Mit anderen über die Beziehung sprechen - ein "Geht gar nicht"?

13 Antworten

Es ist natürlich so eine Sache. Wenn man mal so richtig sauer und enttäuscht ist, und Dampf abläßt, heißt es ja nicht, daß man seinen Partner nicht mehr liebt. Kann aber, wenn man das mehrmals macht von anderen so verstanden werden. Wenn du dich immer nur über ihn beschwerst und schimpfst, aber dennoch mit ihm zusammenbleibst, wirkst du auch schnell unglaubwürdig. Aber gegen ein ratsuchendes Gespräch mit einer guten Freundin/Freund ist nichts einzuwenden.

Ich bin immer froh, dass mein Mann auch Fehler hat, weil sonst müsste ich ja auch perfekt sein. Also ein gewisses Maß an Toleranz in der einen Waagschale und auf der anderen Seite ein Teil Erziehung, bei Dingen, die man so nicht durchgehen lassen kann. Und das Ganze mit dem richtigen Maß an Zugehen aufeinander und Liebe, liebevollem und repektvollen Umgang miteinander und dem Bewusstsein, dass man selber auch solche Fehler hat. Dann klappt das super.

Und über kleine Marotten darf man sich auch mit den Freundinnen austauschen, wenn man zu seiner Liebe steht.

Vielleicht liegt's einfach daran, dass ich Reaktion anderer auf manche Fehler in meiner Vorstellung übertrieben aufgebauscht vor meinem inneren Auge sehe ;)

0

Es kommt darauf an, ob Du jemanden zum Reden hast, der seinerseits auch mal zu Dir kommt, um sich auszuk... Ist es nicht so, könnte es Deinen gewählten Gesprächspartner nerven; das gilt auch für Familienangehöhrige!

Hinzu kommt, dass es wichtig ist, sich vorher darüber zu verständigen, ob man einen Rat oder eine Meinung einholen will, oder wirklich nur Luft ablassen möchte. - Benutzt Du den Vorwand, einen Rat einzuholen und befolgst ihn dann nicht oder widersprichst, weil Du das ja doch ganz anders siehst, dann ist die Beziehung zu Deinem Gesprächspartner in Gefahr!

Ein Tagebuch ist da wirklich unkomplizierter und hat den Vorteil, dass Du nochmal nachschlagen kannst, wenn die Wogen geglättet sind. Irgendwann stellst Du dann auch fest, in welchen Zeitabständen Du Frust hattest ... dann fällt Dir vielleicht die Lösung des Problems leichter.

Manchmal ist es sogar sehr sinnvoll, mal mit einem Außenstehenden über die Beziehung und deren Probleme sprechen zu können. Ein Außenstehender sieht das Ganze unvoreingenommener und kann die Situation ganz anders beurteilen, dadurch Denkanstöße und Überlegungen zum Nachdenken geben. Allerdings sollte es eine Person sein, die vertrauenswürdig ist, ein(e) gute(r) Freund(in), Bekannte(r).

Hallo!

Ich habe das als auch schon gemacht, aber nur mit ganz engen Freunden, meinem Bruder oder meinem Patenonkel sowie meiner "Kindergartenfreundin" -----> eben bei jenen Leuten, bei denen ich genau weiß, dass das was ich sage unter uns bleibt.

Ich persönlich finde das nicht falsch oder verlogen, solange man bei der Wahrheit bleibt und niemanden diffamiert bzw. sich nicht nur "beklagt". 

Mir persönlich half es z.B. sehr, dass ich während meiner Trennung von meiner Ex bzw. während der vorherigen, über ein halbes Jahr gehenden Entfremdung einige Gespräche mit einem 1935 geborenen und sehr lebenserfahrenen Bekannten führen durfte, die mir sehr geholfen haben und mir diverse Türen öffneten, durch die ich diese Gesamtsituation besser und leichter betrachten konnte.

Was möchtest Du wissen?