Mein Hund ist letztens gestorben?

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14 Antworten

Vielleicht ein Gedanke... ich kenne diese unendliche Leere und die Trauer nur zu gut... ich finde diesen Text so unheimlich schön. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und die richtige Entscheidung.

Wenn ich mit meinen Pfoten ein Testament schreiben könnte …

für die Zeit danach… so wie Menschen es tun, um das zu hinterlassen, was
sie nicht mitnehmen können… Ich würde mir wünschen, dass ich all das,
was ich zurücklasse, einem armen einsamen Streuner geben könnte, einem
der Vielen, die überall auf der Welt auf ein Zuhause warten und die
niemals erlebt haben, wie es ist, geliebt zu werden, es warm zu haben
und immer genügend zu fressen. Ich würde mir wünschen, ihm meinen Napf
zu geben und mein weiches Körbchen. All mein Spielzeug und die
Geborgenheit, die ich erlebte. Die sanften Hände und das Lächeln, das
meine Menschen mir stets schenkten. All die Liebe, die ich bekam und die
Spaziergänge, die ich so liebte. Ich würde diesem armen Hund einen
Platz im Herzen meines Menschen schenken, weil dieser grenzenlos ist und
neben mir sonst leer bleiben würde. Das alles würde ich einer armen
Seele hinterlassen, weil ich weiß, dass die Lücke, die ich hinterlasse,
nur ein Hund ausfüllen kann…

Ich habe deinen Wunsch erfüllt… Obwohl ich erst glaubte, dass mein Herz
nie wieder frei sein würde für jemand anderen. Weil es so verdammt weh
tat. Es war ein Ziehen, als würde etwas zerreißen in meiner Brust,
herausgerissen werden und dann wieder zusammengeschnürt, so dass es mir
den Atem nahm… Irgendwann versiegten die Tränen, veränderte sich der
Schmerz – fast unmerklich – kam ein Sehnen hinzu. Mein Körper wollte
wieder ganz sein. Ich sehnte mich nach dieser Liebe, nach all dem, was
nur ein Hund geben kann. Fast magisch zog es mich zu den Bildern der
Armen, der Verlassenen. Ich suchte und wusste nicht, nach wem, wusste
nicht, dass bereits jemand wartete, denn ich suchte irgendwie nach DIR…
Stunde um Stunde, tagelang, sah ich in unendlich viele Augen, Herzen,
Seelen, die mich anzuflehen schienen… und die doch so fremd wirkten. Ich
las Geschichten und Schicksale, die mich zutiefst berührten, wartete
auf eine Eingebung, auf DAS Gefühl… auf einen Hinweis von dir. Doch er
kam nicht… und plötzlich wurde mir klar, warum… Weil schon jemand
wartete. Und dass es gar nicht schwierig ist, sondern ganz leicht. Wir
müssen nicht suchen, wir werden geführt, dorthin… wo wir es vielleicht
nicht erwartet hätten… als wir vielleicht noch gar nicht danach suchten…
Ein Foto tauchte auf, in meinem Inneren, ein Freund hatte es mir
gesandt… gleich, nachdem du gegangen warst, doch da konnte ich noch
nicht sehen… vor lauter Tränen. Und plötzlich bekam ich Angst, dass wir
uns verpasst haben… Und dann saß ich wieder vor diesem allerersten Bild…
wo jemand auf mich wartete… immer noch… weil Seelen sich immer finden
werden, die zusammengehören… und ich weiß, dass du sie mir geschickt
hast!
© Sylvia Raßloff

Quelle: http://tiersterne.de/forum.php?go=300&treadid=1848&gruppenid=150&gruppentext=Texte&treadtext=Das%20Testament&PHPSESSID=ed67a06625114118367da8fd92887e0b

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Drei Monate ist ja noch gar nicht lange her! Es ist normal,das Du trauerst und weinen musst! Lass es doch einfach zu,das wird ganz bestimmt im laufe der Zeit weniger werden! Und ja,warum sollst Du Sie vergessen??? Ihr habt Euch lieb gehabt,schöne Zeiten miteinander verbracht,so was vergisst man nie! Deine Hündin wäre ja traurig,wenn Sie,da wo Sie jetzt ist,sehen würde,Du willst Sie vergessen!!!

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Du willst doch deinen Hund hoffentlich nicht vergessen. Das hat dein Hund nicht verdient. Irgendwann werden die Tränen weniger werden. Aber behalte den Hund in liebevoller Erinnerung.

Mein voriger Hund ist vor vier Jahren, ziemlich auf den Tag, gestorben. Ich habe längst wieder einen neuen Hund, den ich auch sehr  liebe.

Aber kürzlich ist in meinem Dorf eine Familie eingezogen, die einen Hund besitzt, der fast ein Doppelgänger von meinem toten Hund ist. MIr kommen zwar nicht mehr die Tränen, aber ich streichel ihn jedesmal, wenn er mir über den Weg läuft.

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Ich kann mich nur allen anderen vorherigen Antworten anschliessen. Als unser Border-Rüde gegangen ist , war das eine Katastrophe. Seine Vollschwester, die zwei Jahre jünger war, hat mir in der Zeit viel geholfen. Wir wollten sie in Ruhe alt werden lassen, damals war sie gerade 11 Jahre, und uns erst einmal keinen Hund mehr holen.

Gegen allen Befürchtungen hat Kara nur kurz getrauert und ist schnell wieder ein fröhlicher Hund geworden.

Und gegen unsere Überzeugung haben uns ein Jahr später Bekannte angesprochen, ob wir einen Bordercolli-Welpen möchten. Nein, wir wollten eigentlich keinen. Der Tod unseres Rüden hat noch immer weh getan.

Und entgegen unserer Überzeugung haben wir uns die Welpen angesehen... Und einen ins Herz geschlossen.

Mir kam es damals irgendwie wie ein Verrat gegenüber unserem Rüden und unserer Kara, die nun 12 Jahre alt wurde, vor.

Tja, wir haben uns zu dem Welpen entschlossen. Mit neun Wochen ist er bei uns eingezogen. Und natürlich ein genau so hochwertiges Familienmitglied geworden wie unsere anderen Hunde.

Unsere Kara hat den Kleinen noch ein Jahr begleitet und ist dann eingeschlafen.

Rückblickend war es kein Verrat , dass wir uns einen neuen Hund geholt haben. Noch immer tut es weh, wenn ich an unsere zwei Borderle denke.

Der Rüde wurde eingeäschert und steht bei uns in einer Urne im Wohnzimmer, da wir damals noch kein Grundstück hatten. Unsere Kara hat in unserem Garten ihre letzte Ruhe gefunden. Es ist schön, dass ihr Grab bei uns ist.

Drei Monate nach dem Tod unserer Hündin hat dann eine kleine Strassenhündin aus Rumänien ein neues zu Hause bei uns gefunden. Und wir sind glücklich mit den zwei Rackern. Beide sind nun drei Jahre alt und ein Traumteam. Doch unsere anderen zwei geliebten Hunde sind ganz tief in unseren Herzen. Mir kommen noch heute die Tränen, wenn ich an die zwei denke. Das muss man sich nicht verkneifen, ich finde es schön, wenn Menschen um ihre geliebten Fellnasen weinen. Noch vor zehn oder mehr Jahren war das irgendwie ein NoGo. Wer weint denn um einen Hund?

Ich  wünsche dir von Herzen alles alles Gute, egal wie du dich entscheidest - vergessen wirst du deine Fellnase nie!

Ganz liebe Grüße   Jacqueline

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Wir haben unseren shar pei der zwei Jahre lang aufs übelste misshandelt wurde nach 7 Monaten die e sie nur bei uns sein konnte durch einen Tierarztpfusch verloren...das hat sie nicht verdient..sie hatte Angst, kannte nichts und es wurde von Tag zu Tag besser..ich war seine Bezugsperson..sie hatte endlich wieder vertraut..und musste erneut durch einen unfähigen Tierarzt leiden..bzw.wir ließen sie gehen..es tut heute noch sehr weh..sie bekam eine Einzelverbrennung..und ist nun wieder bei uns inkl.grossem Bild. Da es so unerträglich war wie bei dir und die Trauer eine Ewigkeit hält beschlossen wir nicht länger zu warten und einem anderen Hund die Chance zu geben auf ein normales Leben - holten uns 3 Monate nachdem unsere Hannah verstarb wieder einen Hund, diesmal aus Ungarn, Tötungsstation.sie war kein Ersatz, half aber die Trauer zu lindern..und hat nun ein super Leben - ebenso nach Misshandlungen...es ist eine neue Aufgabe für uns als Familie..(muss dazu sagen dass ich immer gezielt soziale schwerstfälle aufnehme)solltet du solch einen Schritt gehen wollen kann ich Pfotenhilfe Sauerland empfehlen..die sind so lieb und auch Welpen sind leider oft in den Tötungen 

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Hallo,

Ich weiß ganz genau, wie du dich fühlst. Das gleiche habe nicht nur du und ich durch gemacht, sondern viele andere auch. Es ist eine schreckliche Zeit. Ich kann dir nur empfehlen, dir einen neuen Hund zu holen. Fahre zu einem Tierheim und vielleicht sitzt genau dort ein Hund der auf dich wartet. Damit verrätst du deine Liebe zu deinem verstorbenen Hund nicht. Denn er würde es wollen, dass du einem anderen Hund hilfst. Schau Dich um, du wirst erleben, dass bereits einer auf dich wartet. So habe ich es erlebt und viele andere Menschen auch.

Versuche es.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit 

LG

Funny52

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Lass Dir Zeit zu trauern, und schäm Dich nicht, wenn Dir die Tränen kommen.

Das heisst nur, dass du ein Mensch mit Gefühlen bist, und kein Eisklotz.

Meinen alten Rambo musste ich Anfang April gehen lassen, und es tut mir heute noch weh, wenn ich einen Hund sehe, welcher optisch Ähnlichkeit mit ihm hat.

 

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Warum willst du eine normale Trauerreaktion abstellen?
Dein Hund hat mehrere Jahre als Familienmitglied mit euch/dir gelebt.
Da ist es doch normal, dass andere Hunde einen daran erinnern und das das traurig macht.

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Ich weiß, es klingt vielleicht etwas blöd, aber das beste, was man tun kann, ist sich einen Hund zu holen.

Eine Bekannte hat vor 4 Jahren auch ihren Hund durch den Tod verloren, hatte danach auch noch weitere Hunde, aber muss trotzdem noch manchmal weinen. So ist das immer, wenn man ein geliebtes Lebewesen verliert.

Aber wenn du dir einen neuen Hund holst ist das Haus nicht so leer, dann ist da jemand da, dann kannst du wieder neue Liebe für einen Hund entwickeln. Es ist meiner Meinung nach das beste, was man tun kann.

Und bloß nicht die Trauer unterdrücken, sonst kommt sie irgendwann wieder raus... Lass es ruhig zu, lass es raus. Aber du musst weiter machen!

Ich habe auch ein Haustier und er wird auch immer älter, ich habe auch so Angst, dass er stirbt. 

Alles Gute dir. 

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Kommentar von Airedalefan
19.10.2016, 11:52

Also sich einen neuen hund zu holen wo der alte grad erst 3 Monate tot ist um ein Ablenkung zu haben ist völliger quatsch.du kannst doch ein Tier nicht einfach ersetzen.erstmal muss man zur ruhe kommen damit man bereit für einen neuen hund ist.wenn jetzt einer kommt würde die Wahrscheinlichkeit groß sein das man nur mit dem alten vergleicht und jeder Hund ist anders. Ich habe mir vor kurzem eine 2 te Hündin geholt weil meine gr unter anderem langsam anfängt in die Jahre zu kommen.sie ist fit  und kann die kl mit erziehen weil sie ja schon vernünftig ist und gut erzogen. 

An der helfer.Es gibt kein pantentrezept wie man etwas angehen sollte, jeder trauert anders und unterschiedlich lang.vergessen wirst du ein geliebtes Tier nie. Du würdest ja auch nicht deine Eltern vergessen wollen wenn sie in hoffentlich weit entfernter Zukunft mal sterben.trauer ist wichtig um es zu verarbeiten und zu akzeptieren. Lass sie ruhig zu.unser erster hund ist seid jahren tot und wenn ich sowas hier lese kommen mir immer wieder die Tränen.  Das ist normal und zeigt nur wie groß die liebe war.aber du wirst lernen damit umzugehen und es wird weniger werden (in der Öffentlichkeit zu weinen).

alles gute

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Gib Dir selbst die Zeit, ihren Tod zu verarbeiten. Sowas dauert und 3 Monate sind da noch lange nicht ausreichend. Der Hund einer Freundin ist vor etwas mehr als einem Jahr verstorben. Sie kann inzwischen wieder über ihn sprechen, aber wenn man zulange über ihn spricht, kommen ihr noch heute die Tränen.

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In deinen Tränen steckt "das frühere Glück' mit ihm.

Was man geliebt hat..vergisst man nie.......lass deiner Liebe einen kleinen Platz in deinem Herzen...etwas anderes hätte dein Kleiner nie gewollt.

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Das braucht Zeit , ich habe mein Hund nach 2 Jahren noch mit Tränen nachgetrauert

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Lenk dich irgendwie ab. das hat mir damals sehr geholfen

Lg Killerwisser12

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2 meiner Katzen musste ich auch einschläfern lassen. Ich habe sie einäschern lassen und die Urnen stehen bei mir in der Vitrine. Es brennt dauernd eine LED-Kerze. Ich werde sie niemals vergessen und schaue mir die Bilder täglich an. Das solltest Du auch tun,NICHT VERGESSEN, sondern TRAUER ZULASSEN !

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Kommentar von xttenere
19.10.2016, 12:07

schön geschrieben.

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