Mietvertrag fristlos kündigen wegen Psyche?

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10 Antworten

Ein wirksamer Grund zur fristlosen Kündigung wäre die amtliche Feststellung das von der Wohnung eine Gefahr für Leib und Leben der Bewohner ausgeht.

Nur das man ein schlimmes Ereignis mit der Wohnung verbindet berechtigt nicht zur fristlosen Kündigung.

Kündige fristgerecht zum nächstmöglichen Termin.

Ausziehen kannst Du ja sofort.

Jedoch bin ich noch bis Ende des Jahres an die Wohnung gebunden (Mindestmietdauer im Mietvertrag).

Schreib mal den genauen Wortlaut.

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Nein, das ist er nicht.

Voraussetzung für einen zulässigen Grund wäre, dass er sich auf die Wohnung oder den Vermieter an sich begründet, was hier wohl nicht der Fall ist.

Es ist zwar grundsätzlich eine fristlose Kündigung möglich, wenn von der Wohnung gesundheitliche Gefahren ausgehen, dies aber auf psychische Probleme auszudehnen, dürfte wohl in der Praxis scheitern. Diese Fälle sind für konkrete Gesundheitsgefahren wie z.B. Schimmel, Asbest etc. vorgesehen. Wie du nachweisen willst, dass sich deine Wohnung gesundheitsgefährdend auf deine Psyche auswirkt, wirst du kaum beweisen können.

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Nein, eine fristlose Kündigung ist nur dann möglich, wenn schwerwiegende Gründe in der Wohnung (z.B. Unbewohnbarkeit durch Schimmel) liegen.

Deine Situation ist sicher nicht schön, aber letztendlich kann der Vermieter nichts dafür und muss dafür auch keinen Mietausfall in Kauf nehmen.

Ich würde hier das Gespräch mit dem Vermieter suchen und das Problem schildern. Vielleicht kann er Dich ja vorzeitig aus dem Vertrag lassen?

Wie lautet der genaue Wortlaut dieser Klausel im Mietvertrag? Vielleicht ist diese ja unwirksam? Das wäre beispielsweise der Fall, wenn der Kündigungsausschluss nur für dich gelten würde.

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Der Vermieter kann wohl nichts dafür das etwas in Deinem Umfeld passiert ist, folglich kannst Du nur fristgerecht kündigen oder den Vermieter fragen ob er Dich früher aus dem Vertrag lässt.

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Das beste wäre, Du würdest mal ganz offen mit Deinem Vermieter sprechen.

Stellt er sich stur, hilft da nur eine Bescheinigung eines Arztes, dass Du nicht in der Lage bist, alleine zu leben und deshalb der Mietvertrag vorzeitig aufgehoben werden muss.

Alles Gute. lg Lilo

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Kommentar von ChristianLE
17.06.2016, 12:13

Stellt er sich stur, hilft da nur eine Bescheinigung eines Arztes, dass Du nicht in der Lage bist, alleine zu leben und deshalb der Mietvertrag vorzeitig aufgehoben werden muss.

Selbst eine ärztliche Bescheinigung ändert nichts an der Mietbindung.

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Wenn du aus gesundheitlichen Gründen ausziehen willst, hindert dich doch niemand. Selbstverständlich musst du dann die Miete weiter zahlen, bis der Vermieter einen Nachmieter gefunden hat.

Den Vorfall in der Nachbarschaft hat doch der Vermieter nicht zu verantworten

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https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__569.html

http://bgb.kommentar.de/Buch-2/Abschnitt-8/Titel-5/Untertitel-2/Kapitel-5/Unterkapitel-1/Ausserordentliche-fristlose-Kuendigung-aus-wichtigem-Grund

Laut BGB-Kommentaren ist eine außerordentliche fristlose Kündigung zulässig, wenn von der Wohnung eine gesundheitliche Gefahr ausgeht. Wie weit eine psychische Störung dazugehört, kann nur schwer beurteilt werden.

Du müsstest schon genauer und nachvollziehbarer benennen können, welchen Anteil die Wohnung selbst an Deinen Beschwerden hat.

Denkbar wäre eine (sexuelle) Gewalterfahrung in der Wohnung, im Hausflur, die ein weiteres Leben in diesem Wohnumfeld nicht zumutbar erscheinen lässt.

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Kommentar von ChristianLE
17.06.2016, 12:15

Laut BGB-Kommentaren ist eine außerordentliche fristlose Kündigung zulässig, wenn von der Wohnung eine gesundheitliche Gefahr ausgeht.

Das gilt hier aber nur für Dinge, wie Krankheit durch Schimmel oder Asbest.

Der Vermieter kann ja nichts für die Erkrankung, bzw. hätte diese niemals verhindern können.

Die Probleme resultieren aus persönlichen/privaten Dingen und nicht aus der Wohnung als solches.

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Ich muss also hier raus. Am besten wieder zu meinen Eltern oder Freunden ziehen.

Das kannst Du natürlich sofort, wenn Du möchtest.

Allerdings musst Du eben weiterhin bis zum Ende des Mietvertrages Deine Miete und die Nebenkosten zahlen.

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Kommentar von Nemo75
17.06.2016, 12:18

Falsch

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sprich doch mal mit der vermieterin,vermieter... dein  vertrag ist gültig !!!  aber in einem persöhnlichen gespräch kannst du meistens mehr erreichen. nachmieter stellen z.B. 

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Da kommst du nur raus, wenn der Vermieter einverstanden ist. Er ist aber nicht verpflichtet, dich aus dem Vertrag zu entlassen. Ausziehen kannst du natürlich jederzeit, aber wenn der auf Vertragserfüllung beharrt, musst du bis zum Schluss zahlen.

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Kommentar von Nemo75
17.06.2016, 12:06

Komisch!
Das ist folgender Auszug eines Rechtsanwalts wohl auch falsch?

sie  könnten das Mietverhältnis mit dreimonatiger Kündigungsfrist beenden, wenn sich nach rechtlicher Prüfung Ihres Mietvertrages herausstellt, dass die von Ihnen erwähnte Mindestmietdauer nicht wirksam ist, da es sich dann um ein normales Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit handelt. Dies können Sie dann jederzeit, ohne Angabe von Gründen, mit dreimonatiger Frist kündigen.

Das Wohnungsmietrecht kennt keine Mindestmietdauer.

Es gibt nur einen Zeitmietvertrag nach § 575 BGB, der an enge Voraussetzungen geknüpft ist. Hier muss Ihnen bei Vertragsschluss z.B. der Grund der Befristung schriftlich nitgeteilt worden sein.

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