Nebenkostenabrechnung pauschal durch Anzahl der Mieter geteilt ohne Ablesen der einzelnen Zählerstän

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Dein Vermieter handelt gesetzeswidrig. Die Abrechnung ist formal unwirksam und gilt als nicht erteilt. Wenn nicht innerhalb der 12monatigen Abrechnungsfrist eine formal richtige Abrechnung zugestellt wird / wurde, können keine Nachforderungen mehr geltend gemacht , wohl aber Gutschriften ausgezahlt werden. In § 556 BGB heißt es eindeutig, dass „die Betriebskosten vorbehaltlich anderweitiger Vorschriften nach dem Anteil der Wohnfläche umzulegen“ sind. „Betriebskosten, die von einem erfassten Verbrauch durch die Mieter abhängen, sind nach dem Maßstab umzulegen, der dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung entspricht“. Bei dir ist lt. deinem Zitat aus dem MV kein Umlagemaßstab genannt, also gilt die Wohnfläche, mit den vorgenannten Einschränkungen. So sind lt. Heizkostenverordnung die Heizkosten und die Wassererwärmungskosten aufzusplitten in einen Teil nach Wohnfläche und einen nach Verbrauch, insofern Messeinrichtungen da sind, wozu der Vermieter in der Regel auch gesetzlich verpflichtet ist. Sind keine da, mus der Kostenanteil jeweils um 15 % gekürzt werden. Du kannst nun also erkennen, dass keineswegs so abgerechnet werden kann, wie erfolgt.

Kleine Kritik: Es handelt sich um eine Eigentumswohnung. Ein ET hat juristisch gesehen keine Betriebskosten. Er hat Kosten und Lasten zu tragen. Er kann also, wenn es denn so vereinbart wurde, die Kosten der WEG und seine wohnungsbezogenen Kosten so abrechnen. Er verteilt sie auch nicht, weil es nichts zu verteilen gibt (kein Mieterwechsel). Er gibt nur die "Rechnungen" weiter.

Für nicht ordnungsgemäß halte ich die AR trotzdem, weil eben die Gesamtkosten des Grundstücks nicht in die AR aufgenommen wurden.

Auf inhaltliche Fehler kommt es also derzeit noch gar nicht an.

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@schleudermaxe

Dass es sich um eine Eigentumswohnung handeln soll, geht aus der Frage nicht hervor. Weißt du es besser oder ist das nur eine Vermutung? Leider haltenFragesteller mit solchen Info's hinterm Berg, deshalb kann u. U. die Antwort genau deshalb unrichtig sein.

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@albatros

Nein, es ist keine Eigentumswohnung. Ich habe einen Vermieter, der diese Gesamtkostenabrechnung auch nur von einer Hausverwaltung hat. Oder was war jetzt die ganaue Frage?

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@StefanN8

Hallo stefan, ich weiß nicht, wie schleudermaxe auf die Idee kam, dass es eine EW wäre. Ich habe also nun nach deiner Info vollinhaltlich mit meiner Antwort recht. Du kannst dich daran orientieren. Das schreibe ich guten Gewissens.

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@albatros

Hallo Stefan, Hallo Albatros, Deinen Ausführungen stimme ich voll zu. (Schleudermaxe kann ich ehe nicht folgen, aber das tut ja hier nichts zur Sache, wie angeblich ETW abgerechnet werden. Er hat jedenfalls mit so einer Antwort von der Praxis keine Ahnung)

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Nachtrag: Nachdem im Mietvertrag dieser Verteilerschlüssel nicht vereinbart wurde, ist m.E. die AR nicht ordnungsgemäß und sollte gerügt werden.

Alles klar, werde es so erstmal versuchen.

Danke :)

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Habe mal etwas genauer geschaut und erkenne an der ersten Fettdrucküberschrift die Spalten Gesamtkosten, Schlüssel und Anteil des Mieters. Von daher ist da nichts falsch. Gehe aber mal davon aus, dass das nicht das einzige Blatt war, welches der Mieter bekommen hat.

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Nun hab ich natürlich Angst, dass mich ähnliche Summen bei meinem Auszug erwarten, weswegen ich nun anhand meiner Zählerstände versuche unseren Verbrauch auszurechnen. Hier sind die folgenden Zählerstände (einmal vom Einzug und einmal von diesem Sommer, nachdem ein Mieterwechsel stattgefunden hat):

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Differenz:

Kaltwasser: 35,011 m3 Warmwasser: 16,946 m3 Heizung: 2,103 kwh

Ich lebe in Flensburg, hier kostet der m3 Wasser aktuell 1,24€.

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