Kann ich meinen Nachbarn "zwingen" seinen Baum zu fällen?

15 Antworten

Theoretisch ja, aber dann nur gerichtlich mit Fachutachten gestützt. Das kostet aber erst viel Geld und dann hast du nicht nur einen Nachbarn, sondern einen Feind hinterm Zaun. Überlegs dir doch bitte gründlich. Ich würde ihn mal frendlich auf das Problem ansprechen, vielleicht bei ner tasse Kaffee oder einer Pulle Bier. Wenn er nicht einverstanden sein sollte und eine rechtsschutzversicherung hat, kann er die Sache fast ins unendliche hinauszögern.

Sprich noch mal mit deinem Nachbarn. Erklär ihn deine Bedenken mit Nachdruck und frage ihn bei der Gelegenheit, ob er im Falle eines Falles gut versichert ist.....sollte der Baum komplett in Ordnung sein, kannst du nur abwarten. Sollte es bereits morsche Stellen oder Zweige geben, wende dich ans Ornungsamt...LG

Stellt sich da nicht auch die Frage , ob der Nachbar nur Mieter oder Eigentümer des Grunstückes ist, auf welchem der Baum steht?

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wirklich ein schwieriges Thema. Zumal sowas in den Städten und Gemeinden unterschiedlich gehandhabt wird.

Allerdings: wenn von dem Baum Gefahr ausgeht, hat der Besitzer kaum noch ein Mitspracherecht. Dann muss der Baum gestutzt oder ganz entfernt werden. Das ist die einzige Richtung, in die Du gehen kannst. Feststellen muss das jedoch das zuständige Bau- und Ordnungsamt.

Zuvor würde ich aber das Gespräch und eine Lösung mit dem Eigentümer suchen. Vielleicht lässt sich mit Stutzen und immer wieder nacharbeiten schon eine Lösung finden ...

Zunächst mal würde ich bei der Gemeinde klären, wie es bei euch mit dem Nachbarschaftsrecht steht. Da wo ich früher wohnte, musste ein Mindestabstand zum Nachbargrundstück von 2 Metern sein, gemessen von der Mitte des Baumes.

Dann kann die Gemeinde auch klären, ob der Baum eine Gefahr darstellt. In einem solchen Fall kann der Nachbar zumindest darauf hingewiesen werden, dass Gefahr besteht.

Und natürlich muss der Nachbar im Falle eines Falles bezahlen, wenn ein Schaden an eurem Haus entsteht.

Aber hier einen Rechtsstreit mit ungewissem Ausgang vom Zaun zu brechen, vergiftet nur die Atmosphäre und produziert mindestens einen Verlierer...

Schreibe doch mal den Nachbar an, das Du der Meinung bist, das der Baum nicht standsicher ist. Weise ihn darauf hin, das er fahrlässig handelt, wenn er Deine Zweifel nicht überprüfen lässt. Dann hat er erst mal die Untersuchungskosten am Bein. Macht er das nicht, wird im Schadenfall seine Versicherung nicht zahlen, denn er handelt grob fahrlässig. Auch das würde ich schreiben. Wir haben hier auf städtischem Grund nah Bäume stehen. Diesen Brief schreibe ich der Stadt jedes 2 Jahr. Fällt einer der Bäume um, ist es nicht mehr höhere Gewalt, die dann sowieso keiner mehr klären kann, sonder grobe Fahrlässigkeit. Die Stadt ist somit in der Haftung ! En Privatmann wird sich schon überlegen unter diesen Bedingungen den Baum stehen zu lassen.

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