Nachmieter gefunden, Vermieter verlangt Schadensersatz?

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7 Antworten

Rechtlich gesehen dürfte das in Ordnung sein.

Grundsätzlich ist der Vermieter nicht verpflichtet, dich vorzeitig durch Nachmieterstellung aus dem Vertrag zu entlassen. Wenn er sich darauf einlässt, kann er hier natürlich auch entsprechende Bedingungen stellen.

Oder anders: Entweder Du zahlst diesen Betrag oder Du bleibst Mieter dieser Wohnung.

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Rechtens ist das Thema Vertragsfreiheit.

Er kann alle Nachmieter ablehnen und Du bleibst in der Pflicht.

Oder er bietet Dir einen Aufhebungsvertrag an und dieser kann auch die Zahlung von 2 Kaltmieten beinhalten, ohne dass das rechtlich bedenklich wäre. Man nennt das dann Abstandszahlung.

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Tja, so ist das mit Mindestmietzeit-Verträgen. Der Vermieter könnte gezwungen sein früher als geplant einen Makler beauftragen zu müssen. Das kostet Geld und das will er sich vom Mieter "ersetzen" lassen. Der gefundene Nachmieter könnte ja doch nicht in Frage kommen, da sorgt er evtl. vor. Er sitzt am längeren Hebel.

Nachstehend noch etwas dazu:

Hat der Mieter einen gültigen Zeitmietvertrag, so ist er an die vereinbarte Laufzeit gebunden. Ein Arbeitsplatzwechsel ist kein Grund für den Mieter, den Mietvertrag durch außerordentliche Kündigung vorzeitig aufzulösen. Gleiches gilt übrigens auch für den unbefristeten Mietvertrag - dieser kann jedoch mit der regulären Kündigungsfrist gekündigt werden. Hier stellt sich die Problematik daher in der Regel nicht, weil es für den Mieter zumutbar ist, das
Ende der Kündigungsfrist abzuwarten.

Der Wechsel des Arbeitsplatzes kann jedoch ein gerichtlich anerkannter wichtiger Grund sein, der den Vermieter zwingt, seinen Mieter aus dem Vertrag zu entlassen. Dies ist dann der Fall, wenn es dem Mieter nicht zugemutet werden kann, seinen neuen Arbeitsplatz von der bisherigen Wohnung aus aufzusuchen. Entscheidend sind also Entfernung und Verkehrsverhältnisse. Voraussetzung für einen Anspruch auf Abschluss eines Aufhebungsvertrags ist, dass der Mieter einen geeigneten Nachmieter stellen kann, der in die gegenwärtigen Vertragsbedingungen einsteigt. Nicht jeder Nachmieter muss vom Vermieter akzeptiert werden, vielmehr muss der Nachmieter für den Vermieter zumutbar sein.

Der vom Mieter vorgeschlagene Nachmieter muss bereit sein, den bestehenden Vertrag unverändert zu akzeptieren. Er muss wirtschaftlich in der Lage sein, das Mietverhältnis zu den bisherigen Bedingungen fortzuführen. Der Vermieter darf einen Mieterwechsel nur ablehnen, wenn dafür wichtige Gründe in der Person oder den wirtschaftlichen Verhältnissen des Nachmieters vorliegen.

Quelle: http://www.anwaltonline.com/tips/arbeitsplatzwechsel.html

Ob sich da eine gerichtliche, mit Kosten verbundene, Auseinandersetzung lohnt, sei dahingestellt.

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Der Vermieter kann verlangen, was er will. Entweder du zahlst, oder du kommst nicht aus dem Vertrag raus.

Wenn man mit einer beruflichen Veränderung rechnet, darf man sich eben nicht länger binden.

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Kommentar von Menuett
26.07.2016, 20:32

Er darf aber keine doppelte Mietzahlung verlangen.

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zunächst einmal muss der Vermieter keinen Nachmieter akzeptieren.

Tut er es trotzdem, dann bestimmt er, wann der neue Mietvertrag abgeschlossen wird.

Ist leider so.

Er darf allerdings nicht von beiden Parteien die Miete verlangen

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Hat der neue Mieter bereits unterschrieben? Dann nicht.

Aber wenn der neue Mieter vorzeitig einzieht, dann kannst Du die Kaltmieten wieder zurückverlangen.

Es sei denn, diese Strafzahlung wäre so im Mietvertrag geregelt.

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Ob rechtens sei mal dahingestellt.

Der Vermieter hätte sich mit der Prüfung des Nachmieters auch Zeit lassen können. So 3 Monate etwa. Er hätte auch gar keinen Nachmieter akzeptieren müssen.

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Kommentar von FLFLO
21.07.2016, 17:28

Es geht auch nicht um das zeit lassen sondern um einen Schadensersatz den sie verlangen wenn jemand neues sofort einzieht.

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