Muss der Makler bei Hauskauf dabei sein?

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8 Antworten

Der Makler kann, muss aber nicht am Notartermin teilnehmen. Und egal, ob der Makler im Notarvertrag drin steht oder nicht, sobald Sie wirklich beim Notar den Kaufvertrag unterschreiben (und der Verkäufer natürlich auch) so steht dem Makler grundsätzlich die im Expose stehende Courtage zu. Denn es hat tatsächlich eine Vermittlung stattgefunden, die ursächlich war, damit Sie überhaupt auf die Immobilie aufmerksam geworden sind.

Natürlich ist im Normalfall der Makler dabei, insbesondere, wenn er ein gutes Verhältnis zu beiden Parteien hat, aber wie gesagt, keine Bedingung, also hängt es lediglich von der Verkäuferin ab, ob die alte Dame allerdings ohne Makler dabei zu haben, den Vertrag unterschreiben möchte, ist eine ganz andere Sache.

Warum der Makler häufig den Passus im Notarvertrag haben möchte, liegt lediglich daran, dass er dann einen eindeutigen rechtlichen Anspruch darauf hat und falls der Käufer die Courtage nicht zahlt oder zahlen möchte, eine eigenständigen Rechtsanspruch hat und eine Klage sehr viel einfacher für Ihn wird.

Wenn der Makler einen Alleinauftrag hat und auch mit der Abwicklung betraut ist, werdet ihr euch auf einen gemeinsamen Termin einigen müssen.

Wir haben noch keinen Kaufvorvertrag erhalten, der Makler ist halt nicht der Schnellste (und hat in meinen Augen keine Ahnung von seiner Arbeit. Kann uns keine einzige Frage beantworten, hat sich mit dem Haus überhaupt nicht befasst und kommt jedesmal fast ne Stunde zu spät zu Besichtigungsterminen!)Mein Mann möchte warten bis der Makler wieder da ist. Das heißt, hoffen dass es der Makler schafft am Montag nächste Wochen de Kaufvertrag aufzusetzen, dem Notar und uns zukommen zu lassen und einen Notartermin auf Donnerstag anzusetzen. Also eigentlich hoffnungslos bei dem Mensch :-(Aber danke für eure Hilfe

Eigentlich muß der Makler** nicht** beim Notartermin dabei sein.

Aber ein Passus im Kaufvertrag betrifft den Makler: Es ist die Höhe und Fälligkeit der Maklercourtage. Um sicher zugehen, dass die Courtage und der Termin "richtig" im Kaufvertrag dokumentiert ist, will der Makler natürlich dabei sein.

Die Tätigkeit des Maklers ist ja mit der Vermittlung bereits erfüllt. Über den Kaufpreis haben Sie sich geeinigt und einen Kaufvertragsentwurf haben Verkäufer und Käufer ja sicherlich auch schon vom Makler erhalten. Also stehen im Termin ja keine unbekannten Fakten im Raum.

Falls der Makler mißtrauisch ist, kann er ja einen Vertreter zum Termin senden. Aber nur weil der Makler im Urlaub ist, würde ich eine Terminverschiebung nicht hinnehmen, denn unter Umständen verschlechtern sich die Zinskonditionen für Ihre Finanzierung, weil Banken sich nur eine kurze Zeit an das Angebot gebunden halten und das Zinsniveau bei viel Pech etwas ansteigt.

Was ganz wichtig ist: Unterschreiben Sie keinen Darlehensvertrag, solange Sie keinen rechtsgültigen notariellen Kaufvertrag in Händen halten. Der Grund: Sollte der Verkäufer plötzlich nicht mehr zum Verkauf bereit sein, haben Sie das Problem mit der Aufhebung des Darlehensvertrages (sofern die Widerufsfrist überschritten ist). Hier wird Ihnen dann von der Bank u.U. ein Vorfälligkeitsentgelt in Rechnung gestellt.

Solche Fälle kommen gar nicht so selten vor ...

mach das

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Nein, am Termin braucht der Makler nicht zugegen sein.

Falls die Finanzierung aus zeitlicher Verzögerung, die der Makler zu vertreten hat, sich verteuern sollte, hat der Makler seine Provision VERWIRKT!!!Ich schreibe aus eigener ERFAHRUNG!!!Einen derartigen Prozeß musste ich selbst als Makler führen und habe den VERLOREN!!!-Landgericht Duisburg-. Wenn Sie sich mit der Verkäuferin einig sind, sollten Sie den Termin wahrnehmen. Vorausgesetzt die Verkäuferin ist damit einverstanden. ABER, was sollte der Makler zum Vertrag sagen können. Das Sagen hat die Verkäuferin aber insbesondere der Notar.
Der Makler kann sich doch VORAB mit dem Notar ins benehmen setzen und dem mitteilen, was für ihn, den Makler relevant sein soll. Wo soll und kann das Problem liegen?

Prinzipiell müssen nur Verkäuder, Käufer und natürlich ein Notar beim Termin der Vertragsvorlesung anwesend sein.

Allerdings stellt der Notar zum Schluss immer die Frage, ob alle Beteiligten verstanden haben, was er gerade vorgelesen hat. Da wird hier wohl das Problem liegen, dass die Dame den Makler bevollmächtigt hat, weil sie es eben nicht mehr versteht.

Wenn sie selber dabei sitzt, und der Notar die Vermutung hat, dass sie es nicht verstanden hat, so kann er den Vertrag als nicht rechtskräftig erklären.

Ein Ersatz muss von der Dame bevollmächtigt sein. Wenn Ihr das hibekommt geht das.

Wenn es darum geht zu glauben, dass Euch das Haus jemand "wegschnappt" könnt Ihr zu Makler / Notar sagen, sie sollen eine sog. Auflassungsvormerkung eintragen lassen. Somit habt Ihr das Vorkaufsrecht.

Liebe/r Lunimami,

der Makler verhält sich verantwortungslos: Er muß beim Termin nicht dabeisein. Es genügt, wenn die alte Dame (Verkäuferin) und der Käufer beim Notar da sind. Der Makler hat damit überhaupt nichts zu tun; es ist allerdings üblich, daß er im Sinne einer Kundenbetreuung mit dabei ist, aber eben nicht erforderlich. Im übrigen ist der Notar auch in diesem Falle zu einer (kostenlosen) Beratung verpflichtet.

MfG frb (ehemals Immobilienmakler)

Wenn die alte Dame noch selbst unterschreiben kann, dann muss der Makler nicht mit beim Notar sein, denn der unterschreibt dort eh nichts.

Auch wenn die Verkäuferin nicht selbst unterschreiben kann, hat der Makler keine Möglichkeit, an ihrer Stelle zu unterschreiben. Es muß dann der gesetzliche Betreuer oder Generalbevollmächtigte (allgemeine Vollmacht) unterschreiben.

MfG fbg

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