Mercedes schlüssel in Waschmaschine? Was tun?

Mercedes schlüssel - (Wasser, Waschmaschine, waschen)

8 Antworten

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Wenn Waschlauge in den Schlüssel eingedrungen ist, war es schon mal ein guter Schritt, dass Du gleich die Batterie rausgenommen und die sich im Gehäuse befindliche Lauge rauslaufen hast lassen. Auch das der Schlüssel jetzt noch funktioniert ist ein gutes Zeichen.

Aber: Es befinden sich jetzt noch Waschmittelrückstände auf der Elektronik des Schlüssels. Die unmittelbare Gefahr von Kriechströmen in der Elektronik ist jetzt erst mal vom Tisch (er funktioniert ja wieder) aber jetzt beginnen die Seifenlaugenrückstände, alle Leiterbahnen und Bauteile anzugreifen. Das führt in wenigen Wochen dazu, das dort drin der Grünspan so erblühen wird, daß er die Leiterplatte regelrecht oberflächlich zerfressen wird... inklusive Leiterbahnen.

Was Du jetzt machen mußt (und auch nicht auf die Lange Bank schieben): Öffne den Schlüssel, gib immer wieder Spiritus auf die beiden Seiten der Leiterplatte und bürste die spiritusnasse Leiterplatte beidseitig mit einem Pinsel (auch weicheren Borstenpinsel) mehrfach VORSICHTIG ab. Zum Schluß noch mal mit Spiritus spülen und trocknen lassen. Dann wird er auch weiterhin funktionieren. Ich habe dieses Spiel schon mehrfach mit diversen Handys gehabt, die versehentlich mitgewaschen wurden. Teilweise habe ich sie erst dann bekommen, wenn der Grünspan schon Leiterbahnen irreparabel zerfressen hat. Den Rest konnte ich mit der Spiritusreinigung wieder am Leben erhalten. Also jetzt nicht "er geht ja zum Glück wieder" abhaken und warten, bis er nicht mehr funktioniert.

Zum Thema Reissäckchen: Der Klassiker beim Falschmachen... denn der Reis zieht auch nur die Feuchtigkeit raus und lässt die Laugenrückstände drin!

Mfg

Sehr gut zu wissen!!!!!! VIELEN DANK. Ich dachte mir, das wäre es jetzt gewesen...Wobei wenn man logisch denkt, (was ich scheinbar nicht kann) ises eigentlich klar das die Lauge mit der Zeit ihre Wirkung Zeigt. Spiritus oder 99%Alkohol? Oder ist es eigentlich das selbe? Und muss ich die Platine vom Gehäuse entfernen oder würde es reichen, wenn ich den Schlüßel ohne Bat. darin einlege?

Vielen Dank

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@Stefanmeis

Ich würde das nicht als fehlendes logisches Denken sehen sondern eher auf nicht vorhandene Erfahrung in solchen Dingen... und woher soll denn die Erfahrung auch kommen, wenn Du nicht im elektronischen Bereich arbeitest. Keine Sorge: Das geht vielen so; suche hier einfach mal etwas die Antworten durch und zähle, wie oft die Schnapsidee des Reissäckchens auftaucht.

Zu Deinem Schlüssel: Darin baden würde ich ihn nicht sondern ihn soweit (wenn möglich) zerlegen, daß Du schön an beide Seiten der Leiterplatte rankommst. ... wie gesagt: Wenn möglich! Dann solltest Du noch auf eine Sache sehr sehr aufpassen: Zerlege und reinige den Schlüssel an einem Ort, wo Du Platz hast und nach Möglichkeit auch eine helle saubere Oberfläche (ggf. ein Blatt Papier unterlegen). Der Grund hierfür: Ich kann es Dir zwar für Mercedes nicht sagen aber bei anderen Herstellern war es schon so, daß der Chip für die Wegfahrsperre nur in das Gehäuse eingesteckt war und relativ leicht rausfällt (Bsp. ältere BMW). Auf einer weissen Unterlage siehst Du dann das Teil und kannst es "sicherstellen" bzw. später wieder einlegen. ... nur für den Fall, das bei den Transponder- Schlüsseln sowas auch noch mit drin ist. Nicht, daß Du da eine böse Überraschung erlebst.

Vielleicht googelst Du mal im Netz, ob Du irgendwas über das Vorgehen zum Zerlegen findest. Das hilft oft ungemein bevor man beim Öffungs-Versuch was abbricht.

Viel Erfolg!

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Ich habe eben folgendes gemacht, habe allerdings Pressluft zur Verfügung:

  1. Notschlüssel raus
  2. damit Batteriefach geöffnet( Notschlüssel oben reinstecken. es gibt Videos dazu im Forum)
  3. ln ein kleines Glas Spiritus gefüllt, so viel, dass der ganze Schlüssel darin versinkt.
  4. Schlüssel am unteren Ende (s. g. Bart) gepackt und jetzt oft eingetaucht und wieder herausgezogen. Es entweichen beim Eintauchen immer einige Luftblasen. Also einfach gut spülen. Ich hab’s ca 10 mal gemacht.
  5. dann mit Pressluft Ausblasdüse mit ca 10 cm Abstand in Batteriefach und obere Öffnung trockengeblasen. Vorstellung: Laugereste müssten so ausgespült und ausgeblasen sein.
  6. Schlüssel hat wieder alle Funktionen.
  7. Falls später Funktionen wider Erwarten nicht mehr vorhanden sein sollten, werde ich berichten.
  8. Ich hatte die alte- „gewaschene „ Batterie wieder verwendet. Sie hat die 90 Grad Wäsche unbeschadet überstanden 😊.
  9. Viel Erfolg wünsche ich. Der Schlüssel musste nicht zerstört werden.
Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Benutze den Schlüssel jetzt seit 14 Tagen: funktioniert mit allen Funktionen. J.

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An alle die es betrifft,

 

Ihr habe einen chromschlüssel mit nur einer Knopfzelle? Dann gibt es da nach meiner Info zwei Varianten. Die eine, wo sich die beiden Seitenteile aus Chrom mit einer Zange oder mit etwas Gewalt nach oben schieben lassen und dann der Schlüssel sich recht einfach zerlegen lässt, da er wie Lego, gesteckt ist. Die Chromseitenteile sind hier mehr oder weniger der Verschluss.

Oder aber Ihr habt den Schlüssel wo sich nichts schieben lässt. Das sind die neueren Schlüssel und damit wohl die meisten. Dann gibt es eigentlich nur eine Lösung: Komplette Demontage in dem man den Schlüssel zerstört. Das muss aber vorsichtig und mit Überlegung geschehen. Denn wir wollen ja nicht die Platine zerstören.

Also zuerste das kleine Chromoberteil vorsichtig mit einem Uhrmacherschraubenzieher runterhebeln. Das geht mit etwas Gewalt ganz gut.

Dann die beiden Chromtseitenteile runterhebeln. Dabei unten in der Nähe des bartes ein Ansatz/Spalt suchen. Am Oberteil des Schlüssels geht gar nichts. Da kommt man nie rein.

Nun hat man den Rohling aus Kunststoff vor sich. Man stellt fest, das der sich so nicht öffnen lässt, verklebt ist. Man findet aber am oberen Teil des Schlüssels ein Ansatz. Da kann man mit dem kleinen Schraubenzieher reinhebeln. Ist ein wenig fummelig. Aber mit Geduld klappt es.

Wenn man nun alles weg hat. Stellt man fest, das die Platine an ein Seitenteil mit zwei kleinen Kunststoffstifte fest verbunden ist. Die Stifte habe die Form einer kleinen Kappe dort wo sie aus der Platine kommen. Diese vorsichtig mit einem Cuttermesser wegschneiden ohne die Platine zu beschädigen. Hört sich tricky an, geht aber recht gut.

Voila, wir habe die Platine nun freigelegt.

Was selbstverständlich sein sollte: ganz zu Beginn haben wir ja die Batterie entfernt, gelle?

Und wenn der Schlüssel in der Waschmaschine war, denn schadet es bestimmt nicht ihn mit herausgenommener Batterie für ein paar Stunden in Spiritus getränkt zu haben. Und das alsbald als möglich.

Wenn man das berücksichtigt hat, hat man nur geringe Ausblühungen auf der Platine. Diese habe ich mit einer Zahnbürste/Pinsel und Spiritus gründlich weggebürstet/entfernt. Ein Gehäuse gibt’s bei Ebay für 25Euro.

So habe ich jedenfalls meinen SL-Schlüssel gerettet. Besser als die 350.- Euro für einen neuen beim freundlichen.

Hab jetzt neue Batterien rein. Lustigerweise funktioniert der Schlüssel wieder. Wobei ich sagen muss, dass ich den Schlüssel die Nacht über vor ein Ventilator gestellt hab. :)

Für alle die das hier noch lesen. Sollte es der Schlüssel mit der einen Knopfzelle sein, wo die beiden seitlichen Chromteile nicht mit Kraft nach oben abgeschoben werden können - ja, da gibt es  2 verschiedene-, dann hilft nur folgendes: Batterie raus. Schlüssel in ein Glas mit Spiritus werfen. Das sollte so bald wie möglich geschehen. Das ist wohl das einzige was gegen die Ausblühungen auf der Platine hilft. Neues Ersatzgehäuse mit EINER Knopfzelle bei Ebay bestellen. Kostet um die 25.-. Wenn das eintrift kann man sich ans Werk machen. Oberes kleine Chromteil mit einem kleinen Schraubenzieher (Uhrmacherschraubenzieher) weghebeln. Geht mit ein wenig Gewalt. Dann die beiden Seitenteile weghebeln. Unten in der Nähe des bartes kommt man mit ein wenig Gewalt rein. Vorsichtig dabei sein. 2 Linke Hände sollte man nicht haben. Kann man leicht abrutschen bei und sich selbst in die Finger pieksen. Dann Hat man nur noch das Kunstoffteil. Dies kann man auf der oberen Seite, da wo der Notschlüssel reingesteckt wird aufhebeln. Das alles liest sich recht schnell. Man sollte sich aber im klaren sein, dass da ein Platine drin ist, die man ja nicht kaputt machen will. Ich habe auf diesem Weg 1/2 Stunde gebraucht und dann war der Schlüssel offen. Wenn ich es nochmal machen müsste ginge natürlich alles viel schneller, da ich nun genau weis wo ich ansetzen muss. Dann die Platine entnommen. Da sind noch zwei kleine Plastikpropfen dauf wo die Platine mit dem Gehäuse verbunden ist. Die muss man mit einem Cuttermesser vorsichtig abschneiden. Platine nicht kaputt machen dabei!!! Dann noch die Platine mit Spiritus und einer Zahnbürste schön sauber Bürsten und Trocknen lassen. Der Zusammenbau geht dann recht einfach. Und: 350Euro gespart.

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