Mehrarbeit durch Krankheitsvertretung und Urlaubsvertretung im Pfelegdienst?

2 Antworten

Natürlich werde ich mich mit dem Arbeitgeber darüber unterhalten. Da diese Fragekonstellation aber offenbar recht selten ist, wollte ich erstmal einige Meinungen dazu nachfragen.

Die Hauptrichtung der Überlegung dürfte sein, ob es statthaft ist zu verlangen, dass die eigentlich fixen monatlichen Arbeitsstunden des Teilzeit-Arbeitnehmers voraussehbar (Urlaubsvertretung) mal um 100% erhöht, und mal spontan auf 0% (Abfeiern wenn Kunde keine Betreuung möchte) reduziert werden dürfen. 

Denn was ist, wenn der Kunde mal für mehrere Monate im Krankenhaus ist oder sonstwie keine Betreuer/Pfleger braucht, und das Zeitkonto aber leer ist? 

Das System kann also so gar nicht auf Dauer funktionieren, eigentlich muss es ja das Risiko des Kunden (= Patient) des Arbeitgebers sein, gebuchte aber nicht abgerufene Leistungen (= Stunden der Pflegekräfte) trotzdem zu bezahlen. So soll es jetzt aber auf die Arbeitnehmer abgewälzt werden, dass Kunde wie Arbeitgeber kein Kostenrisiko haben.

Wo ist denn das Problem? Nur weil der AG dadurch eine Teilzeitkraft einspart, ist das noch lange nicht nicht korrekt.

Ihr habt doch beide einen Arbeitsvertrag unterschrieben wo dies festgehalten wird - wusstet also worauf ihr euch einlasst. Weder wird eine Höchstarbeitszeit überschritten noch ist euer Urlaub eingeschränkt.

Ich sehe hier kein Problem, nur weil ihr das plötzlich aus privaten Gründen nicht wollt. Ihr könnt höchstens beide zusammen zum AG gehen und ihm euer "Problem" schildern, darauf hoffen dass er Verständnis hat. Der einzige Vorteil einer weiteren Arbeitskrakft für ihn wäre dass er auf jemanden zurückgreifen kann, wenn eine von euch im Urlaub ist und die andere krank.

Das ist nicht "plötzlich" von uns, da dieser Kunde mit seinen speziellen Umständen vom AG gerade erst neu aufgenommen worden ist. 

Von wochenlanger doppelter Arbeitszeit durch gegenseitige Urlaubsvertretungungen ist im Arbeitsvertrag halt auch nicht die Rede. Auch nicht, dass die so vereinbarte Arbeitszeit spontan zu unseren Lasten auf null runtergehen kann, wenn der Kunde mal keine Betreuung haben möchte. Und schon gar nicht, dass man dafür dann durch Vollzeit-Monate vorarbeiten soll.

Für diese Mehrarbeit wurde mündlich eine Vertretungskraft versprochen, die nun aber doch nur noch für Notfälle da sein soll, wenn wir beide mal nicht zur Verfügung stehen.

0
@Safi71

Soll heissen, der Kunde und euer AG sind zwei verschiedene Personen. Das war für mich nicht klar (hätte ich mir aber denken können).

Jedenfalls, wenn das vertraglich nicht so vereinbart ist, dann ist das ohne euer Einverständnis tatsächlich nicht korrekt. Ich nehme an dass es dann einen Zusatz zum Arbeitsvertrag geben muss.

Da kenne ich mich aber zuwenig aus, jedenfalls was deutsches Recht betrifft. Sicher melden sich auch noch User mit besseren Fachkenntnissen.

0

Wo ist denn das Problem?

Das ist eine ziemlich - ich drücke es mal vorsichtig aus - "merkwürdige" Frage!

Schließlich handelt es sich um Arbeitsverträge zur Teilzeitarbeit! und eine Teilzeitkraft ist nicht verpflichtet, länger zu arbeiten, als vertraglich vereinbart; das betrifft auch Überstunden, von konkreten betrieblichen Notfällen (im tatsächlichen Sinne des Wortes) abgesehen!

Es ist absolut nicht in Ordnung und auch nicht der Sinn von Teilzeitarbeit, dass sie vom Arbeitgeber als Verschiebemasse missbraucht wird, um Probleme bei seiner Personaleinsatzorganisation abzufedern und Personal einzusparen!

1
@Familiengerd

... aber es ist wie so oft im Leben:

Der Eine versucht es - der Andere lässt es sich gefallen...

Ich sehe hier dringenden Gesprächsbedarf zwischen Arbeitnehmerin und Arbeitgeber - notfalls mit Unterstützung des Betriebsrates (so vorhanden), ersatzweise durch Konsultation eines Fachanwalts für Arbeitsrecht.

Eine weitere Option wäre eine Eigenkündigung - gute Pflegekräfte werden derzeit überall händeringend gesucht.

1
@Nightstick

mit Unterstützung des Betriebsrates (so vorhanden)

Das kann man - nach diesen Schilderungen - wohl getrost und mit Sicherheit bezweifeln.

1

Überstunden bei Personalmangel

Folgende Situation: Ich bin als Teilzeitkraft in einem Pflegedienst beschäftigt . Wir sind 2 Angestellte die sich die Teildienste aufteilen. Die Chefin selbst hat selber Schichten mit eigenen Patienten. Nun hat sich meine Kollegin während ihres Urlaubes den Arm gebrochen. Meine Chefin hat mir dann gesagt das ich zunächst weiterhin meine Kollegin vertreten muss aufgrund bestehenden Personalmangels. Jetzt arbeite ich 21 Tage komplett durch ohne einen Tag frei. In diesem Monat komme ich daher knapp auf 145 Stunden und das als Teilzeitkraft!! Desweiteren wird wahrscheinlich mein Urlaub gestrichen. Ich bin zweifache Mutter und bin am Ende !!! Vielleicht sollte noch erwähnt werden, das ich in 17 Monaten 14 Tage Urlaub hatte !!

...zur Frage

Vergütung Überstunden?

Guten Tag,

der Tarifvertrag und Arbeitsvertrag sagen folgendes aus:

39 Arbeitsstunden / Woche
5% Mehrarbeit, falls nötig (2. Std)

Sachverhalt:
1. Es werden grundsätzlich 41 Std. / Woche laut Schichtplan eingeplant. Ist dieses ohne weiteres möglich? Es gehen keine Überstunden auf das Zeitkonto.
Besteht ein Recht auf Vergütung? Ist es rechtlich in Ordnung, dass der Arbeitgeber dies für jede Woche anordnet, unabhängig davon, ob dies notwendig ist?

2. Darüberhinaus ist im Wechsel jeder Arbeitnehmer ca. 1x im Monat an einem Samstag hier. Überstunden gehen auf das Zeitkonto. Kann man dieses verneinen?

Vielen Dank für die Antworten.

...zur Frage

Mehrarbeit-Arbeitszeitkonto

Am 25.04.13 hatte ich eine Tätigkeit bei der Leiharbeit aufgenommen, bis zum 29.04.13 war ich 34 Stunden im Einsatz.Tarif DGB/BZA 35 Stundenwoche 151,67 Stunden im Monat.

Aus der Lohnabrechnung geht hervor dass 13 Stunden ausgezahlt werden und wegen Mehrarbeit 21 Stunden auf das Arbeitszeitkonto müssen.

Ich hatte noch nie für 5 Arbeitstage 21 Stunden auf dem Arbeitszeitkonto, zuvor wurden bei anderen Arbeitgebern alle Arbeitsstunden ausgezahlt wenn ich am Monatsende eine Arbeit aufgenommen hatte. Wie kann das sein dass jetzt 21 Stunden nicht ausgezahlt werden?

Ich dachte immer es kommen nur Überstunden auf ein Zeitkonto, oder liegt das im Ermessen des Arbeitgebers wie viel Stunden bezahlt werden und was auf ein Zeitkonto geht!?

...zur Frage

trotz Krankenschein Minusstunden aufs Zeitkonto?

Hallo,ich arbeite seit kurzem 32h in der Woche in der ambulanten Pflege.Wir leisten 12 Stunden Dienste.Nun wurde ich krank,hätte in der Zeit 2 Tage, also 24h arbeiten müssen.Der Krankenschein geht über 5 Tage.Jetzt rechnen mein Arbeitgeber nur für die beiden geplanten Dienste 6,4 Stunden ab.(6,4hx 5Tage die Wochegleich 32h die Woche)ist das überhaupt rechtens,da mache ich Minusstunden trotz Krankenschein?

...zur Frage

Pflegeberuf: Keine Pause und jedes Wochenende arbeiten als Teilzeitkraft. Ist das noch rechtens?

Hallo meine Lieben. Seit 2 Wochen arbeite als als Teilzeitkraft (25 Stunden die woche ..eigentlich) in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung.

Nun kenne ich meinen Dienstplan bereits für den ganzen Monat und musste feststellen das ich an keinem Wochenende frei habe. Ich kenne es so das man eigentlich an 2 Wochenenden im Monat frei bekommt.

Zu dem muss ich sogar an zwei Wochen über 40 Stunden arbeiten. Ich dachte wenn man nur 25 stunden in der Woche arbeiten darf dann ist es verboten mehr zu arbeiten und nein es wird nicht ausgeglichen. Zumindestens nicht im moment. Aber eine Kollegin meinte ,das selbst wenn man nur eine Teilzeit-Hilfskraft ist und fast die ganze Woche durcharbeitet das es nicht mit freien Tagen oder ähnlichem ausgeglichen wird.

Und noch etwas was mir bereits jetzt aufgefallen ist. Wir machen alle keine Pause,also normalerweise steht ja jedem eine Pause zu der mindestens 6 Stunden arbeitet,richtig? Zwar ist es gerade in einem Pflegeberuf schwierig da die Bewohner ja immer was von einem wollen aber dennoch..selbst in Seniorenheimen bekommt man es hin eine Pause zu machen.

Jedenfalls kann mir jemand sagen ob das alles schon rechtswidrig ist? Ich weiss ja das ein Pflegeberuf eh so eine etwas kompliziertere Sache ist und man diesen bereich nicht mit anderen Berufszweigen vergleichen kann.

LG

...zur Frage

Darf mein Arbeitgeber mein Zeitkonto einfach auf 0 setzten?

Mein Arbeitgeber hat mir für Dezember letzten Jahres keinen lohn bezahlt. Habe aber auch nie einen einsatz bekommen habe aber 114,75 Stunden auf meinen Zeitkonto. Jetzt sagt mein Arbeitsgeber, dass er die Stunden auf 0 setzt zum Ausgleich, weil ich im Dezember nicht gearbeitet habe. Darf er das? Ohne mir einen cent zu bezahlen?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?