Mama vor fast 7 Monaten gestorben, träume wieder viel von ihr?

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11 Antworten

Also ich finde, du verarbeitest den Tod sehr gut. Man sagt, Trauer kommt in Wellen. Mal meint man, wieder völlig im Alltag angekommen zu sein, dann kommt wieder ein Moment der Trauer. Bei mir auch oft ausgelöst durch Dinge, die der Verstorbene - in dem Fall mein Bruder - gesagt hätte.

Diese "Visionen" oder wie man das nennen soll - plötzliche komplette oder teilweise Bilder des Verstorbenen vor oder neben einem zu sehen - sind wohl normal. In meiner Familien zwei Leute auch mal über einen längeren Zeitraum nur seine Augen gesehen. Bei mir passierten die "Visionen" immer, wenn ich alleine war und nichts zu tun hatte, also irgendwo warten musste, spezieren ging etc. 

Mir persönlich ging es so, dass ich eher Schuldgefühle hatte, als die Trauer nach ca. einem halben Jahr etwas abflaute. Träume hatte ich nicht viele, vielleicht alle paar Monate mal einen, dafür aber eben viele dieser "Erscheinungen", dass ich ihn plötzlich vor mir sah, oder seine Beine neben mir, so als würde er neben mir laufen etc.

Ich habe mir damals sofort Notizen gemacht, wenn ich etwas geträumt hatte etc. Sie waren oft nur stichwortartig, halfen aber bei der Erinnerung. Drei Monate nach einem Tod hatte ich ein ungewöhnliches Erlebnis: Ich halte seit meiner Kindheit Wellensittiche und bestimmte Handlungen gingen mir in Fleisch und Blut über. Z.B: immer zu schauen, oder Käfig geschlossen ist, bevor man Fenster oder Türen öffnet. Im Winter legte ich mich dann nachmittags aufs Ohr und öffnete vorher die Fenster weit. Ich schlief zwei Stunden und als ich aufwachte merkte ich, dass der Vogelkäfig oben komplett offen war, nur die Vordertür hatte ich geschlossen. Ein Wunder, dass keiner der vier Wellensittiche in der Zeit zum Fenster rausgeflogen war! Da hatte ich beim Aufwachen auch so ein Bild von meinem Bruder vor mir und bin bis heute überzeugt, dass er irgendwie darüber gewacht hat, dass da kein Vogel in den kalten Winter hinausfliegt. Ein halbes Jahr nach seinem Tod hatten sein Vater und ich den gleichen Traum, obwohl wir wenig Kontakt haben und sein leiblicher Vater 800 km von mir entfernt wohnt. Es gibt schon Zufälle, auf die man mal achten kann.

Du musst solche Sachen nicht jedem erzählen - viele schauen dann bestimmt auch skeptisch - kannst sie aber z.B. in einem Trauerforum (online) oder einer Trauergruppe (vor Ort) mitteilen oder nur für dich aufschreiben.

Mir passierte es nach seinem Tod, dass ich mehrere Lieder im Radio hörte und stark auf ihn bezog (da war gerade, "Hey, brother" in den Charts. Als wir die Nachricht von seinem Tod bekamen und zum Krankenhaus fuhren, meinte mein anderer Bruder, der am Steuer saß, "wir machen mal das Radio an und schauen, was er uns sagen will". Mein anderer Bruder ist eher nicht religiös etc. Und ich hätte in der Situation das Radio ausgelassen. Und es kam der Song "Safe and sound" (!) mit genau den ersten Zeilen beim Einstellen des Radios:

"I could lift you up.
I could show you what you wanna see
and take you where you wanna be."

Achte doch mal auf solche Dinge. Oft sind es ganz kleine Dinge, die einem ein "anderes" Gefühl geben.

Kurz nach seinem Tod lief z.B. Family of the Year "Hero", und ein Großteil des Liedes könnte man einfach sehr auf ihn zugeschnitten verstehen (er hatte Downsyndrom, wollte gern eine Arbeit wie andere Leute auch machen und nicht in der geschützten Werkstatt arbeiten und hatte eine Freundin, der er viele Geschenke machte. Selbst der Teil mit der Maskarade passt, weil sich solche Menschen eben sehr schwer verstellen können und sich deshalb manchmal unangemessen (distanzlos etc.) verhalten).

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Hallo !!!

Ich fühle mich angesprochen von Deiner Situation da ich dasselbe durchlebt habe wie du jetzt als mein über alles geliebter Vater vor über 40 Jahren an Krebs starb!Ich konnte über viele Jahre nicht loslassen bis ich einen Traum hatte,indem ich noch einmal alles hautnah und real erlebte

Seine Schmerzen bis zu seinem Tod 

Die Beerdigung und und !!!!

Nach diesem Traumerlebnis nachdem ich weinend aufwachte hab ich endlich los lassen koennen....das war aber ca 8 Jahre später

Lass Trauer zu denn Trauerarbeit braucht lange und ich denke du hättest wie ich eine intensive innige Beziehung zu deiner Mama wie ich zu meinem Vater hatte!

Glaube mir irgendwann tut es nicht mehr so weh 

Man ist auch nach dem Tod miteinander verbunden den Liebe stirbt nie

Heute halte ich oft Zweisprache zu Papa

Und oft merke ich seine Gegenwart und das er mir bei schwierigen Lebenssituationen hilft

Ich wuensch dir viel Kraft und hoffe ich konnte ein wenig Licht in dein Dunkel bringen!!!?!!

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Das ist doch schön,das Deine Mutter bei Dir ist und ich glaube auch daran! Und das Du von Ihr träumst,ist auch normal! Du trägst Sie in Deinem Herzen und Sie geht durch Deine Träume,wie sonst solllte Sie sich bemerkbar machen !Ich wünsche Dir alles Gute!

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Viele sagen ja, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und auch ein Leben in einer Zwischenwelt. Es ist möglich, dass deine Mutter wirklich bei dir war, weil sie weiß, dass du ihre Hilfe brauchst und dir dann in solchen Situationen beigestanden hat. 

Auf der anderen Seite kann es natürlich auch Einbildung gewesen sein, aber dein Glaube dir dabei geholfen haben.

Dass dich nach sieben Monaten die Träume noch belasten und du viel an deine Mutter denkst, ist normal. Niemand erwartet, dass du nach sieben Monaten aufhörst zu trauern und deine Mutter vergisst. 

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Viele träumen nachts in einem Klartraum von Verstorbenen, die ihnen sehr nahe gestanden haben. Man sagt eigentlich, dass es innerhalb 6 Wochen nach dem Tod passiert, weil der Geist dann auf dem Weg zum Himmel ist, aber bei vielen kommt das erst später. Vielleicht auch bei dir, weil du andere Dinge in dieser Zeit zu erledigen hattest. Manchmal spüre ich auch eine Hand auf meiner Schulter und den Atem von jemanden, obwohl das gar nicht sein kann. Also ich persönlich glaube an Geister und an das Leben nach dem Tod. :)

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Erst einmal mein Beileid :( Ich habe auch nach dem Tod von Verwandten manchmal noch von ihnen geträumt, aber Tod von Großeltern/Haustier ist natürlich auch schwieriger mit Eltern zu vergleichen. Nun aber zu deiner Frage: Dass du das Gefühl hattest, deine Mutter in der Nähe zu haben, ist schön. Es kann natürlich Einbildung sein, aber deswegen bist du nicht verrückt. Wenn du an deine Mutter denkst und das Gefühl hast, dass sie bei dir ist, ist das tröstlich. Mach dir keine Sorgen! Wenn du schöne Erinnerungen an deine Mutter hast und über die schlimmste Zeit hinweg bist, ist es okay, von ihr zu träumen. Sie wird sich freuen, wenn du an sie denkst. Werden die Träume aber zu einer Last für dich, solltest du mit jemandem darüber reden. Ein Psychologe kann dir z. B. helfen, die Träume durch Hypnose und Gespräche loszuwerden. Und irgendwann sind die Träume von deiner Mutter etwas Positives. Kopf hoch :)

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Heute ist der beschissenste Tag. Ich habe so Angst zu weinen in der Öffentlichkeit bzw. während dem Unterricht...Ich kenne meine Klasse erst seitdem 24.08.  :'(( Der Tag belastet mich, weil ich meine Mama heute vor 7 Monate endgültig auf dem Friedhof auf einem anderen Kontinent zurück lassen musste. Ich habe Mama nach dem Tod aufgebahrt und auch geschminkt. Ich habe ein paar Tage mit der Urne übernachtet und ich hatte sie während des 10 stündigen Fluges auf meinem Schoss und anschließend nochmal paar 100 km über die Insel bei mir gehabt. Alles ist im Vergleich zum endgültigen zurücklassen ein Witz. Also das ist Momentan wirklich die schlimmste Erinnerung :'(. Der Tag War genau heute vor 7 Monaten 😕😣😭 Dieses plötzliche weinen im Unterricht würde mich wirklich überfordern. Ich meine ich bin 23 und hole gerade mein Abitur nach auf einem Kolleg (Erwachsenenschule wie die Lehrer gerne sagen). Nun ja, ich fühle mich momentan jedoch alles andere als Erwachsen... :(

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Danke, meine Therapeutin meinte vor knapp 2 Monaten, dass ich noch nicht loslassen kann und ich habe mir sorgen gemacht, dass es evtl. daran liegt. Wie "lässt man eigentlich los"? Das ist für mich, wenn ich es noch nicht getan habe, der aller schwierigste Schritt. Also es ist für mich meilenweit schwieriger, als ihre Aufbahrung, alleinige Überführung ins Ausland etc...

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Das ist Dein Unterbewusstsein, dass Du sie gerne wieder hättest und daher von ihr trägst .

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Erst mal mein Beileid,ich kan dein Verlust gut verstehen!Wenn man einen geliebten Menschen verliert ist es sehr schwer sich damit abzufinden!Der Schmerz wird zwa mit den Jahren etwas besser aber weg geht er nie!

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Das ist normal, man träumt meist von Sachen die du dir selbst nicht erklären kannst. Oder die dich sehr berührt haben.

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