Nachsitzen wegen einer Hausaufgabe - zulässig?

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12 Antworten

Ordnungsmaßnahmen seitens deiner Lehrer sind nur im Rahmen des Schulgesetzes deines Bundeslandes zulässig. Das entsprechende Schulgesetz findest du frei verfügbar im Internet. Wenn das Nachsitzen nicht konkret als zulässige Ordnungsmaßnahme normiert ist, bist du nicht verpflichtet, daran teilzunehmen. Ordnungsmaßnahmen bei nicht gemachten Hausaufgaben fallen dabei in die Kategorie der Leistungsverweigerung. Ordnungsmaßnahmen sind mithin nur zulässig, wenn die Ausarbeitung der geforderten Hausarbeit konkret verweigert hast. Allerdings sagst du, dass dich deine Lehrerin nach dem 1. Mal vergessen überhaupt nicht mehr dazu aufgefordert hat, die Hausaufgabe nachzuarbeiten (-> denn regelmäßig ist ja eine bestimmte Aufgabe auch immer nur für eine ganz bestimmte Stunde relevant). Und selbst wenn es bei euch üblich ist, dass vergessene Hausaufgaben grundsätzlich nachzuarbeiten sind, hast du die Ausarbeitung (wie du sagst) ja nur vergessen, aber nicht verweigert. Davon abgesehen ist (zumindest in den Schulgesetzen die ich vorliegen habe) Nachsitzen auch gar nicht als Ordnungsmaßnahme definiert (vgl. dazu zB § 61 III NSchG) und demnach nicht zulässig. Aber - wie gesagt - solltest du das für dein Bundesland noch mal nachprüfen.

Ein weiterer interessanter Punkt, den du bereits angesprochen hast, ist, dass nach der 7. Stunde bei euch kein Bus mehr fährt und du überhaupt keine Möglichkeit mehr hast nach Hause zu kommen. Schon aus diesem Grund musst du dich nicht darauf einlassen, denn Ordnungsmaßnahmen müssen immer auch verhältnismäßig sein und sollten nicht zu Nachteilen führen, die über das Notwendige zur Erreichung des pädagogischen Zwecks hinausreichen.

Dankeschön. Endlich jemand der Ahnung hat nur nicht nur plumpe Antworten wie "Weigere dich nicht" gibt. Ich danke dir für die Mühen und werde auch gleich selber noch einmal für mein Bundesland nachschauen. Mfg Lukas

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Als Ergänzung: Nachsitzen muss a) angekündigt werden und darf b) nicht um seiner selbst willen stattfinden. Ob hier das Nachsitzen dazu dienen sollte, die Hausaufgaben nachzuarbeiten, kann ich nicht beurteilen.

@jett10: Daumen hoch! Mal eine wertfreie und auf die Vermittlung von Informationen angelegt Antwort, anstatt sinnloses Moralisieren.

@DaFastR:

Ich habe gesagt, dass ich die Aufgabe gerne nacharbeite, aber dafür nicht 1 ganze Stunde in der Schule bleib, ...

Gute Antwort an die Lehrerin.

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@Kuhlmann26

Danke auch an dich, dass du dich im Gegensatz zu manch anderne vernünftig einbringst.

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Du kannst nicht ernsthaft meinen, dass nur Schüler, die nah an der Schule wohnen, nachsitzen müssen und dir das, aufgrund deiner Wohnsituation, erspart wird. Das Wege-Argument zieht nicht. Wenn du deine Hausaufgaben nicht machst und auch nicht nachholst, bleibt der Lehrerin doch gar nicht übrig, als dich dazubehalten, damit du endlich deiner Pflicht nachkommst.. Dass dein Kollege mit seiner Lüge durchgekommen ist, hat doch keinen Einfluss auf deine Verpflichtung, Hausaufgaben zu machen.

sie könnte aber auch anstatt nachsitzen ihm einen zusatzaufgabe geben die er am nächsten tag oder so abgeben muss...

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Hey DaFastR. Ich kann mir zwar vorstellen, welche Antort Du hier gern lesen möchtest, doch ja, Nachsitzen ist statthaft. Das Nachsitzen ist dabei nicht zwingend die Zeit, in der Du die mehrfach versäumten oder sogar vorsätzlich nicht angefertigten HA nachholen kannst oder sollst, vielmehr ist es lediglich ein Absitzen. Shit happens - ich denke, da wirst Du jetzt durch müssen und WSSV - eine Kommunikationstechnik - Was Schlagen Sie Vor? Was könntest Du in Zukunft anders tun, als bisher, um solche Situationen zu vermeiden? Ist es nicht an der Zeit, wenn Du möchtest, dass man Dir auf Augenhöhe, also mit Achtung und Respekt begegnet, auch alles anderen so zu begegnen? Ich kann mir diese Maßnahme als Verzweifelungstat der Lehrerin vorstellen, die sich bemüht, alle Schüler zum Anfertigen der HA zu bewegen.

Wenn Du irgendwann einmal einen Chef hast, wirst Du auch machen müssen, was von Dir verlangt wird oder besser gesagt, Du einigst Dich mit ihm auf eine Vereinbarung - einer zahlt ein Entgelt, der andere liefert eine Arbeit ab.

In der Schule ist das noch etwas anders: Lehrer liefern die Dienstleistung der Wissensdarbietung und Schüler haben auch die Pflicht zum Lernen - so entsteht Wissenstransfer. Der große Vorteil der Schüler: so nach und nach entsteht durch das erworbene Wissen eine Eintrittskarte ins Leben - beruflich zu nutzen... :-)

Wir brauchen hier auch nicht zu diskutieren, dass es gute und weniger gute Lehrer gibt, interessanten und weniger interessanten Unterricht - das ist eben so und vergleichbar gibt es das in jeder anderen Berufsgruppe.

Also: Augen zu und durch - und beim nächsten Mal hast Du die HA.

Servus EasyRunner

Ich verstehe was du meinst, jedoch sehe ich es nicht als respektvoll von Seiten des Lehrers, mir meine Frage(n) nicht zu beantworten und sich mit mir nicht weiter zu befassen, da ich auch "angeboten" habe die Aufgaben noch am darauffolgenden Tag nachzureichen (wie auch mein Klassenkamerad). Ich finde es einfach unfair soetwas zu machen und möchte mich demnach auch nicht einfach darauf einlassen. Und ich erbringe Lehrern wie auch allen anderen Personen den Respekt den ich auch bekommen möchte, allerdings sehe ich Hausaufgaben nicht als Respektfrage. MFG Lukas

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Ìch wunder mich wie wenig "Verständnis" hier kommt. Ich sehe, wie meine ganzen anderen Lehrer, die im 21. Jahrhundert angekommen sind meine Hausaufgaben nicht als Pflicht sondern als Lernwiederholung für mich selber. Genauso muss ich ja auch nicht nachsitzen wenn ich meine Mappe nicht abgebe oder eine schlechte Arbeit schreibe. Außerdem ist es bei unseren anderen Lehrern so, dass man die Hausaufgaben nicht nachholen muss, da es dabei um einen selber geht. Sollte man sich für gut genug einschätzen kann man die Hausaufgaben auch weglassen (es spiegelt sich natürlich in der Note wieder). Alle wohnen soweit weg, nicht nur ich und da wir in einem Dorf wohnen gibt es auch keine anderen Möglichkeiten nach Hause zu kommen. Ich bin in der 10. Klasse und man soll natürlich erwachsen werden. Das wird einem immer wieder vorgehalten, allerdings wird man von allen Menschen (insbesonders Lehrern) quasi betüttelt: wenn du das nicht machst musst du nachsitzen und wenn du das nicht machst telefoniere ich mit deinen Eltern etc. Ich kann nicht verstehen, dass es hier nur Leute gibt die die Meinung vertreten: "Mach das was dir gesagt wird und widersprich nicht". Wenn ich hier nur Antworten von der Art bekomme, sehe ich nur Leute die sich anscheinend bedingungslos fügen.

Du hast den Punkt ziemlich genau getroffen. Einige sind hier wohl der Auffassung, der Lehrer hätte immer Recht, man dürfe ihm nicht widersprechen, und er müsse sich auch nicht an rechtliche Vorgaben halten. Sieht man hier auch in den anderen threads zum Thema Schule und Recht.

Das ist schon ziemlich gruselig.

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@Mindermeinung

XD hier denken des wirklich alle udn bei uns an der schule sagen sie: "Passt auf falls ich was falsches sage. lehrer haben in ihrer laufbahn höchstens zu 90% imemr recht." Wir lachen usn da immer einen ab.

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Wir haben immer noch ein autoritäres, um nicht zu sagen diktatorisches Schulsystem, welches - was den Schulzwang betrifft - aus der faschistischen Vergangenheit Deutschlands stammt. 1937 wurde der mit dem Wort Pflicht verklausulierte Schulanwesenheitszwang eingeführt und nie wieder infrage gestellt. In keinem anderen Land gibt es einen staatlichen Bildungs- und (vor allem) Erziehungsauftrag. Was für eine Anmaßung! Auf diesen Anspruch hin sind die Schulgesetze und die Dressur des Belehrungspersonals ausgelegt. Es geht darum die Belehrten immer schön am Gängelband zu halten. Die Schule wird zum Lieferanten von Arbeitskräften, von Konsumenten und (nach Möglichkeit) von Wählern.

Andere Länder machen es vor. In Dänemark sind Hausaufgaben freiwillig. Jeder macht sie, wenn er es für nötig hält. Und siehe da, im Schnitt machen 60% der Schüler Hausaufgaben. Und zwar immer die 60%, die glauben, für diesen Teil des Schulstoffs noch üben zu müssen. Die Eigenverantwortung funktioniert also.

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@Kuhlmann26

Naja ich habe dazu schon ein paar ganz interessante Themen gelesen. Das Traurigste ist meiner Meinung nach ja, dass die meisten Leute sich einfach allem beugen, auch wenn es eigentlich völlig unrecht ist. Ich meine man sieht es ja immer öfter, dass die Leute sich einfach anpassen und sich still in der Ecke verstecken, wenn ein "höherrangiger" mal etwas sagt. Ich erlebe das ganze mittlerweile auch schon in meiner Klasse; sobald man auch nur einmal versucht mit dem Lehrer über die Notwendigkeit von einer Strafe oder auch von sinnlosen Aufgaben, die keineswegs der Bildung dienen können, diskutiert, bekommt man immer plumpe Rufe von hinten: " Diskutier nicht " ; " Mach es einfach "; "Weiger dich nicht" usw. Ich persönlich finde das relativ schade und wenn das so weiter geht gibt es bald keinen einzigen Freidenker mehr. Mfg Lukas

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Nachsitzen ist erlaubt, wenn es spätestens am Tag vorher angekündigt ist. Wie du dann nach Hause kommst ist dein Bier. Normal müsste das aber auch mit Öffentlichen Verkehrsmitteln machbar sein, wenn keine Schulbusse mehr fahren.

Ärgerlich, ja, aber du hattest genug Zeit zum nacharbeiten.

Dann kann ein Lehrer also willkürlich jeden, wenn er es bloß einen Tag zuvor angekündigt hat, zum Nachsitzen verdonnern?

Und es ist egal, wie derjenige dann nach Hause kommt und ob überhaupt?

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@Mindermeinung

Willkürlich nicht, es ist ja etwas vorgefallen.

Und sorry, aber im Studium oder in der Ausbildung fragt auch kein Mensch wie man nach Hause kommt. Das muss man dann Ausnahmsweise selbst regeln.

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Hättest du die Hausaufgabe doch einfach nachgeholt. Vergessen kann man sie immer mal, aber vier Wochen lang nicht nachholen nicht. Oder du musst mit den Konsequenzen leben. Und nach Hause kommt man immer, entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder so.

Sry aber ich lauf / fahr ganz bestimmt keine 15 Kilometer...

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@DaFastR

Dann musst du dir was anderes suchen. Wenn du deine Hausaufgaben nicht machst, muss die Schule nicht dafür sorgen, dass du nach Hause kommst.

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@Kati1996

Natürlich muss sie das. Das wäre eine Verletzung der Aufsichtspflicht, wenn ich keinen gesicherten Weg nach Hause hätte.

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Du hast 4 Wochen Zeit gehabt. Also kannst Du die eine Stunde auch locker absitzen.

Natürlich ist das zulässig das du Nachsitzen muß. Wenn du deine Hausaufgaben rechtzeitig machst und im Unterricht zeigst brauchst du keine Zeit mit Nachsitzen verschwenden.

Meinst Du nicht, dass es ein kleiner, aber feiner Unterschied ist, ob es sich um eine normale Unterrischtsstunde handelt oder um eineStrafe, die Du dir selbst zuzuschreiben hast? Hast Du die Lehrerin gefragt, ob es gesetzlicher erlaubst ist, Hausaufgaben nicht zu machen (vergessen)? Also merke Dir das und mache Deine Hausaufgaben, dann hast Du keine Probleme mit Strafen wegen Hausaufgaben.

In welchen Situationen Strafen zulässig sind, sog. Ordnungsmaßnahmen, ist gesetzlich geregelt. Das bloße vergessen von Hausaufgaben gehört nicht dazu.

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Du hast diese Hausaufgabe auch nach vier Wochen noch nicht nachgeholt, also gibt dir die Lehrerin die Möglichkeit, dies in Ruhe in der Schule zu machen!

Immer das Gleiche, erst Mist bauen und dann flennen, wenn die Konsequenzen folgen!

Diese Anfrage kann ich nicht verstehen. Mannmannmann, später im Berufsleben wird auf solche Umstände auch keine Rücksicht genommen. Gut, dass die Lehrerin konsequent ist. Wäre sie nachgiebig, würdet Ihr alle ihr auf dem Kopf herumtanzen.

Ich denke schon, das das zulässig ist. Nachsitzen ist eben ein Strafe und wieso sollte die nicht für fehlende Hausaufgaben benutzt werden können?

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