Mit Kleingewerbe Steuern von über 200 € nachzahlen?!?!

8 Antworten

Natürlich musst du am Jahresende in der Steuererklärung deine Einnahmen und Ausgaben angeben. Der Überschuß wird dann "normal versteuert", sofern deine Einnahmen die Ausgaben überwiegen. Verwechselst du das gerade mit der Umsatzsteuerfreigrenze? Also, dass du nicht Vorsteuerabzugsberechtigt bist?

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naja.. einnahmen hab ich natürlich angegeben: rechnungen in kopie beigefügt und halt die jahressumme auf dem entsprechenden wisch angegeben. ausgaben??? was hat man denn für ausgaben, wenn man einfach nur promo macht???

verwechsel ich was womit?! mit diesem höchstsatz? kein plan. ich dachte ich mach damit bisschen geld nebenbei und gut ist. (eine freundin befindet sich in den selben rahmenbedingungen: fester job, kleingewerbe, bisschen promo... nie was zurückzahlen müssen.)

lass mich 2008 600 euro verdient haben (weiss es grad nicht genau). wenn ich da jetzt 200 euro nachzahlen muss, werd ich das kleingewerbe wohl wieder abmelden. dass is mir der ganze stress dann einfach nicht wert.

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@moerl

Wenn du keine Ausgaben in deinem Gewerbe hast sondern nur Einnahmen, dann ist dieser Betrag dein Gewinn aus der unternehmerischen Tätigkeit und somit zu versteuern. Ähnlich wie dein Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit, welches am Jahresende "steuerlich reduziert" wird, z.B. um die Werbungskosten o.ä. Bei einem Gewerbe kannst du eben alles als Ausgabe ansetzen, was direkt damit zu tun hat. Die Ausgaben schmälern den zu versteuernden Gewinn. Kann es sein, dass deine Freundin nix nachzahlen musste, weil sie z.B. viel Werbungskosten im Rahmen ihrer nichtselbständigen Tätigkeit hat und somit eigentlich eine Steuerrückerstattung am Jahresende bekommen hätte? Das wird am Jahresende alles verrechnet.

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@Schnulli00

da geht's ja schon wieder los: "was direkt damit zu tun hat!" genau das ist ja eine sehr dehnbare sache, wenn ich sehe, was manche leute absetzen. aber was soll ich denn legal/guten gewissens als kleiner promoter angeben!? da gibt's einfach nix. fahrtkosten zum job bekommt man in form von pauschalen, arbeitskleidung wird gestellt. und da hört's bei mir schon auf, was man einreichen könnte.

nein, bei der freudin handelt es sich ebenfalls um promojobs und soweit ich richtig informiert bin, hat sie da auch nix weiter eingereicht.

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@moerl

Als kleiner Promoter brauchst du nen Laptop, du hast ggf. Fahrtkosten, Büromaterial, die anteilige Internetnutzung zu Hause für die Firma, Briefe/Porto, gedruckte Flyer,

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@moerl

Nochmal zu deiner Freundin. Ich schrieb sinngemäß: Hat denn deine Freundin ohne ihr Gewerbe normalerweise eine ordentliche Steuerrückerstattung bekommen? Diese Rückerstattung wird "geschmälert", sobald weitere Einkünfte (in dem Fall in Form von sonstigen Einkünften (eben der Gewinn des Gewerbes)) hinzukommen, da darauf ja Steuern zu zahlen sind. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb sie nix (oder weniger als du) nachzahlen muss.

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@Schnulli00

fahrtkosten siehe oben. büromaterial wegen meiner rechnungen, die ich schreibe? fang ich jetzt an mir irgendwo ne ne quittung über 'nen packen papier und ne tonerkatusche herzuzaubern? internet? fang ich jetzt an meine monatsrechnung zu sezieren, wieviel von meiner nutzung auf promotionjobrecherche drauf gehen1? firma?? was für ne firma? flyer???

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@Schnulli00

achso, okay. missverständnis vorhin. genau so kann es natürlich gewesen sein. würde es zumindestens erklären. muss ich mal nachfragen, was sie da bei der nichtselbständigen geschichte noch so eingereicht hat.

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@moerl

Ich weiss ja nicht, wie deine Promotionstätigkeit aussieht und was du machst. Das waren Beispiele, was du brauchen könntest, um deine Tätigkeit auszuführen. Lass dir in Zukunft einfach für alles, was du kaufst, um dein Gewerbe durchzuführen, eine Rechnung oder Quittung geben. Und ja, das beginnt schon beim kleinsten Bleistift oder der durchgebrannten Glühbirne der Schreibtischlampe.

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@Schnulli00

naja... das sind ein paar jobs im jahr. paar hundert euro kommen bzw. kamen (hab damit erst letztes jahr angefangen) dabei rum. ich muss nix dafür tun ausser da antanzen, job machen und hinterher ne rechung stellen. die jobs werden mir zugespielt. ich mach quasi null dafür.

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Ich kann mir nur vorstellen, dass dieses Einkommen zwar nicht versteuert werden muss, dennoch aber dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Wie andere Einkommen und Lohnersatzleistungen auch.

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progressionswas???

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@moerl

Vorbehalt!
Das bedeutet, dass dieses Zusatzeinkommen zwar nicht direkt versteuert wird, zur Ermittlung des individuellen Steuersatzes aber dem anderen Einkommen zugeschlagen wird. Davon wird jetzt der neue Steuersatz abgelesen und das andere Einkommen mit diesem höheren Steuersatz veranlagt.

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Natürlich musst du versteuern und auch Steuern zahlen! Es geht um dein Gesamteinkommen. Was hast du denn bei der Anmeldung des Kleingewerbes angegeben? Umsatzsteuerpflichtbefreit?

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ob ich das direkt bei der anmeldung des kleingewerbes explizit mit angegeben habe, kann ich dir grade nicht sagen. allerdings hab ich meine rechnungen immer ohne umsatzsteuer ausgewiesen und auf den entsprechenden paragraphen verwiesen (19?).

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