Muss man Pflegegeld ans JA Zurückzahlen. Wenn ja wie viel können die einfordern?

6 Antworten

Der Thread ist ja nun schon ein paar Jahre alt. Aber diese Behauptungen in den Antworten kann ich nicht unwiedersprochen lassen. Immer erst mal den Pflegemüttern Geldgier unterstellen. Die haben ja nichts anderes im Sinn als bequem Geld zu scheffeln wenn man das hier so liest. Woher habt ihr eigentlich euer Wissen?? Blöd-Zeitung oder so??? Zum Thema: Wie immer wenn der Staat für etwas aufkommen muß wird geprüft ob derjenige der Geld vom Staat bekommt noch eigene Einnahmen hat. Das ist bei HartzIV so und auch beim Pflegegeld des Jug. Amtes. Sobald ein Pflegek. eigenes Geld verdient und dazu gehören bereits die regelm. Einkünfte aus einem Schülerjob wie Zeitung austragen , Babysitten usw. muss das der wirtschaftlichen Stelle des Jug.Amtes gemeldet werden. Die verlangen einen best. Prozentsatz (wieviel das derzeit ist weiß ich jetzt nicht) von dem Geld als Eigenleistung des KIndes zu seinem Unterhalt. Melden die Pflegeeltern das nicht machen sie sich strafbar. Nun gibt es die Möglichkeit das das Kind von seinem Verdienst den verlangten Anteil selber regelm. überweist , oder das den Pflegeeltern der Betrag vom laufenden Pflegegeld abgezogen wird und sie dann vom Kind das Geld zurückfordern können/dürfen. Bzw. mit dem Kind ausmachen welche Kosten z.B. für Kleidung es zukünftig selber tragen möchte. Pflegegeld das in der Zeit vor dem eigenen Verdienst gezahlt wurde muss nicht zurückgezahlt werden. Und es muss auch nicht 30 Jahre lang zurückgezahlt werden. Dann käme so ein Kind ja nie auf einen grünen Zweig. Allerdings ist es beim ersparten oder evtl. ererbten Geld so das bis auf einen Freibetrag von ich meine z.Z. 3000€ alles darüber hinaus gehende vom Jug. Amt eingefordert werden darf. Deshalb sollten Pflegeeltern auch keine Sparverträge oder ähnl. auf den Namen des Pflegek. abschließen sondern auf eigenen Namen und das Geld dann später dem Kind auf andere Weise (Führerschein, Auto, Wohnungseinr. oder Zuwendungen im Studium) zukommen lassen. Im obigen Fall wird es wohl so sein , das die Pflegemutter das Geld was das Kind vom Verdienst ans Jug. Amt abtreten muss vom laufenden Pflegegeld abgezogen bekommt und sie nun den Betrag vom Kind verlangt um die Unterhaltskosten zu decken. Ich selber (2Pflegek.) würde das so nicht machen. Ich würde zwar ab Ausbildungsbeginn und solange das Kind nach der Ausbildung bei mir wohnt auch einen angemessenen Beitrag verlangen so wie ich das auch bei meinem leibl. Kind gehandhabt habe. Das dient ja auch dazu das die Jugendlichen lernen sich ihr Geld einzuteilen. Und ich würde auch verlangen das etwas gespart wird aber dabei aufpassen das die 3000€ Freibetrag nicht überschritten werden.Alles was darüber hinaus fürs Kind oder vom Kind gespart wird wie gesagt so anlegen das keiner da dran kann. Was die Schülerjobs angeht, die muss man auch melden, aber man sollte das über den jew. Sachbearbeiter machen, dessen Aufgabe ist es dann es an die wirtschaftl. Hilfe weiterzugeben. Oft machen die das nicht oder begründen es so das von den Minijobs nichts abgezogen wird. Die Kinder sollen ja auch lernen das Arbeit sich lohnt. Ich habe mit meinem Jug.Amt abgesprochen das, wenn es soweit ist und die Kinder einen Schülerjob haben sollten, es ohne das Kind zu informieren vom Pflegegeld abgezogen wird und ich werde auch die paar Kröten dann nicht vom Kind zurückverlangen , denn mir ist es wichtiger das die Kinder lernen das es sich lohnt zu arbeiten und das sie sich dann auch übers verdiente freuen können. Ich hoffe ich konnte hier doch etwas geraderücken. Beste Grüße

Der Staat hat fuer deine Freundin eine Menge Ausgaben gehabt. Nach meiner Information hat er 30 Jahre Anspruch auf die Rueckzahlung des Pflegegeldes. Der Betrag der Rueckzahlung richtet sich nach dem Einkommen. Fuer die Zuzahlung oder Rueckzahlung werden die Eltern herangezogen. Koennen sie fuer die Kosten nicht aufkommen, wendet sich der Staat an die Kinder. Das Leben ist noch lang, da kann noch richtig Kohle verdient werden, die sich der Staat holen kann. Ich kenne Faelle, da ehemalige Pflegekinder einen Teil des Pflegegeldes zurueckzahlen.

Guckt doch mal in das Sozialgesetzbuch. Dort steht unter Paragraph 91 Grundsaetze der Heranziehung der Kosten. 3 Der junge Volljaehrige wird zu den Kosten herangezogen...

Haefig ist es so, dass Pflegekinder oder Heimkinder belogen werden, sie braeuchten spaeter nichts zurueckzahlen, damit diese in der Fremdbetreuung bleiben wollen. Sonst wuerden sich die Heim leeren und Pflegeeltern wuerden ihr lukratives Pflegegeld nicht bekommen.

Wenn Du Legasteniker bist, hast Du das gut geschrieben. Deine Freundin wird vermutlich gar nichts zurückzahlen müssen. Ihr könnt doch einfach mal nachfragen, wie sich das verhält.

Kein Kind in Deutschland muss Pflegegeld zurückzahlen.

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