Muß man eine Abmahnung unterschreiben?

8 Antworten

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Wenn Du schreibst "Abmahnung erhalten" und darunter Deine Unterschrift mit Datum bestätigst Du nur den Erhalt.

Steht schon vorgedruckt da "Ich bestätige den Erhalt der Abmahnung und bin mit dem Inhalt einverstanden", dann verweigere die Unterschrift.

Nachstehend etwas interessantes zum Thema Abmahnung:

Eine Abmahnung muss bestimmte Kriterien enthalten. Fehlt ein Kriterium, gilt die Abmahnung nur als Ermahnung. Die Vorstufe zu einer eventuellen Kündigung wäre nicht erfüllt. Kriterien:

  1. Das Wort Abmahnung deutlich herausgehoben

  2. Genaue Bezeichnung des Verstosses mit Datum und Uhrzeit

  3. Die Missbilligung muss deutlich zum Ausdruck gebracht werden. Ggf. auch Aufzeigen der Folgen des Verhaltens für den Betrieb

  4. Die ausdrückliche Aufforderung, dass Fehlverhalten abzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass es in Zukunft vermieden wird.

  5. Der ausdrückliche Hinweis, dass ein solches Verhalten nicht toleriert wird bzw. werden wird im Wiederholungsfall.

  6. Der Hinweis auf die konkreten Konsequenzen im Wiederholungsfall. Es reicht nicht zu schreiben, dass im Wiederholungsfall mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen sei. Konkret welche!!!

Der Mitarbeiter hat nun 3 Möglichkeiten zu reagieren.

Er nimmt die Abmahnung so hin. Erledigt.

Er ist zum Teil nicht damit einverstanden = er kann eine Gegendarstellung schreiben. Diese Gegendarstellung ist mit der Abmahnung zusammenhängend in die Personalakte zu nehmen.

Er ist gar nicht damit einverstanden = Klage beim Arbeitsgericht.

Ein letzter Hinweis: Nach einer Abmahnung muss ein Mitarbeiter ausreichend Zeit haben um unter Beweis stellen zu können, dass er sein abgemahntes Verhalten geändert hat. Das inflationäre Verteilen von Abmahnungen macht also keinen Sinn.

"Abmahnung erhalten" - Bei ver.di sagte man mir, dass selbst wenn man eine Abmahnung mit diesem Satz unterschreibt, hat sie die gleiche Gültigkeit, als wenn man den Satz weglässt. D.h., dass man mit der Unterschrift die Abmahnung akzeptiert, egal, was man drüber steht.

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@Vicki

Bevor ich meine eigene Firma gründete, war ich in verantwortlicher Position in einem großen Unternehmen tätig. Dies bedingte auch, als Vertreter des Arbeitgebers Arbeitsgerichtstermine wahrzunehmen. Diese Fälle waren oft vor Gericht und aus dieser Erfahung heraus kann ich sagen, dass die Arbeitsrichter das "Abmahnung erhalten" wirklich so werten wie ich es schrieb.

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Du hast auch die Möglichkeit - zur Kenntnis genommen - darunter zu setzen. Heißt nicht, das Du die Abmahnung anerkannt hast.

Mit der Unterschrift wird nur dokumentiert, dass dir die Abmahnung bekannt gegeben wúrde.

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