Nach Amazon Inkassoschrieben ware Retouniert, habe ich noch eine Zahlung ans Inkassobüro zuleisten?

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5 Antworten

Ich habe soweit keine Zinsen oder sonstiges an Amazon bezüglich dieser Bestellung überwiesen.

Dann hol das mal nach.

Du schuldest Amazon

  • 6,- € für die Rücklastschrift und Mahnung
  • 2,85 € und 1,97 € = 4,82 € Zinsen (hab bis zum 20.01. gerechnet)

da du in Zahlungsverzug warst. Überweise also direkt 10,82 € an Amazon. Schreibe im Verwendungszweck "Mahnspesen + Zinsen" dazu.

Inkassobüro kannst du ignorieren.

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Kommentar von MetinYa
20.01.2016, 08:25

Besten Dank. Ich nehme jetzt sofort die Überweisung vor da ich 2-3 Briefe erhalten habe glaube waren 2 zahle ich nochmal 3x0,62€ Porto drauf, da du ja unten geschrieben hast das man auch Portokosten zahlen sollte. 

Wie soll ich weiterhandeln nachdem ich die Überweisung getätigt habe, soll ich Amazon mitteilen das ich ans Inkasso nichts mehr zahle oder gleich Infoscore anrufen und mitteilen ?

Danke vielmals für die Antwort 

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Kommentar von MetinYa
20.01.2016, 20:20

Besten Dank Leute. Ihr habt mir geholfen, kann ich auch euch auf irgendeiner Weise helfen ? :)

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Kommentar von MetinYa
27.01.2016, 15:26

Besten Dank, Alles verlief Klasse, habe gestern einen Brief von Infoscore erhalten, dass Sie aus Kulanz den Fall geschlossen haben :)

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Gibt es auch einen Weg das Amazon den Inkassoauftrag zurückzieht ? Die meinen das dies nicht möglich ist und ich nur noch mit dem Inkasso unternehmen verhandeln kann? Zudem habe ich einen anderen Beitrag gelesen: 

Und wollte fragen, gibt es eine Möglichkeit, das irgendwie zu senken?

Die gibt es. In dem man NICHT an das Inkassobüro bezahlt sondern an den jeweiligen Gläubiger. Auf diese Weise spart man sich die Inkassokosten, sowie evtl. erhobene (rechtswidrige Kontoführungsgebühr). Nach Zahlung sollte man dem Inkassobüro mitteilen, dass man den Kosten widerspricht, da die Hauptforderung bereits bezahlt wurde.

Folgende Kosten sind aber als Verzugsschaden dem Grunde nach zu ersetzen:

    Mahngebühren. Für jede Mahnung, die ein Gläubiger die hat postalisch zukommen lassen, darf er pauschal 2,50 € fordernZinsen. Verzugszinsen i.H.v. 5% über Basis, wenn du Verbraucher nach § 13 BGB bist.Rücklastschriftkosten. Diese Kosten je nach Bank 3-6,- €. Mehr darf nicht verlangt werden, es sei denn man weist dir nach, das tatsächlich höhere Kosten entstanden sind.Auskunftsersuchen beim Einwohnermeldeamt. Sofern dies nötig war, weil du evtl. zwischenzeitlich umgezogen bist. Kostet nicht mehr als 10,- €.
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Kommentar von Wissensdurst84
20.01.2016, 00:05

Dann lese dir mal die Rechtssprechung des BGH durch, gerade in den zuletzt geführten Fällen von Infoscore.

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Kommentar von franneck1989
20.01.2016, 06:47

Die gleiche Frage habe ich auch schon gestellt, und keine Antwort bekommen.

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Es gab mal ein Urteil worin ein Gericht einem Inkassounternehmen quasi nur das Porto und die Kosten fürs Papier zugestanden hat. Warum weiß ich leider auch nicht mehr.

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Kommentar von MetinYa
19.01.2016, 23:52

Besten Dank für die Antwort, hätte nicht gedacht das ich so schnell antworten erhalte. Ich untersuche mal das hoffentlich werde ich pfündig. Wenn ich das zahlen muss ist das ziemlich Blöd, da ich im Februar in Urlaub fliege und schon so auf Kosten sitze, denke mal das dann der Urlaub gestirchen werden muss :(

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Kommentar von ErsterSchnee
19.01.2016, 23:55

Weil man als Gläubiger verpflichtet ist, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Und erst Inkasso und dann Anwalt ist quasi doppelt, weil der Anwalt das auch schon von vornherein hätte machen können. (Dass ein Anwalt deutlich teurer ist als ein Inkasso und man somit dem Kunden Kosten erspart, wird nicht so hoch bewertet. Das Problem tritt ja auch nur bei zahlungsresistenten Kunden auf...)

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Kommentar von kevin1905
20.01.2016, 00:45

Warum weiß ich leider auch nicht mehr.

Weil ein Inkassobüro im Massengeschäft  (§ 4 Abs. 5 RDGEG) für einen Großkonzern wie amazon keine konkrete Rechtsberatung und -dienstleistung erbringt, wie z.B. ein Rechtsanwalt.

Daher ist die geforderte 1,3 Gebühr Schwachsinn.

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Ja, musst du. Durch die verspätete Rücksendung bist du in Verzug geraten und somit schadenersatzpflichtig. 

Wieso bestellst du dir etwas, was du nicht bezahlen kannst?

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Kommentar von MetinYa
19.01.2016, 23:47

Zum Zeitpunkt der Bestellung hatte ich das Geld zusammen, jedoch wurde mir dann von einem anderen Online Händler ein Betrag abgezogen über welchen ich immer noch dran kämpfe. Weißt du wie das mit den RVG-Richtlinien ist, da ich gelesen hab das Inkassounternehmen Forderungen nicht nach RVG stellen dürfen

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Kommentar von MetinYa
19.01.2016, 23:54

War eine Überweisung, aber um das geht es ja nicht ich stehe, ja auch dazu nur möchte ich nicht auf 134€ lasten für mein verbocken.  :(

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Guten Abend,

Amazon ist im Recht. Du hast vermutlich die Zahlungsart Lastschrift gewählt. Diese wurde dir aufgrund der Bonität genehmigt für diesen Betrag. In dem Moment wo du bestellst, bist du verpflichtet für eine ausreichende Kontodeckung zu sorgen, unabhängig vom Widerrufsrecht. Hierzu hast du mit deiner Anmeldung die AGB von Amazon akzeptiert. Du hättest daher auf dem normalen Weg den Betrag zahlen müssen, dann das Gerät zurück senden, und wieder das Geld auf dem selben Weg erstatten lassen müssen.

Es gab ja auch einige Mahnungen, auf die du anscheinend nicht reagiert hast und du hast dich im Zahlungsverzug befunden. Nur weil du ein 30 tätiges Widerrufsrecht hast, heißt dies nicht, dass du auch erst nach 30 Tage zahlen darfst.

Meines Erachtens gehen die Kosten in Ordnung, über die 6,00 Euro Mahnauslagen kann man streiten da es sich um eine automatisierte Email handelt.

Auch sind die Inkassokosten erstattungsfähig, sie sind nicht höher als eine anwaltliche Gebühr. Und der Zahlungsverzug war gegeben.

Wissensdurst84

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Kommentar von MetinYa
19.01.2016, 23:49

Besten Dank für deine Antwort 

Kann ich wenigstens irgendwie die Gebühren senken ?

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Kommentar von kevin1905
20.01.2016, 00:59

über die 6,00 Euro Mahnauslagen kann man streiten da es sich um eine automatisierte Email handelt.

Rücklastkosten mit rein und es passt von der Höhe.

Auch sind die Inkassokosten erstattungsfähig

Klares nein.

Amazon bedarf für sein Mahnwesen nicht der Hilfe eines externen Dienstleisters, ergo geht deren Beauftragung einzig zu deren Lasten. Auch das nur theoretisch, denn im Masseninkasso erteilen die Inkassobüros ihren Auftraggeber keine Rechnungen, sondern arbeiten auf Erfolgsbasis oder Flat (§ 4 Abs. 5 RDGEG). Es fehlt ein Schaden, der im Zuge der Verzugs zu ersetzen wäre.

Bleibt noch der Wink mit der Schadensminderungspflicht des Gläubigers (§ 254 BGB). Erstattbarkeit der Aufwendungen des Gläubigers setzt voraus, dass dieser den für den Schuldner günstigsten und zweckdienlichsten Weg bestreitet.

Das wäre hier - wie fast immer - das gerichtliche Mahnverfahren. Kostenpunkt: 32,- €.

sie sind nicht höher als eine anwaltliche Gebühr.

und sie müssten deutlich niedriger sein. Gerichtlich nicht durchsetzbar (es gibt übrigens kein einziges mir bekanntes Verfahren, wo Inkassokosten in Höhe RVG erfolgreich eingeklagt wurden, wenn die Hauptforderung beglichen wurde)

Und der Zahlungsverzug war gegeben.

Yep! Daher schuldet er die Zinsen und eben die Gebühren für Mahnung und Rücklastschrift.

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Kommentar von mepeisen
20.01.2016, 06:32

Amazon ist im Recht

Nicht wirklich. Korrekt ist, dass man angerichteten Schaden unabhängig vom Widerrufsrecht zu bezahlen hat. Amazon hat also ganz grundsätzlich Recht auf Begleichung der Rücklastschriften. Sofern Brief-Mahnungen kamen, wäre auch das Briefporto zu bezahlen.

Nun wurde aber die Ware zurückgesendet und vom Widerrufsrecht Gebrauch gemacht. Für die Ware selbst gibt es also nun eine Aufrechnungsmöglichkeit des Kunden (siehe BGB). Er muss die Ware nicht mehr bezahlen. Dieses Konstrukt mit "Trotzdem die Ware bezahlen und dann Geld zurückbekommen" stimmt daher so nicht.

Meines Erachtens gehen die Kosten in Ordnung, über die 6,00 Euro Mahnauslagen kann man streiten da es sich um eine automatisierte Email handelt.

Nicht wirklich. eMails verursachen keine Kosten, da das einzige, was an Kosten anfällt (etwa Strom) in einem nicht messbaren Bereich liegt. Es bleiben nur die Rücklastschriften, da sagen Gerichte beispielsweise, dass dies maximal 3,65€ betragen darf.

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