Mutter gestorben, wir hatten 15 Jahre keinen Kontakt- soll ich auf Beerdigung?

14 Antworten

Ich würde hingehen und Angels Briefidee finde ich auch gut, beleidige sie aber nicht, sondern stelle klar. Einfach sachlich bleiben, versöhnlich schreiben, dann bekommst Du einen klaren Kopf, eine normale Beziehung und einen guten Abschied.

Zunächst einmal trotz Allem mein Beileid. Daß Du jetzt ein Gefühlschaos verspürst, kann ich gut nachvollziehen. Wenn Du dir solche Gedanken machst, war dir Deine Mutter trotz dem, was sie Dir angetan hat, doch nicht ganz so gleichgültig.

Diese Frage von einem Außenstehenden zu beantworten, ist fast unmöglich. Die Antwort kannst eigentlich nur Du selbst finden. Geh einfach mal in Dich und überlege:

  • Warum mache ich mir jetzt solche Gedanken? War sie mir nicht gleichgültig?

  • Habe ich nur schlechte Seiten von ihr kennen gelernt, oder gab es da auch etwas Gutes?

  • War sie nicht auch für mich da, als ich sie brauchte, besonders als Kind?

  • Kann ich an ihrem Sarg endlich meine innere Ruhe finden, eine gewisse "Versöhnung" zustande bringen?

Ich denke, Du wirst zu der richtigen Antwort kommen, und ich weiß, Du wirst an der Beerdigung teilnehmen. Letztendlich war es Deine Mutter, die Dich geboren hat. Und ich glaube, es ist wichtig für Deinen inneren Frieden, daß Du Deine Mutter auf ihrem letzten Weg begleitest.

Eine sehr gute Antwort.DH

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Entscheide das allein für Dich, nicht für andere. Wenn Du ein Bedürfnis verspürst, dann geh hin. Wenn Du Dich damit nicht wohl fühlst, dann lass es einfach. Wenn Ihr Euch im Leben nichts mehr zu sagen hattet, dann "nützt" dieser Gang nun auch kaum noch etwas.

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