Meinung zu einem Kopftuch als Christin?

24 Antworten

Ich bin Christin und trage kein Kopftuch, mehr noch, ich habe sogar sehr kurzes Haar.

Wer Kopftuch tragen MÖCHTE, freiwillig, sollte das tun dürfen. Wer es zwangsweise tragen muss, sollte sich mal so langsam befreien. Eine Kopfbedeckung sollte kein Ausdruck der religiösen Ausrichtung sein

Ich finde es in Ordnung, wenn eine Frau wegen 1. Korinther 11,5-6 ein Kopftuch (besonders beim Gebet) tragen möchte.

Als Erklärung dieser Stelle mal die Bibelkommentare von John MacArthur und Dr. John F. Walvoord:

In der MacArthur-Studienbibel findet sich zu 1. Korinther 11,5-6:

"Frau ... betet oder weissagt. Paulus erteilt klare Anweisungen, dass Frauen bei den Zusammenkünften der Gemeinde nicht leiten oder reden dürfen (vgl. 14,34; 1Tim 2,12), aber sie dürfen vor Ungläubigen beten oder ihnen das Evangelium erklären oder auch Kinder und andere Frauen belehren (vgl. 1Tim 5,16; Tit 2,3.4). Wenn Frauen öffentlich beten oder das Wort Gottes verkünden, müssen sie sich dabei in angemessener Weise vom Mann unterscheiden. unbedecktem Haupt.

In der Kultur Korinths symbolisierte die Kopfbedeckung einer Frau, die öffentlich diente oder anbetete, ihre Unterordnung gegenüber ihrem Ehemann. Der Apostel legt hier kein absolutes Gesetz für Frauen fest, dass sie in allen Gemeinden zu allen Zeiten Kopftücher oder Schleier tragen sollten, sondern erklärt, dass die Symbole der von Gott verordneten Geschlechterrollen erkennbar respektiert werden sollen. Wie beim Götzenopferfleisch (Kap. 8; 9) birgt es an sich nichts Geistliches in sich, ob man eine Kopfbedeckung trägt oder nicht. Aber es war falsch, Rebellion gegen Gottes Ordnung auszudrücken.

schändet ihr Haupt. »Haupt« kann sich auf die Frau selbst beziehen, da es eine Schande für sie ist, wenn sie die anerkannten Symbole der Unterordnung ablehnt, oder es bezieht sich auf ihren Ehemann, auf den sie durch ihr Verhalten Schande bringt.

11,6 schändlich ... das Haar abschneiden ... zu lassen. Damals schnitten sich höchstens Prostituierte oder Feministinnen die Haare ab. Wenn eine Christin die Kopfbedeckung verweigerte, die in jener Kultur ihre Unterordnung ausdrückte, könnte sie sich genauso gut den Kopf kahlscheren lassen - die Schande wäre dieselbe."

Im Walvoord-Bibelkommentar steht zu 1. Korinther 11,5-6:

"Wenn es auch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, deuten doch viele Belege darauf hin, dass sowohl in der jüdischen (Mishnah, Ketuboth 7. 6; babylonischer Talmud, Ketuboth 72 a - b) als auch in der gräco-romanischen Kultur des 1. Jahrhunderts (Plutarch, Moralia 3.232 c; 4. 267 b; Apuleius, Der goldene Esel 11. 10) die Frau in der Öffentlichkeit ihr Haupt bedeckt tragen mußte. Die Art und Weise, wie diese Forderung erfüllt wurde (Ovid, Liebeskunst 3:135-65), war zwar sehr unterschiedlich, doch gewöhnlich scheint ein Teil des Übergewands wie eine Kapuze über den Kopf gezogen worden zu sein.

Es hat den Anschein, dass die korinthische Parole "alles ist erlaubt" auch in den Gemeinde Versammlungen dominierte. Offensichtlich hatten sich auch die Korintherinnen dieses Prinzip zu eigen gemacht und die sie als Frauen kennzeichnenden Kopfbedeckungen abgelegt. Wichtiger ist jedoch, dass sie offenbar auch gegen ihre untergeordnete Stellung innerhalb der Gemeinde (und vielleicht auch in der Gesellschaft) und damit gegen jedes kulturelle Symbol (z. B. die Kopfbedeckung), in dem sich diese Unterordnung äußerte, aufbegehrten. Nach Paulus ist die Ablegung der Kopfbedeckung jedoch nicht etwa ein Ausdruck der Befreiung, sondern eine Herabwürdigung ihrer selbst. Ebensogut könnten sie sich die Haare scheren - damals ein Zeichen der Schande (Aristophanes, Thesmophoriazysae 837) -, denn mit ihrem unbedeckten Kopf entehren sie sich selbst und ihr geistliches Oberhaupt, den Mann."

Danke das ist wirklich sehr gut erklärt👍🏻

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@Kathi0907

Vielen Dank für den "Stern", ganz liebe Grüße und Gottes Segen!

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Hey☺️

Ich trage zuhause oft ein Kopftuch, allerdings sieht es nicht wie ein hijab aus. Das kommt daher weil ich den Islam in keinster Weise beleidigen möchte und ich andere Formen von Kopftüchern einfach schöner finde. Bin übrigens nicht orthodox. ☺️

grüße :)

Du kannst es aber ruhig als Hijab tragen und Du würdest damit auch den Islam auch nicht beleidigen - schon gar nicht, wenn Du es nur Zuhause trägst und Dich keiner damit sieht. Würdest Du mit Hijab rausgehen, wäre es halt nur wichtig, dass Du anständig angezogen bist (also keinen Minirock oder so dazu trägst) und Dich anständig und vernünftig benimmst und verhältst, dann würde sich auch niemand beleidigt fühlen, zumal man ja sowieso nicht sieht, ob Du Muslima bist oder nicht. Und selbst wenn man weiß, dass Du keine Muslima bist, wäre es nicht schlimm, wenn Du Dein Kopftuch als Hijab trägst - solange Du Dich entsprechend verhältst.

In der Freizeit und wenn es kalt draußen ist, trage ich Kopftücher gern als Hijab. Aber im normalen Alltag trage ich sie ansonsten auch gerne als Turban oder als Tichel - die Kopftuch-Variante jüdischer Frauen, das wird im Nacken gebunden. Ich trage Kopftücher total gerne, auch wenn ich Christin bin - bin evangelisch.

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Nö bin allerdings auch ein Mann :)

Was ich davon halte? Ich halte es für unnötig und zwingen sollte einen niemand dazu.

Ich hatte mich auch damit beschäftigt, und dachte, dass ich mindestens langen Haare als Schleier tragen sollte, weil ich mich daran halten wollte, was in der Bibel steht. Aber ich habe soviel Zeit für meine Haare gebraucht, um sie zu pflegen und hatte dann noch eine kleine Tochter, die damit spielen wollte, dazu standen mir die langen Haaren nicht. Jetzt habe ich wieder kurze Haare.

Ich denke auch, wenn das Kopftuch oder die langen Haaren tragen als äusserliches Zeichen der Unterwerfung gegenüber dem Mann ist, aber nicht ernst gemeint ist, dann wäre es nur Heuchelei!

So erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

Matthäus 23:28 SCH2000

https://bible.com/bible/157/mat.23.28.SCH2000

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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