Kann man sein Schlüssel auch günstiger nachmachen?

4 Antworten

Von Experte rotesand bestätigt

Ein moderner Autoschlüssel besteht aus

  1. Transponder
  2. mechanischer Schlüssel mit Fräsbild
  3. Funkfernbedinung mit Batterie
  4. bei Mercedes zusätzlich noch ein spezieller Stecker der in die Zündschlüssel Aufnahme gesteckt wird und mit dem der Anlasser betätigt werden kann, quasi vergleichbar mit Zündschloss und Zündschlüssel

Der Transponder muss in der ECU angelernt werden, ohne ihn bleibt die Wegfahrsperre aktiviert, mit einem OBD II Stecker und der passenden Software, kann der geübte das selbst programmieren. Die Mercedeswerkstatt berechnet 30 bis 50 € dafür

der Mechanische Schlüssel hat heute eine aufwändige Fräsung, die nur wenige Schlüsseldienste in der Lage sind zu kopieren, die Kosten dafür sind relativ hoch, ca. 50€ für die Fräsung ist normal. Der Rohling kostet nur ein paar Cent.

Die Funkfernbedineung muss auf die richtige Frequenz programmiert sein und kann dann mit dem Fahrzeug synchronisiert werden, das kann man selbst machen sofern die HArdware die richtige Frequenz bereit hält.

Sind also die Kosten für den Arbeitsaufwand ca 100 € zzgl. der HArdware die man im Internet in jeder Preislage bekommen kann.

Vorteil bei Bestellung des Mercedes- Originalschlüssel ist, das die Programmierung anhand der Fahrgestellnummer bereits im Werk abgeschlossen wird. Der so nachbestellte Schlüssel muss nur noch in der ECU angelernt werden und ist dann mit all seinen Funktionen sofort einsatzbereit, während Fremdfabrikate häufig Probleme sowohl bei der Synchronisation der Fernbedineung wie auch beim Anlernen im Fahrzeugsteuergerät machen.

Also wer 50€ für nen lumpigen Bahnenschlüssel (mechanisch!) nimmt, ist mehr als dreist.

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Der ELCODE-Schlüssel inklusive Anlernen und Synchronisation kostet bei Mercedes rund 300 Euronen, das ist richtig. Er hat eine Lieferzeit von rund 14 Tagen; zur Bestellung muss man sich als Eigentümer des KFZs legitimieren und den Fahrzeugbrief vorlegen -------> der Schlüssel gilt als diebstahlrelevantes Teil. Ist ein Dauerthema; diese Teile gehen nach im Schnitt 15-18 Jahren einfach so kaputt. Mercedes hatte schon im W123 und im 190er ständig Ärger mit Zündschlüsseln und Schlössern, das ist über die Jahre wie die Rostanfälligkeit des Blechs und die chronisch rostigen Bremsschläuche nie besser geworden.

Es gibt inzwischen auch irgendwelche Chinesen über Ebay, die so was für weniger Geld anbieten, das ist jedoch unseriös und nicht empfehlenswert. In der Sache ist Mercedes tatsächlich die einzige echte Option.

Ich sage es ganz davon abgesehen mal so: Wer es immer "günstiger" haben will, sollte sich keinen Mercedes kaufen, sondern einen Kleinwagen. Mercedes ist ein traditioneller Oberklasse-Hersteller, wenngleich BMW und Audi sowie Lexus und die Schweden bei den Teilepreisen noch mehr zulangen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich habe schon viele verschiedene Auto´s unterschiedlicher Hersteller mein Eigen nennen dürfen, Immer Mittellklasse bis obere Mittelklasse, darunter auch ein paar Mercedes, BMW, Toyota, Opel, Hyunday, VW und noch ein paar andere, aber unterm Strich, waren alle Mercedes die ich hatte immer die wirtschaftlichsten Autos. Vor allem wenn man die Wertbeständigkeit berücksichtigt, ist MB unschlagbar. Liegt villeicht auch daran, dass ich Coupe Liebhaber bin und MB Coupe´s schon von Hause aus dazu tendieren, eines Tages, meist bereits nach übernächstem Modellwechsel, Liebhaberfahrzeuge zu werden.

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@RudiRatlos67

Ich hatte einen Audi 100, einen Opel Omega Sechszylinder, einen BMW 520i und einen BMW 728i, aktuell fahre ich seit 2013 Mercedes C-Klasse, derzeit 269.000 Kilometer. Einen Ford Mondeo 1.8 Ghia (Baujahr 1993) hatte ich auch. In der Unterhaltung ist der Mercedes in der Berücksichtigung aller Kriterien günstiger als der Ford und auf Augenhöhe mit dem Opel. Darüber kommen mit gewissem Abstand Audi 100 (Kostenlage war aber noch immer nicht hoch, sondern sehr akzeptabel) und dann mit weitem Abstand die beiden BMWs. Das lag aber mehr an den Händlern als an den Ersatzteilen: Die BMW-Händler gingen auf die ganz hohe Schule, was das Rechnungsschreiben angeht; Benz ist viel maßvoller und eben auch ein Hersteller für Gewerbekunden, Taxis und Lastwagen. Das macht schon einen Unterschied.

Relativ teuer war subjektiv Ford. Kleinigkeiten wie Ölwechsel und Kundendienste gingen, Ersatzteile aber gingen selbst als "Motorcraft"-Posten ins Geld. Meine Onkels mit Focus von 2005 (schon verkauft) und Mondeo von 2007 (hat er noch) haben das auch so festgestellt. Opel war im Vergleich selbst beim Omega 3.2 V6 mit 218 PS und Automatik hingegen auffallend günstig; der örtliche Opelhändler unterbot bei interessehalber angefragten Preisvergleichen sogar eine freie Werkstatt...!

Bei Mercedes ist auch die Ersatzteilversorgung problemlos. So war es nicht mehr möglich, bei BMW Lackstift oder -spray in "263 Dunkelblau", einer bis 2005 lackierten Farbe, zu erhalten. Am Ende ging ich zu Mercedes, habe dort "904 Dunkelblau" gekauft (eine Farbe aus Strichachterzeiten), die in 24 Stunden als Spray und Lackstift geliefert wurde und das auch noch günstig. Es gab noch mehr solcher Vorfälle.

Ganz schrecklich war leider der eigentlich grandiose, super zu fahrende und klasse ausgestattete 2004er Mitsubishi Carisma meines Bruders, dank schwarzer Lackierung und schwarzer Lederpolster (es war die noble Elegance-Version mit voller Hütte inklusive Werksnavi und Klimaautomatik) scherzhaft als "Leichenwagen" bezeichnet. Die Teilepreise waren für einen als Neuwagen recht preiswerten Mittelklässler absurd hoch, auch Inspektionen kosteten bei vergleichbarem Umfang mehr als bei Mercedes - ich erinnere mich an 2200 Euro bei 90.000 Kilometern mit Zahnriemenwechsel - und 2015 gab uns der MMC-Händler unter der Hand den Tipp, den Carisma bald abzustoßen. Er war noch einwandfrei, aber die Ersatzteillage werde immer angespannter und schlechter und bevor teure Reparaturen kommen, sollte man ihn verkaufen, wenn er noch gut fährt - und es war echt so: Der Carisma spielte in meiner Heimatstadt, obwohl er von 1995-2004 wie geschnitten Brot an jede Menge Familienväter, Rentner und sogar Singles verkauft worden ist und ein Klasse-Auto war, ab spätestens 2017 keine Rolle mehr. Unserer flog 2016 raus und wurde durch einen gebrauchten, "rentnergepflegten" Audi A4 ersetzt, der meinem Bruder treu dient.

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@rotesand

Du bestätigst weitestgehend auch meine Erfarhungen, wobei, an meine Auto´s lasse ich nur Wasser, Schampoo und mein eigenes Profiwerkzeug :)
Teile kaufe ich grundsätzlich nur in Erstausrüsterqualität bei Lieferanten für den Fachhandel, also zb. Wessels und Müller, die leider in letzter Zeit, immer mehr auf Apothekenpreise umdisponiert haben, aber es gibt ja auch noch andere Liferanten die Mahle, Bosch, Hella, TRW, Sachs, ZF, Mann, Castrol, Liqui Moly, ATE, Michelin, Bridgestone, Goodyear, Pirelli, Yokohama, Brembo, Lukas usw. usw. usw zu akzeptablen Kursen verkaufen.
Original Ersatzteile versuche ich zu vermeiden, denn es ist letztlich egal, ob der Hersteller nur auf dem Ersatzteil steht und die blaue Verpackung einen Mercedesstern trägt, oder ob das gleiche Ersatzteil in der Herstellerverpackung versendet und zum halben Preis angeboten wird.
Jüngstes Beispiel, Zündkerzen für mein BMW Motorrad.
Die Kerze kam immer von Bosch, Bezeichnung XR7LDC, die gleiche Zündkerze gibt es auch von NGK und Champion, die auch gleichwertig sind. Jedoch war Bosch zuletzt der einzige Hersteller, dessen Zündkerze für dieses Fahrzeug freigegeben war und die Vergleichsprodukte zu schlechten Laufeigenschaften und zu Motorschäden an eben diesem Motor führten und eben auch nicht von NGK und Champion für dieses Motorrad freigegeben sind.
Inzwischen vertreibt Bosch auch nur noch das NAchfolgeproduckt XR7LDC-"+", das aber ebenfalls nicht für diesen Motor freigegeben ist. Bleibt also nur die Kerze direkt bei BMW zu bestellen.
Der Preis für die Bosch Kerze in Bosch Verpackung war bisher immer ca. 5 €, Jetzt in BMW Verpackung kostet die Kerze mindestens 12 €. Nützt ja nix, ich brauch diese Kerze, also 4 Stück bei BMW bestellt, Kerzen erhalten und Bosch gebrandete Zündkerze aus der BMW Verpackung herausgeholt.

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Ich kann Dir Deine Frage leider nicht konkret beantworten wo man das billig machen lassen kann. Es geht bestimmt irgendwo günstiger, aber das ist meiner Meinung nach wirklich die falsche Stelle zum sparen.

Von den Schlüsseln hängt sehr viel ab. Da kann es sein das der komplette Bordcomputer anfängt zu spinnen. Wir hatten mal nen Kunden der wollte da auch sparen, hat er auch beim Kauf selbst. (Keine Ahnung wo der den Schlüssel her hatte) ständig sind ihm die Lichter im Innenraum ausgegangen und es kam sogar die Störung das das System in kürze (angegebene Minutenzahl weis ich nimmer) runter gefahren wird. War zwar kein Mercedes, aber das Problem hat sich dann erledigt als er einen anderen Schlüssel bekommen hat. Somit hat er leider doppelt gezahlt.

Will Dir nur damit sagen das Du nicht gerade zu einem super sonderschnäppchen zugreifen solltest. Sondern lieber in den sauren Apfel beißt und dafür aber gute Arbeit bekommst wo auch Problemlos die Garantie nutzen kannst. Bei vielen Ebayanbietern ist das nämlich so ne Sache mit der Garantie und ein ewiges hin und her.

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