Neuer Schichtplan - kann das noch gesund sein?

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Typisch ist hierzulande, zum Beispiel in Krankenhäusern: "Frühschicht - Spätschicht - Nachtschicht - freie Tage" im Wechsel, jeweils 1 Woche. Das ist zwar auch nicht besonders "gesund", aber dem Körper fällt es leichter, auf einen immer späteren Rhythmus umzuschalten als auf einen immer früheren.

Insofern ist der vorgeschlagene Übergang von Frühschicht zu Nachtschicht tatsächlich zu "hart", außerdem fehlen die Ruhezeiten nach der Nachtschicht.

Hier ein paar Tipps zur Gestaltung eines Schichtplanes, um gesundheitliche Nachteile zu minimieren:

http://inqa.gawo-ev.de/cms/index.php?page=schichtplangestaltung

Damit kann Dein Mann doch zum Betriebsrat oder zur Geschäftsleitung gehen: Das ist ja im Grunde kein "Meckern", das sind doch Vorschläge, damit alles gut läuft und möglichst wenige Mitarbeiter krank werden!

Zitat" Schichtarbeit und deren Auswirkungen auf die Gesundheit Etwa einer von fünf Berufstätigen in Europa arbeitet auf der Basis von Schichtarbeit.1 Schichtarbeit umfasst alle Arbeitsmodelle, die nicht dem üblichen 8-Stunden-Tag entsprechen, wie z.B. Nachtschichten, Wechselschichtdienst und/oder unregelmäßige Arbeitszeiten.2 Im Vergleich zu Personen mit normalen Arbeitszeiten weisen Schichtarbeiter unter Umständen ein höheres Risiko für die verschiedensten Krankheiten auf: Adipositas, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Verdauungsprobleme, Schlafstörungen, Depressionen, und Vitamin-D-Mangel (aufgrund mangelnder Sonnenlichtexposition).3–6 Man schätzt zum Beispiel, dass Nachtarbeit das Risiko für koronare Herzerkrankungen um 40% erhöht.5 Warum kann sich Schichtarbeit so negativ auf die Gesundheit auswirken?

Gestörter Stoffwechsel Manche dieser Gesundheitsprobleme können zum Teil auf die durch die Schichtarbeit veränderte Lebensweise und das unregelmäßige Ernährungsmuster zurückzuführen sein, spiegeln möglicherweise aber auch ernsthafte Stoffwechselstörungen wider.6 Nachtarbeit ist grundlegend gegen den zirkadianen Rhythmus des Körpers, die sogenannte „innere Uhr“, gerichtet. Es handelt sich dabei um Reihe physiologischer Schwankungen, die einem durch Licht- und Temperaturveränderungen geprägten 24-Stunden-Rhythmus folgen.4 Eine neuere Studie hat gezeigt, dass anhaltender Schlafmangel und Störung des zirkadianen Rhythmus‘ den Stoffwechsel verändern, den Ruheumsatz (Grundenergieverbrauch) senken, den Blutzuckerspiegel erhöhen (inadäquate Insulinantwort nach Mahlzeiten) und dadurch das Risiko für Fettleibigkeit und Diabetes steigern.7 Zusätzlich können psychosozialer Stress und körperliche Inaktivität dazu beitragen, dass der Stoffwechsel aus dem Ruder läuft. Essverhalten von Schichtarbeitern Schichtarbeit kann die Energieverteilung über den Tag beeinträchtigen. Schichtarbeiter neigen dazu, häufiger Snacks anstelle ordentlicher Mahlzeiten zu sich zu nehmen, doch scheint dies insgesamt keinen Einfluss auf die Gesamtenergieaufnahme zu haben. Nur wenige Studien haben sich ausreichend mit der Nährstoffzufuhr und den Auswirkungen des Timings der Nahrungsaufnahme befasst.4 Die Störung der Routine gemeinsamer Mahlzeiten mit Familie und Freunden, alleine essen, sowie die Qualität von Nahrungsmitteln und Art und Gestaltung des Essbereichs stellen Faktoren dar, welche die Nahrungsaufnahme beeinflussen. Zudem wird der Nahrungsaufnahme zeitlich selten Priorität eingeräumt; sie ist vielmehr durch Dienstzeiten und Besetzungsstärken meist noch zusätzlich eingeschränkt.4,6

Weitere Untersuchungen sind nötig, um die Zusammenhänge zwischen Störungen des zirkadianen Rhythmus, der Lebensweise und Stoffwechselerkrankungen von Schichtarbeitern näher zu beleuchten.3 Ein neues, von der EU gefördertes Projekt wird sich dieser Thematik widmen: Das Projekt EuRhythDia soll die Auswirkungen von verschiedenen Veränderungen im Lebensstil (Ernährung, körperliche Aktivität, Lichtexposition und Melatoninzufuhr) untersuchen.8

Es ist schwierig, Ernährungsempfehlungen für Schichtarbeiter zu erteilen, doch lassen sich, zusätzlich zu allgemeinen Richtlinien für gesunde Ernährung und den Umgang mit chronischer Müdigkeit und Erschöpfung weitgefasste Richtlinien für Angestellte und Arbeitgeber ermitteln, die einen gesünderen Lebensstil fördern. Essen und Trinken während und zwischen den Schichten

Vonseiten der Arbeitsstätte sollte ein Ernährungskonzept entwickelt werden, um sicherzustellen, dass gesunde Mahlzeiten und Getränke in entspannter Atmosphäre angeboten werden.
Die Dienstpläne für Schichtarbeit sollten so gestaltet werden, dass die Arbeitnehmer ausreichend Zeit zwischen den Schichten haben, um eine gesunde Lebensweise, d.h. regelmäßige Mahlzeiten, körperliche Bewegung und Schlaf, aufrechtzuerhalten.4
Schichtarbeiter sollten so gut wie möglich den normalen Tag-Nacht-Rhythmus der Nahrungsaufnahme einhalten. Zwischen Mitternacht und 6 Uhr früh sollte jede Nahrungsaufnahme vermieden oder zumindest eingeschränkt werden. Man sollte versuchen, zu Beginn und zum Ende der Schicht zu essen.4 Schichtarbeiter, die am Nachmittag arbeiten, sollten ihre Hauptmahlzeit mittags einnehmen und nicht inmitten der Schicht. Nachtarbeiter sollten ihre Hauptmahlzeit vor Schichtbeginn zu normaler Abendessenszeit einnehmen.9 Frühstück vor dem darauffolgenden Tagesschlaf verhindert, dass man aufgrund von Hunger wach wird. Allerdings sollte dieses Frühstück eher klein ausfallen, da eine zu große Mahlzeit (1–2 Stunden vor dem Schlafen) zu Einschlafproblemen führen könnte.4
Regelmäßiges Trinken verhindert eine Dehydratation, die ihrerseits die Müdigkeit verstärken kann.
Stimulanzien wie Koffein können noch Stunden nach dem Verzehr im Körper verbleiben und die Wachheit erhöhen, sodass das Einschlafen bzw. Schlafen erschwert wird. Zitat eufig.org ende"

Also ich hab normalerweise Tag und Nachtschicht - jeweils 12 Stunden lang von 7 bis 19 und von 19 bis 7 Uhr und mein Plan sieht so aus: Tagschicht, den darauf folgenden Tag Nachtschicht und dann zwei Tage frei und wieder von vorne. Das ist der normale Rhythmus. Man gewöhnt sich dran. Allerdings kommen ein bis zweimal im Monat dazwischen noch normale 8 Stunden Früh oder Spätschichten dazu - meist 4 am Stück, dann wechselt es wieder. Ich komm damit zurecht. Das ist für mich mit der Zeit normal. Schwierig ist es eher für die Menschen im Umfeld, die ja auch davon betroffen sind - aber krank bin ich bisher nicht davon geworden.

Wird Deutschland an Attraktivität verlieren wenn Autos mit Verbrennungsmotoren einfach so verboten werden?

Die Autofahrer mögen einfach den Verbrennungsmotor. Man kann solche Autos tunen und mit ihm Spaß haben. Man kann driften und laute Geräusche durch Auspuff machen.

Wenn in Deutschland das Verbrennungsmotorverbotsgesetz rauskommt muss jeder E-Auto fahren. E-Auto fahren macht kein Spaß und man kann so ein Auto nicht gescheit tunen. Kein Brmbrmbrmmmm geräusch wird es geben :(

Aber in anderen Nationen wird es weiterhin solche Autos noch geben, diese werden sogar vll weiter produzieren.

Wird dann Deutschland an Attraktivität verlieren weil die meisten Leute von der Mittelschicht auswandern werden?

Wenn so ein Verbot rauskommt werde ich nach Malaysia, USA, Japan, Singapur, Kanada oder Australien auswandern wo man noch Verbrennungsmotoren fahren kann.

Dem Deutschland werden dann einfach Fachkräfte fehlen und neue Ideen werden ins Ausland geliefert.

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