Mietvertrag kündigung-welche Versandart am besten?

11 Antworten

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Immer Einschreiben mit Rückantwort.Sollte das Schreiben zurückkommen falls die Vermieterin verreist ist habt ihr einen Nachweis das eine Zustellung gescheitert ist denn dann steht das Datum der versuchten Zustellung drauf.Das ist dann der Nachweis für euch das ihr fristgerecht gekündigt habt.Der Nachteil ist das ihr solange den Einschreibebrief neu hinschicken müßt bis die Vermieterin ihn annimmt.Aber die Kündigungszeit läuft ab des ersten Zustellungsversuch.

Vielen dank für die Antwort. DAs war das was mir unklar war, nach dem suchen im Internet. Denn dort stand teilweise das wenn man das per Einschreiben mit Rückschein macht und der oder die Vermieter nicht da sind, gilt die Kündigung als nicht fristgerecht. Aber das ist ja dann wohl doch nicht so. Wollte auch schon sagen, kann ich ja auch nichts dafür das die nicht zu Hause ist. Dann geht die Kündigung per Einschreiben mit Rückantwort raus.

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@Diddlbaby

Denn dort stand teilweise das wenn man das per Einschreiben mit Rückschein macht und der oder die Vermieter nicht da sind, gilt die Kündigung als nicht fristgerecht.

das ist korrekt - die Kündigung gilt dann als NICHT ZUGESTELLT und ist UNWIRKSAM

Wollte auch schon sagen, kann ich ja auch nichts dafür das die nicht zu Hause ist.

das kann schon sein, aber Du mußt die rechtzeitige Zustellung beim Vermieter beweisen.

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@Diddlbaby

Leider ist die Antwort aber falsch. Es zaehlt nicht der Zustellversuch sondern die tatsaechliche Zustellung (Ausnahme ist die sog. "Zugangsfiktion", die bei einer Kleinvermieterin aber wahrscheinlich nicht anzuwenden ist).

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Völlig falsch!, Jupiter18!

Es kommt nicht auf den Zustellversuch, sondern den Zugang selbst an. Durch Übergabe-Einschreiben oder Rückschein ist eine Unterschrift des Empfängers zwingend erforderlich. Leistet er die erst nach seinem Urlaub, ist allenfalls hilfsweise die Kündigung wirksam, aber nicht zu der inzwischen verstrichene Frist!

Dieser fatale Irrtum kostet Diddlbaby mindestens 3 Monatsmieten :-O

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"Versuchte Zustellung" ist keine Zustellung! Und nur diese zählt bei Einschreiben + Rückschein.

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Ist ja prima, eine FALSCHE Antwort wurde als "hilfreichste Antwort" ausgezeichnet...

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Einschreiben mit Rückschein. Da bist Du auf der sicheren Seite!

N E I N

Sollte die Vermieterin nicht zuhause sein, wenn das Einschreiben mit Rückschein zugestellt wird und sie die Sendung beim Postamt abholen muß, kann sie einfach die Abholfrist verstreichen lassen und die Kündigung wäre nicht wirksam zugestellt. Ebenso kann sie die Annahme verweigern, bzw. später behaupten, daß nur ein leeren Blatt im Kuvert war usw.

Am besten macht man ein Einwurf-Einschreiben. Ein Einwurfeinschreiben gilt als wirksam zugestellt, sobald das Schreiben in den Briefkasten, also den Wirkungsbereich, des Vermieters geworfen wird. Zur Kontrolle bekommst Du ja eine Sendungsnummer und der Postbote notiert sich auch, wenn er das Schreiben eingeworfen hat. Lass aber das Kündigungsschreiben vorher einen unabhängigen Zeugen lesen (kein Familienangehöriger), besser ist Freund oder ein guter Bekannter und ihn dann das Schreiben eintüten. Dann ist der Zirkus mit dem leeren Blatt auch ausgeschlossen.

Genau so ist's richtig! Allerdings wuerde ich die Gefahren des "Zirkus mit dem leeren Blatt" als aeusserst gering einschaetzen. Kennst du einen Fall, in dem das funktioniert hat? Dennoch, Vorsicht ist die Mutter der ... DH!

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@DerCAM

den kenne ich zwar nur aus juristischer Fachliteratur - da wurde immer davor gewarnt-:) Als Anwaltssekretärin bekommt man da ja ne Menge mit.

In den Zeiten als es noch kein Einwurf-Einschreiben gab, haben wir die Kündigungen immer mit Einschreiben mit Rückschein und noch zusätzlich mit einem normalen Schreiben verschickt, und zwar auch um die Wirksamkeit der Kündigung zu beweisen.

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Genau so und nicht anders. Es kommt beim Gesetz immer darauf an, ob der Brief im "Machtbereich" des Empfängers liegt (Briefkasten). Wenn er bei der Post auf Abholung wartet, ist er somit nicht im Machtbereich des Empfängers. Ich kenne einen Anwalt Dr. xxxx, der nie Briefe auf "Einschreiben mit Rückschein" abholt. 1. Ist seine neugierde nicht so groß und 2. "muss ich dann extra Urlaub nehmen?" bei diesen Post-Öffnungszeiten!? 3. ist es meistens nur was schlechtes ;-) - Ein harter Hund, aber rechtlich so abgesichert :)Mit dem Einwurfeinschreiben wird der Brief nachweislich eingeworfen und der Empfänger trägt das Risiko der Kenntnisnahme, auch wenn er gerade z.B. im Urlaub ist.... (Angaben ohne Gewähr, bin ja kein RA ;-) )

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Am sichersten: Vermieter vor Zeugen telefonisch oder vorab per Fax oder E-Mail-Anhang auf das Kündigungsschreiben aufmerksam machen und es dann im Original als Einwurf(!)-Einschreiben zustellen.

Es genügt sogar ein normaler Brief, aber mit Sendungsverfolgung ist man auf der ganz sicheren Seite (Sendungsprotokoll ausdrucken).

Damit gilt es am übernächsten Tag wirksam als in den Empfangsbereich des Empfängers gelangt und ist rechtlich wirksam.

Selbst wenn er den Zugang vereitelt (Briefkasten zukleben) oder monatelang urlaubt: er wusste ja, dass die Kündigung kommt und hat damit entsprechende Vorkehrungen treffen können.

Vorsicht! Die Sendungsformen Übergabe-Einschreiben oder Rückschein gelten nach ständiger Rechtssprechung erst dann als zugestellt, wenn der Empfänger die Sendung tatsächlich gegen Unterschrift angenommen hat.

HTH

G imager761

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