Lohnt es sich noch Sprachen zu lernen?

12 Antworten

Heute nachmittag erst hab ich was über die Erwartungen zur künstlichen Intelligenz im Jahr 1956 gelesen; man ist heute noch nicht ansatzweise so weit, wie man damals für Mitte der 1960er vorhersagte.

Als die ersten automatischen Übersetzer auf den Markt kamen, glaubte man auch, innerhalb der nächsten ca. 10 Jahre die allermeisten Texte vollautomatisch übersetzen lassen zu können, aber auch hier kann man bisher nur Texte mit im Wesentlichen gleichbleibenden Strukturen (wie Bedienungsanleitungen) einigermaßen zuverlässig übersetzen. Das wird nach meiner Einschätzung wenigstens die nächsten 10 Jahre so bleiben (wenn nicht länger, dann hauptsächlich deshalb, weil sich auch strukturelle Anglizismen mehr und mehr durchsetzen).

Wenn du dich für fremdsprachige Belletristik interessierst, führt auch die nächsten 50 Jahre kein Weg am Beherrschen der anderen Sprache vorbei.

Selbst wenn dies mal wirklich so sein wird … plapperst Du dann einfach nach was vorgesagt wird … ebenso wie sich manche (ohne nachzudenken) aufs Navi verlassen - beides kann sehr gefährlich werden.

Und eine Sprache zu lernen ist viel mehr als sie (nur) sprechen zu können … damit hängt auch Kultur, Traditionen, Sitten/Gebräuche zusammen (je nachdem weiter entfernt oder näher derjenigen Deiner Muttersprache) … Bücher im Original zu lesen ist genial resp. ein wenig verlieren sie immer bei Übersetzung in andere Sprachen …

Schlicht JA es lohnt sich, IMMER (auch in einigen Jahrzehnten oder auch 100 Jahren noch :)

Ich glaube, den Meisten ist es egal, ob sie die Bücher in der Originalfassung lesen.

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Angekündigt sind solche Lösungen schon lange, aber was bislang angeboten wurde, war noch nicht das Gelbe vom Ei. Um 1990 herum versprach der damalige Bildungsminister Riesenhuber bis 2000 eine Maschine, die zwischen Japanisch und Deutsch übersetzen sollte (Projekt VerbMobil). Eine Bekannte von mir war in der Projektgruppe. Nachdem Millionen in den Sand gesetzt worden waren, verschwand das Projekt in der Mottenkiste.

http://isl.anthropomatik.kit.edu/cmu-kit/downloads/1992.01.24_VDI_Nachrichten.pdf

http://isl.anthropomatik.kit.edu/cmu-kit/downloads/1997_may_ct.pdf

Ich denke, so ein "Babelfisch" im Ohr wäre sehr nützlich für Sprachen, mit denen man nur einmal oder selten zu tun hat. Aber natürlich werden gerade für die häufigsten Sprachen solche Übersetzungsmöglichkeiten als erstes angeboten.

In jedem Fall wird eine Verständigung, bei der beide Seiten von einem Übersetzer abhängen (also Miene und Gestik nicht gleichzeitig einsetzen können), nie dasselbe sein wie ein mündlicher Dialog.

Earplug Übersetzer, andere Technik.

Nichts, aber auch NICHTS kann deine Fähigkeit übertreffen SELBER Sprachen sprechen zu können. Heutzutage sind die meisten Übersetzer nicht einmal richtig gut, man muss selbst dafür ein Gefühl entwickeln. Sowas kann keine Maschine der Welt.

Nutz Duolingo, es ist eine effektive und kostenlose App mit der man Sprachen lernen kann. Ist super einfach zu bedienen und macht Spaß. Und denk dran: "Spanish or vanish", always take your Spanish lessons.

also ich würde sagen ja , was ist zum Beispiel wenn eine Person aus dem Ausland fragt wo der nächte Supermarkt ist wenn du Englisch kannst du ihm sofort antworten also so lang auf dem Google Übersetzter zu Antworten (und der Google übersetzter sagt nicht immer die richtigen Wörter )

Englisch: ja

andere Sprache: Könnte auch nützlich muss aber nicht sein

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