Muss ich eine Dienstleistung bezahlen für die ich kein Vertrag unterschrieben habe?

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6 Antworten

Wie kommst Du auf die Idee, dass ein Vertrag schriftlich sein muss? Ihr seid euch einig gewesen - also habt ihr einen Vertrag geschlossen. Ganz einfach.

Ich würde an deiner Stelle trotzdem nicht zahlen und das Thema erstmal aussitzen.

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Durch das Einlagern ist definitiv ein Vertrag entstanden. Wenn über den Preis nicht verhandelt wurde, dürfte man da den ortsüblichen Tarif bzw. das ansetzen, was er sonst üblicherweise nimmt.

Die Möbel muss er aber selbstverständlich dann auch herausgeben. Kann er das nicht, muss er Schadenersatz leisten. Die Forderungen können dann gegeneinander verrechnet werden.

Prüfen könnte man noch, ob Verjährung eingetreten ist (Das wäre der Fall, wenn die Forderung noch aus 2012 stammt)

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Kommentar von mrmsen
12.08.2016, 13:13

Also muss er die Möbel herausgeben können wenn ich zahle ? Wenn er die Möbel nichtmehr hat, muss ich dann auch zahlen? Ich habe natürlich keine Rechnungen für die Möbel, da das ganze schon sehr lange her ist. Es stand aber unter anderem schon eine große Couch mit drin, die 1000€ gekostet hat und nur ein halbes Jahr alt war.

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Ich verstehe garnicht wie es jemanden nur so egal sein keinn was man macht oder unterschreibt... auch wenn der Typ sich nicht gemeldet hat, sollte doch dein gesunder Menschenverstand anspringen und mal selbst dort anrufen.

Und mach hier nicht auf einen "Die Möbel waren neu und viel mehr Wert als die Dienstleistung" - Das nimmt dir weder hier, noch vor Gericht kein Mensch ab. Wenn sie für dich einen Wert gehabt hätten, wärst du jetzt nicht in dieser Situation.

Natürlich zählen auch mündliche Verträge vor Gericht. Da in diesem Fall Ihr euch wohl beide ziemlich semiprofessionell verhalten habt ist eine Frage wer nachher von wem Geld einfordern könnte ungewiss.

Wenn du dir wirklich sicher bist, das er nicht beweisen kann das es deine Möbel waren, kommst du vllt noch mal mit einem blauen Auge davon. Aber sobald irgendwo Schriftverkehr besteht oder er das anderweitig beweisen kann, wirst du zur Kasse gebeten. Der Vertrag ist dann auch ohne Papier zustande gekommen.

Was dann mit dem Gegenwert deiner Möbel ist oder du Ihm noch letzendlich schuldest, wird dann vermutlich ein Gericht entscheiden.

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Ein Vertrag kommt nicht nur schriftlich zustande. Hier ist er durch konkludentes Handeln zustande gekommen. 

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Es kam jetzt schon ein Schreiben von seinem Anwalt. Ein Mahnbescheid.

Da liegt ein Zettel bei mitdem ich dem Anspruch widersprechen kann. Was passiert jetzt weiter wenn ich widerspreche ? Sollte ich damit zum Anwalt gehen. Was passiert mit den Möbeln ?

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Auch mündliche Vereinbarungen sind Verträge und diese haben Gültigkeit.

Wieso hast du die vereinbarten mtl. Zahlungen nicht geleistet?

Haste gedacht, nix schriftlich, brauch ich nix bezahlen?

Leider falsch gedacht.

Ich denke aus der Nummer kommst du nicht mehr raus.

Hole dir einen Anwalt zu hilfe.

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