Meinungen zu Obama?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also erstmal finde ich, dass Obama als Person sehr sympathisch und bodenständig Präsident wirkte, inklusive der Familie. Auf dem Teppich geblieben, skandalfrei!
Aber jetzt zur Politik...
Pro: "Frieden" mit Kuba, Obamacare, Finanzkrise gut gerettet, Atomabkommen, mehr Rechte für Homosexuelle
Contra: keine Änderung des Waffenrechts; allgemein hat er oft wenig bewirkt - speziell in der letzten Amtszeit - Klima, Einwanderung... - alles beim Alten; schwierige Außenpolitik (Ukraine, Syrien, Irak)

...wirklich einer der besten Präsidenten?

Ich empfinde es widersprüchlich, das er einerseits den Friedensnobelpreis erhalten hat - andererseits weiterhin bekannterweise unschuldige in Guantanamo gefoltert werden, Drohnen völkerechtswidrig Menschen abknallen und noch niemal soviele unbewaffnete Schwarze "aus versehen" von Polizisten erschossen wurden.

Auch in der Verschärfung des Waffengesetzes ist er kläglich gescheitert - Dank der konservativen republikanischen Übermacht im Senat und Repräsentantenhaus.

Rhethorik, Intelligenz und Ausstrahlung ist leider nicht alles, was es zu einer gloreichen Präsidentschaft braucht - er muss auch die richtigen (und ausreichend) Leute hinter sich bekommen...


Tjaaaa vom Obami lässt man sich gern einlullen, ist ja auch so ein redegewandtes, charismatisches Kerlchen und mit seinem Basketball Court im Weißen Haus auch so cool wie der fresh prince von bel Air. Macht man den Televisor aber aus und nimmt ein paar Texte zur Hand sieht man auf einmal jemand ganz anderen vor sich. Jemanden der den gewalttätigen Pentagonstrategen kaum etwas entgegensetzen konnte und sowohl den Krieg in Afghanistan intensiviert hat, als auch Libyen ins Chaos gestürzt und an der Zerstörung Syriens mitgewirkt hat. Jemanden der Guantanamo nicht schließen konnte, wo wahrscheinlich mehr Unschuldige als sonst wo sitzten, darunter viele Minderjährige und wo täglich gefoltert wird. Jemand der per Unterschrift völkerrechtswiedrige Drohnenmorde zu tausenden im Jemen, Pakistan und wo sonst noch anordnete. Hinzu kommt der laufende Rechtsbruch was das ausspionieren der eigenen Bürger angeht, wobei genau genommen das Recht "nur" umgangen wird, aber genau das getan wird was verboten ist. Dann hat man in die Souveränität des Irans eingegriffen, die Schulden fast verdoppelt, Rusland herausgefordert, was nach hinten losgegangen ist, jedes Klimaschutzabkommen abgelehnt in dem eine Handlungsverpflichtung enthalten war und und und.
Das sind also die Dinge die er hätte sein lassen sollen, hinzu kommen die Dinge die er hatte tun sollen und nicht getan hat. Er ist nicht der Teufel oder so, er muss sich halt an das Machbare halten und unterliegt auch einer Menge Einschränkungen. Allerdings hätte er mehr als oft seinen Spielraum zum besseren Nutzen können, so er denn gewollt hätte.

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