Nachbarschaftsstreit - Baum fällen

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

schau mal unter in www.nachbarrecht.de unter deinem bundesland nach, was die grenzabstände bei bäumen betrifft.

2.500,-- sind definitiv zu teuer!!! ich habe für das fällen von 1 eiche und 3 lärchen (lärchen ca. 35 jahre alt) inkl. entsorgung letztens 350,-- gezahlt. hat einer gärtner/ gartenbauer gemacht, inkl. märchensteuer.

bestandsschutz bei tannen im garten?? vom gartenbauamt meiner gemeinde erfuhr ich, dass nadelbäume wald- und nicht gartenbäume sind, sodass das kein problem bei der fällung darstellte. das alter war auch nicht entscheidend; wenn überhaupt der stammumfang in einer bestimmten höhe (über 60 cm in einer höhe von 1m). die stämme waren eigentlich auch dicker - nur gehörten sie nicht in einen garten.

wenn du unsicher bist, mach dich beim gartenbauamt/ ordnungsamt deiner kommune kundig. die geben problemlos auskunft (ggf. auch, was die wurzeln in nachbars garten betrifft).

Hallo, zuerst muß mal eine Fällgenehmigung eingeholt werden. Ein 40 Jahre alter Baum darf sonst nicht einfach umgelegt werden. Da muß dann auch der Grund vermerkt sein, weswegen der Baum fallen soll. Wenn er gesund ist wird das eventuell problematisch. Auch ist in so einem Fall die Gefahr des Umsturzes ja unwahrscheinlich. Prüfe bitte mal das Erdreich um die Wurzeln. Sollte es knochentrocken sein, so ist alles in Ordnung. Tannen sind Flachwurzeler und Säufer. Sie sorgen so für sich, natürlich auch bei Sturm. Umkippen sie nur, nach wochenlangen Niederschlägen und völlig aufgeweichtem Boden, weil ihnen dann der Halt fehlt. Sei denn, ihre Struktur ist erkrankt. Kannst Du leicht an den Nadeln sehen. Der Nachbar hat wenig zu melden. Besonders dann, wenn er jünger ist als der Baum. Meistens interessieren sich Menschen nur für derartige Dinge, wenn es um Ihre Vorteilsnahme geht. Vielleicht will er sein Grundstück verkaufen. Oder braucht mehr Licht. Der Überwuchs auf sein Grundstück darf aber fachmännisch beschnitten werden. Wie das mit dem Wurzelwerk ist, dass würd ich im Zusammenhang mit der evtl. einzuholenden Fällgenehmigung klären. Auf jeden Fall sind 2500,-€ kein realistischer Preis. Zehn Meter Bäume werden schon bei 250,-€ gefällt, abtransportiert und entsorgt. Dein Baum wird, wenn er 40 Jahre steht, jedoch auch nicht unbedingt höher als 20 Meter sein. Das ist immer leicht zu messen, wenn ein Einfamilienhaus in der Nähe steht. Das hat bis in die Dachspitze immer so bei 10 Meter. Also Haushöhe plus Baumkrone. Zwei Häuser übereinander sind dann 20 Meter. So mußt Du Dir jemanden fürs Fällen suchen. Mit Meterangabe und Stammdurchmesser. Alles klar soweit? Anmerkung zum Nachbarn, wenn man Hausbesitzer ist, hat man Verantwortung und Verpflichtungen. Man ist aber kein Befehlsempfänger und Prügelknabe. Freundlich, aber bestimmend und gut informiert verhandeln und vortragen. Sind Kompromisse gefunden, aufschreiben und gegenzeichnen lassen. Nur so vermeidet man spätere Ärgernisse und evtl. Prozesse vor Gericht, was leider all zu häufig vorkommt.

Dein Nachbar kann dir garnichts, der Baum hat Bestandsschutz und gut. Studiere mal das Nachbarschaftsrecht deines Bundeslandes und mache deinem Nachbarn eine Kopie davon.

Jeh nach Kommune ist dies unterschiedlich, müsstest dich Informieren.

Wurzeln, die ins Grundstück des Nachbarn wachsen und z.B. Bodenplatten verschieben

Ein Hausbesitzer ärgert sich über die Wurzeln von drei Fichten des Nachbarn, die in sein Grundstück hinübergewachsen sind und dabei Bodenplatten verschoben und sich teilweise in sein Gemüsebeet gebohrt haben. Er droht damit, die Wurzeln ohne Rücksicht auf die Bäume anzusägen und zu beseitigen. Grundsätzlich kann der Eigentümer eingedrungene Wurzeln abschneiden. Es dürfen nur solche Wurzeln beseitigt werden, die das benachbarte Grundstück beeinträchtigen, zum Beispiel durch Aufbrüche in und hinter der Garage. Unsichtbares Wurzelwerk kann bleiben. (OLG Köln, Urteil 1989). Könnte durch das Kappen der Wurzeln die Standfestigkeit des Baumes gefährdet werden, so ist der Eigentümer verpflichtet, den Nachbarn vorher darauf hinzuweisen.

auszug von: http://www.daseigenehaus.de/ihr-gutes-recht-im-garten/

Der Fall es sehr sehr komplex: Landesrecht, Kommunalsatzungen, Zivilrecht und viele oft unerschiedliche Entscheidung von Gerichten!

Ich versuchs so einfach wie möglich zu machen:

1) Der alte Baum hat BEstandschutz auch, wenn er sicher die Abstände nach Landesrecht unterschreitet ->

2) dem gemäß muss der NAchbar nach den meisten Urteilen der letzten 20 Jahre auch Nadelfall, Staub und Schatten hinnehmen und z.B. die NAdeln auf dem eigenen Grundstück selbst entfernen

3) Schäden durch die Wurzeln muss der Nachbar aber nicht hinnehmen, Du als Eigentümer des Baumes bist verantwortlich für solche Schäden - ein Gehweg wo die Platten hochgedrückt werden ist noch das geringste - noch teurer kann es kommen, wenn LEitungen (alte Steingut Wasserleitungen sind da empfindlich) beschädigt werden

4) Wenn Du den Baum fällst , musst du nach gängigen Urteilen aber keinesfalls den Boden des NAchbarn nach Wurzeln durchfräsen und die entfernen. Das ist sein Bier - er bzw. sein Voreigentümer hat das ja schließlich JAhrzehnte geduldet. Ist ja auch unnötig - die Wurzeln verrotten innerhalb weniger JAhre.

Meine Empfehlung: den Baum fällen! Auf jeden Fall - ist sonst immer Grund für Zank. Dafür musst Du eine Genehmigung auf der Kommune beantragen (bei Nadelbäumen und kleinem STammdurchmesser ist es je nach SAtz manchmal nicht nötig) , aber meist schon - bitte beantrage die Fällgenehmigung ! Kostet nicht viel! Reiner Verwaltungsakt. Bringe ANgaben zum Stammdurchmesser, Alter, 1-2 Fotos mit! Dann geht das ziemlich unproblematisch, gerade bei NAdelbäumen.

Der genannte PReis ist um ein Vielfaches zu teuer! Dafür brauchst Du keinen Baumpfleger oder Landschaftsbetrieb - das macht dir jeder Landwirt, jeder KLeinunternehmer für solchen Dienstleistungen für kleines Geld! (200 -300 Euro, meinetwegen in München und Hamburg auch 500 Euro) Auf dem Land auch die Freiwillige Feuerwehr, wenn Du vielleicht 100 -2 00 Euro spendest. Die FFW darf zwar eigentlich keine Dienstleitungen leisten - aber in der PRaxis geht das trotzdem!

Also 2500 Euro ist der unverschämste, was ich jemals gehört hatte! Dort sicher nicht!

http://www.morgenpost.de/printarchiv/immobilien/article1333005/Keine-Chance-gegen-Nachbars-Baum.html

Was möchtest Du wissen?