Mieterhöhung nach Modernisierung der Wohnung/Badezimmer

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7 Antworten

Du wolltest also, dass das Bad renoviert wird. Ich kenne auch so einen Fall. In einem MFH aus anfangs 60er wurden die Bäder renoviert. Folgendes wurde gemacht: Neue Badewanne mit Duschwand. Neues Waschbecken, neues Klosett mit Unterputzspülkasten. Neuer Heizkörper und neuer Durchlauferhitzer. Dazu wurden alle Leitungen erneuert und unter Putz verlegt. Natürlich mußten danach alle Wände neu verputzt und gefliest werden. Neuer Estrich und neue Bodenfliesen. Je Bad rund 10000 € bei ebenfalls rund 4 m² Fläche. Falls die Renovierung Deines Bades nur die Hälfte an Aufwand bedeutet hat, würde es 100 Monate dauern, bis die Erneuerung, von der Du voll profitierst, die Du Dir gewünscht hast und die Dir offenbar auch Freude bereitet, wieder bezahlt ist. Mehr als 8 Jahre, also. Dabei ist die Wohnung viel billiger, als die meisten in der Umgebung. Man darf also davon ausgehen, dass nur ein Teil der Erhöhung für die Bäder einkalkuliert werden kann. Rechne die Erhöhung auf den Tag um: € 1,66 je Tag für mehr Wohlbefinden bei der täglichen Körperpflege.

Es kommt einfach drauf an, womit der Vermieter die Mieterhöhung begründet. Sind es die Modernisierungsmaßnahmen, darf er 11% der Kosten (abzüglich anstehende Instandhaltungs- bzw. Instandsetzungskosten) jährlich auf die Nettomiete aufschlagen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein Teil der Kosten dementsprechend nicht anzurechnen ist. Der Vermieter müsste seine Mod.-Erhöhung rechnerisch und faktisch darstellen.

Die andere Variante wäre die Mieterhöhung nach Vergleichsmiete. Da dürften binnen drei Jahren max. 20% angesetzt werden. Auch müssten drei Vergleichswohnungen benannt werden, um prüfen zu können, dass die Forderung in dieser Höhe berechtigt ist. Hinzu kommt, dass der Mieter im MEV aufgefordert werden muss, der Mieterhöhung zuzustimmen. Fehlen die beiden vorstehenden Angaben, ist das MEV unwirksam Gingen diese beiden Formalien in Ordnung, dürfte der V. frühestens ab Beginn des 4. Monats nach Zustellung des MEV die höhere Miete verlangen, Zugangsmonat eingerechnet.

darf er, aber die renovierung als begründung scheidet aus. 20 % erhöhung innerhalb von 3 Jahren sind duchaus gerechtferigt. auch ohne jede begründung... sei froh, dass der vermieter nicht seine vollen 20 % geltend macht und die miete auf 309,60 € anhebt...

lg, anna

djd0ni 28.08.2012, 15:06

Ja die 1,60€ würden es dann auch nicht mehr machen ;-)

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Meine Frage bezieht sich darauf, ob ein Vermieter nach einer Modernisierung die Miete um 20% erhöhen darf.

Grundsätzlich darf der Vermieter nach einer Modernisierung die Miete erhöhen. Auf die Jahresmiete dürfen dann 11% der Modernisierungskosten aufgeschlagen werden.

Nehmen wir an die Modernisierung kostet den Vermieter ca. 5000,-€, dann könnte er davon 550,- = monatlich ca. 46,-€ umlegen. Bei dieser Erhöhung müßte der Vermieter sich dann auch nicht am Mietspiegel oder örtlichen Vergleichsmieten orientieren.

djd0ni 28.08.2012, 15:07

Darf er sich jetzt aussuchen welches Model er nimmt? 11% der Modernisierungskosten oder bis zu 20% Mieterhöhung??

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Nemisis2010 28.08.2012, 15:18
@djd0ni

eigentlich ja, nur wäre es dann von Dir "klüger" die Zustimmung bezüglich dieser 20%igen Mieterhöhung zu verweigern, wenn z.B. die Modernisierungskosten ca. 10000,-€ betragen würden? -:)

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djd0ni 28.08.2012, 15:33
@Nemisis2010

10.000 Euro mag ich stark zu bezweifeln bei einem Bad von 4m², aber als ich die Dame von der Hausverwaltung auf die Kosten angesprochen habe, meinte diese, sie dürfe mir den Preis nicht nennen.

Auch komisch oder??

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Nemisis2010 28.08.2012, 17:13
@djd0ni

wenn der Vermieter der Vermieter die Mieterhöhung bereits mit dem örtlichen Mietspiegel begründet hat, muß er die die Modernisierungskosten für das Bad auch nicht nennen.

Denn wie hier schon andere User ausgeführt haben, kann der Vermieter die Miete innerhalb von 3 Jahren um 20% erhöhen.

http://www.mieterbund.de/mieterhoehung0.html

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Ich habe heute nochmals mit meinem Vermieter telefoniert. Er sagte er habe in meiner Wohngegend mehrere Objekte und die liegen alle um die 5,00 Euro pro m² und meine möchte er gerne auch anpassen und im Gegenzug bekomme ich ein neues Bad. Ich bräuchte mir aber keine Gedanken machen, dass er in den nächsten Jahren käme und die Miete erhöhen würde!!

Dazu kommt noch, dass er sich darauf eingelassen hat, dass ich anstelle 50,00 Euro pro Monat, nur 35,00 Euro pro Monat mehr zahle.

Netter Mensch. Alles gut und ich danke Allen für Eure zahlreichen Antworten und Unterstützung.

LG dj_d0ni

Darf er, ist allerdings innerhalb von 3 Jahren der Maximalbetrag.

ja darf er

20% in 3 jahren, ist hier so

in 3 jahren kann er nochmal so 10% mehr nehmen, dann ist er auf dem mietspiegel

er hätte dafür nichtmal renovieren müssen btw, wenn es der mietspiegel auch so hergibt

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