Motor in der Steigung abwürgen?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Diese Problematik hab ich so langsam schon vermisst, gewöhnlich wird hier wöchentlich dieses Problem gefragt. Schuld an diesem Problem sind offenbar Fahrschulen die Bescheisserautos benutzen und ihren Schülern so nichtmehr richtig beibringen wie sie anfahren müssen, besonders am Berg.

Bei der Prüfung kommt es gewöhnlich vor am Berg anfahren zu müssen, deshalb wird dies in der Fahrschule geübt. Lass mich raten, die Benutzung der Handbremse dabei wurde Dir vom Fahrlehrer nicht erklärt?

Dass Du auch ziemlich oft den Motor abwürgst spricht dafür dass der Fahrschulwagen mit einem Anfahrassistent (gibt selbsttätig etwas Gas wenn man die Kupplung kommen lässt) ausgestattet war.

Noch immer glaubt die Mehrheit das spätere Problem der Fahranfänger läge am bösen Benziner da der Diesel mehr Drehmoment hat. Dies stimmt so nicht, Diesel hatten durch die Fliehkraftregelung der Einspritzpumpe schon immer eine Art von Drehzahlstabilisierung, bei Benzinern ist dies erst seit einigen Jahrzehnten verbaut. In der heutigen Zeit hat nahezu jedes Auto eine Drehzahlstabilisierung wodurch man den Benziner nur noch geringfügig schneller abwürgt als den Diesel, es gibt sogar einige Automodelle die als Diesel schneller abwürgen.

Auf einer Steigung musst Du jedenfalls lernen die Handbremse mitzubenutzen, ist eigentlich ganz einfach. Handbremse ziehen damit das Fahrzeug nicht zurückrollt, Kupplung bis an den Schleifpunkt (den bemerkst Du weil der Motor sich anders anhört und das Auto beginnt zu vibrieren) kommen lassen, etwas Gas geben und die Kupplung langsam weiter loslassen, sobald das Fahrzeug hinten einfedert die Handbremse lösen.

Geht Etwas schief und der Motor würgt doch ab wird das Auto eigentlich vom eingelegten Gang zumindest etwas gehalten, Du darfst nur nicht die Kupplung gleich wieder durchtreten. Natürlich sollte schnelltens die Bremse betätigt werden und wieder die Handbremse eingelegt werden.

Schwierig an der Sache ist das Kupplungspedal ruhig zu lassen während man mit dem anderen Fuss versucht eine geeignete Drehzahl des Motors hinzubekommen. Da bietet der Benziner noch ein zusätzliches Problem weil der auf das Gaspedal sensibler reagiert als der Diesel. Dreht der Motor unangenehm hoch versucht man aus Reflex etwas dagegen zu machen, dazu hat man zwei Möglichkeiten. Man lässt die Kupplung weiter los oder man geht vom Gas, man neigt allerdings dazu Beides zu machen wodurch dann der Motor abwürgt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Alopezie
22.03.2016, 22:20

DH! Ganz deiner Meinung! Man lernt heutzutage in der Fahrschule nicht mehr Auto zu fahren! Diese ganzen Assistents Systeme sind für einen erfahrenen Fahrer ganz toll aber ein fahr Anfänger lernt so nie richtig zu fahren. 

1

Entweder legst Du Dir einen Wagen mit Automatik zu, oder Du packst Dir jemanden, der Ahnung vom Auto fahren hat. Ihr geht an eine steile, wenig befahrenen Strasse und da übst Du dann bis zum Erbrechen das Anfahren an einer Steigung. Hab' das mit einer ehemaligen Freundin auch schon gemacht. Nach einer dreistelligen Anzahl von Anfahrversuchen war sie dann soweit, dass sie auch ohne Handbremse am Berg anfahren konnte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Lässt du ihn beim abbremsen absaufen, sollte man eher die Kupplung treten.. 

Würgst du ihn allerdings beim anfahren ab, lässt du die Kupplung zu schnell kommen und gibst zu wenig Gas. 

anfahren am Berg ist ganz easy; Handbremse anziehen.., 1. Gang rein.., Kupplung kommen lassen.., wenn du merkst das der Wagen anzieht, Handbremse lösen.   

Ist ne Abstimmungssache Kupplung / Gas / Handbremse...    Ein bisschen üben, dann klappt das. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn Du Angst hast, den Motor am Berg abzuwürgen (während der Fahrt), dann solltest Du am Beginn der Steigung einen Gang runter schalten. Dadurch dreht der Motor höher und Du kannst ihn nicht so schnell abwürgen.

Wenn Du verlangsamen muß, oder sogar anhalten, dann Kupplung drücken und runterschalten.

Und anfahren am Berg solltest Du in der Fahrschule gelernt haben.

Es ist sicherlich gut, als Fahranfänger es an einer geeigneten Stelle, wo kein Verkehr Dich stören kann, noch ein paar mal zu übern, damit keine Panik entsteht, wenn Du es brauchst.

Und im Übrigen hilft die bereits beschriebene Wegrollverhinderungsmechanik (Name ??) um erst mal alles zu stoppen und Dich zu sammeln.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dann tritt man auf die Bremse oder zieht die Handbremse bevor man zurückrollt. Anfahren am Berg solltest du ja können -oder üben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"rolle ich dem ja voll vorne drauf. ... was mache ich dann um das zu
verhindern?"

Ich muß schon sagen, daß mich diese Frage erschreckt, von jemand,em der anscheinend einen Führerschein besitzt.

Ich kann Dir eine Neuigkeit verraten: Der Erbauer des Auto hat dafür vorgesorgt. Es gibt eine Mechanik, die das Auto am weiterrollen oder wegrollen hindert.

Eigentlich sogar zwei, eine für sofortige und sehr effektive Wegrollverhinderung und eine für dauerhafte Wegrollverhinderung. Nur fällt mir gerade der Name dieser Mechaniken nicht ein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von signk
22.03.2016, 00:56

..überlege auch schon die ganze Zeit.. 😁 

..irgendwas war das doch mit B

0

Lässt du ihn absaufen oder würgst du ihn ab? Das sind zwei völlig unabhängige Parameter!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?