den Samaritern gesandt, die, obwohl getauft, noch nicht den heiligen Geist empfangen hatten. Aber die beiden Apostel „beteten für sie“, „legten . . . ihnen die Hände auf“, und die Samariter empfingen heiligen Geist (Apg 8:14-17). Das dritte Mal wurde Petrus auf besondere Weise dazu gebraucht, Personen Vorrechte als Königreichserben zu erschließen, als er in das Haus des nichtjüdischen Kornelius, eines italischen Zenturios, geschickt wurde. Durch eine göttliche Offenbarung erkannte Petrus, daß Gott im Hinblick auf die Juden und die Nichtjuden unparteiisch ist, und machte deutlich, daß die Menschen aus den Nationen, die Gott fürchten und Gerechtigkeit wirken, für Gott genauso annehmbar sind wie die Juden. Während Petrus seinen nichtjüdischen Zuhörern diesen Gedanken erklärte, wurde auf sie die himmlische Gabe des heiligen Geistes ausgegossen, und durch ein Wunder konnten sie in Zungen reden. Danach ließen sie sich taufen, und sie wurden die ersten voraussichtlichen Mitglieder des „Königreiches der Himmel“ aus den Nichtjuden. Die Tür, die aufgeschlossen worden war, um den gläubigen Nichtjuden die Gelegenheit zu geben, Glieder der Christenversammlung zu werden, blieb danach offen (Apg 10:1-48; 15:7-9). Grammatisch gesehen, ist folgende Wiedergabe von Matthäus 16:19 korrekt: „Was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist [oder: schon gebunden ist], und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist [oder: schon gelöst ist].“ In der Übersetzung von C. B. Williams heißt es an dieser Stelle: „Was immer du auf der Erde verbietest, soll das sein, was im Himmel bereits verboten ist, und was immer du auf der Erde erlaubst, soll das sein, was bereits im Himmel erlaubt ist.“ Die wörtliche Übersetzung des Gräzisten Robert Young lautet: „Was immer du auf der Erde binden magst, wird in den Himmeln gebunden worden sein, und was immer du auf der Erde lösen magst, soll in den Himmeln gelöst worden sein.“ Aus anderen Texten geht deutlich hervor, daß Jesus nach seiner Auferstehung das einzig wahre Haupt der Christenversammlung blieb. Daher wollte er mit seiner Verheißung bestimmt nicht sagen, Petrus werde dem Himmel vorschreiben, was gelöst oder nicht gelöst werden sollte. Statt dessen sollte er als Werkzeug des Himmels dienen, um gewisse bereits beschlossene Dinge zu erschließen oder zu lösen (1Ko 11:3; Eph 4:15, 16; 5:23; Kol 2:8-10).

Mt 16 beschreibt, daß Jesus sagt, Petrus die Schlüssel zum Himmelreich übergeben zu wollen. Das wurde ja schon von den anderen Antwortern gepostet. Der Irrtum, daß Petrus am Himmelstor stünde und quasi der Pförtner sei, hat seinen Ursprung in der Kirchenkunst, Malerei und Bildhauerei. Da die meisten Kirchenbesucher in früheren Zeiten nicht lesen konnten und auch die Bibel noch nicht übersetzt war, malte man Bilder der wichtigsten Geschichten in die Kirchen und stellte Statuen mit entsprechenden Attributen auf. Kirchenbesucher "lasen" diese Darstellungen und erinnerten sich an den Inhalt - oft Grundlage für fromme Legenden. Petrus wurde dabei meist mit Schlüsseln dargestellt, die an seinem Gürtel hingen oder die er in der Hand hielt. So bildete sich, zusammen mit dem Matthäus-Zitat, der Eindruck, er sei der Pförtner des Himmels.

In einer modernen Auslegungstradition besagt das Jesuswort, daß Petrus die Schlüsselstellung bei der Bildung der ersten Gemeinden habe. Wie die Apostelgeschichte zeigt, hatte er die auch, bis er darin von Paulus abgelöst wurde. Gruß, q.

Das steht in der Bibel nirgends.

Es steht nur da, dass Christus einem Apostel namens Simon die Schlüssel des Himmelreichs gibt, und dass dieser Simon ab sofort Petrus (= Fels) heißen soll.

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