Pessimistische Eltern?

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8 Antworten

Das mit dem Optimismus und dem Pessimismus hat etwas mit dem Alter und der eigenen Lebenseinstellung im allgemeinen zu tun. Dazu gibt es ja auch die Geschichte mit dem halb vollen oder halb leeren Glas.

Kinder sind zunächst alle immer Optimisten. Wäre das nicht so, würden sie ja nicht einmal Laufen lernen. Als Pessimisten würden sie nach dem dritten Hinplumpsen ja nicht wieder aufstehen. Kinder wollen etwas, versuchen es, probieren es noch einmal anders, und Hurra - guck mal, was ich kann. 

Dann lernen sie Fahrradfahren, packen sich noch zweimal hin, und dann können sie das. Die Schrammen brauchen ein paar Pflaster, aber die sind nach drei Tagen vergessen. Dann wollen sie vielleicht zum Ballet oder Fußball und merken nach einer Weile für sich, dass sie da wohl nicht so gut drin sind, und verlieren das Interesse. Sie finden dann etwas anders für ihre Selbstverwirklichung, ohne deshalb unglücklich zu werden.

So leicht ist der kindliche Optimismus nicht zu bremsen. Aber auch der ist nur so kräftig ausgeprägt, wie er eben ist. Das ist von Person zu Person anders. Wie wird es wohl um den Optimismus eines Mobbingopfers bestellt sein? Oder bei einem Behinderten... Da stoßen manche schon in jungen Jahren an stabilere Grenzen für ihre erreichbaren Wünsche.

Unbeschwert kindlich optimistisch waren deine Eltern ganz sicher auch einmal. Das verändert sich aber im Laufe des Lebens. Als Kind kann man seine Misserfolge noch spielend wegstecken. Das Leben wird aber mit jedem Jahr etwas ernster. Ob man seinen Traumberuf ergreifen kann hängt vielleicht davon ab, ob man das Abitur schafft. 

Dann strengt man sich an, kämpft und macht, und dann schafft man es nicht - Aus der Traum - Das haut ins Tango, ist ja nicht eben mal aufstehen und hinplumpsen sondern Zukunftsentscheidend. Jahre später verliert man vielleicht den Job, was jetzt, man muss vielleicht unter seinem Potential arbeiten, Hauptsache Geld verdienen. Es sieht natürlich in jedem Leben anders aus, aber jeder große, und dann auch jeder kleinere und zuletzt sogar ganz kleine Misserfolge machen immer pessimistischer.

Nicht jeder Mensch hat die Kraft und Ausdauer, seinen Optimismus gegen alle Widrigkeiten des Lebens kräftig genug zu verteidigen. Was den einen ganz vom Sockel haut, führt beim anderen zu der Einstellung - jetzt erst recht. Deshalb fällt der Weg von Optimismus zu Pessimismus von Mensch zu Mensch ganz verschieden aus. Mit Willensstärke allein ist es da auch nicht getan.

So ab 18 stößt man häufiger im Leben an Grenzen, die einem wichtige Erfolge oder was auch immer verwehren. So etwas kratzt ganz kräftig am Ego und wirkt sich dann auf die Einstellung aus die man hat, wenn es um eine neue Herausforderung geht. Das Kind sagt sich, ich versuch das mal, das wird schon klappen; der Erwachsene versucht es gar nicht erst, denn er 'weiß schon aus Erfahrung', dass es nicht klappen wird. 

Der Optimist guckt von oben, der Pessimist von unten. Jemanden nach oben zu heben ist viel schwerer, als jemanden nach unten zu ziehen. Deshalb ist Pessimismus viel ansteckender als Optimismus.

Hab also im Hinterkopf, dass deine Eltern nicht wirklich pessimistisch sein wollen, aus ihrem selbst gewählten Loch aber nicht mehr heraus können. Du kannst sie daraus auch nicht freischaufeln. Das schafft niemand mehr. Es hat auch keinen Zweck, deshalb mit ihnen die Geduld zu verlieren. Für sie ist jeder noch so kleine Funke Optimismus inzwischen ganz irreal geworden.

Was man selbst nicht (mehr) verstehen kann, beginnt man dann auch zu negieren, verleugnen und sogar zu bekämpfen. Und für sich selbst haben sie da vollkommen Recht! Es kann doch jeder sehen, dass sie in diesem Loch sitzen! Was hat ihnen ihr früherer Optimismus denn gebracht?! Ne, ne, den Zahn hat uns das Leben gezogen. Wir haben da keine Illusionen mehr! Irgendwie-wo-wann ist für sie da der Zug abgefahren.

Und jetzt kommt der Hammer: Aus der Sicht deiner Eltern fährst du gerade in die vollkommen falsche Richtung! Obwohl sie dich doch schon immer wieder warnen! Aber du kannst ja nicht hören! - Und das ist der ganze Konflikt. 

Was dir bleibt ist ihnen zu zeigen, was du mit deinem Optimismus erreichst, und zwar am besten ohne laut zu jubeln 'Hurra, guckt mal...' sondern mit ganz leisen Tönen. Das ist schade für dich, aber alles andere erschreckt deine Eltern nur.

Sie würden damit ja jedes Mal ins Unrecht gesetzt werden, sich wieder rechtfertigen müssen usw. All das schürt nur unnötig den Konflikt an, den du ja vermeiden willst. Das würde deinen Optimismus nur untergraben, was auch schade wäre.

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Ja, das ist schwer!

Ich glaube nicht, dass Du auch so werden wirst. Du wirst aber auch nicht so bleiben, wie Du jetzt bist.

Man macht Erfahrungen, lernt dazu, erlebt Erfolge und Rückschläge. All das prägt einen. Die jugendliche Unbeschwertheit vertschüsst sich allmählich, kaum merkbar...

Urteile nicht zu hart. Deine Entwicklung ist noch nicht zu Ende. Bewahre Dir Deine Art, so gut Du kannst. Bleibe neugierig und aufgeschlossen, das hält jung!

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Ich denke deine Eltern sind sehr geprägt und deshalb pessimistischer als du , klar hast du Angst das du auch so wirst aber wenn du dir immer wieder vor Augen hältst wie deine Eltern sind und du nie so seien willst dann ist das doch auch schon einmal ein Ansporn um dich nicht so weit zu entwickeln wie sie. Ich denke du bleibst weiterhin optimistisch auch wenn deine Eltern dich runterziehe, es ist vollkommen normal. Das einzige was du machen kannst ist weiter optimistisch zu denken, dich nicht runter ziehen zu lassen und stark zu sein ! Niemand wird aus dir einen Pessimist machen können :) 

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Wir können andere Menschen nicht ändern sondern nur unsere Einstellung zu ihnen. 

Mir persönlich würden Deine Eltern gewaltig auf den Sack gehen. Ich würde also nach Möglichkeiten suchen dafür zu sorgen dass sie in meiner Gegenward ihre destruktive Art für sich behalten. Allerdings weiß ich auch dass dann das Zusammenleben noch weniger lustig ablaufen würde.

Du wirst eh nicht ewig bei ihnen leben denn irgendwann gehst Du Deinen eigenen Weg und lebst für Dich. Wäre vielleicht sinnvoll da drüber nachzudenken. Und bis dahin gehe einfach Deinen eigenen Weg. 

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ich glaube dass man pessimistische Leute nicht wesentlich zum Optimismus umerziehen kann. Meine Mutter ist auch so ziemlich der pessimistischste Mensch den ich kenne- trotzdem bin ich seit 38 Jahren immer Optimist geblieben. Mach einfach dein Ding und lass dir von deinen Eltern nix erzählen.

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Aus Erfahrung: nein, du kannst Pessimisten nicht zu Optimisten machen, und sie koennen sich nicht zum Pessimisten machen. Aber wenn sie sehen, dass du erfolgreich bist, werden sie sich weniger Sorgen um dich machen.

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Wenn du von Grund auf optimistisch eigestellt bist und deine Eltewrn eher pessemistisch,dann wird das auch so bleiben.Gehört meiner Meinung nach mit zur Charaktereigenschaft.Da kann man nicht so ohne weiteres umdenken.Erfreu du dich einfach an deinem Optimismus.

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Fang was neues an und zeig ihnen das es geklappt hat das sollte fürs erste reichen

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