LKW-Fahrer fuhr von unserer Firma weg, ohne zu entladen. Darf der das?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ist schon komisch, daß der LKW-Fahrer als der letzte Trottel behandelt wird.....

Ewig warten müssen, die ganze Arbeitszeit kaputt gemacht bekommen mit den Wartezeiten und dann auch noch Strafe zahlen müssen wegen Verstoss gegen die Pflichten des Fahrpersonals....

Und dann auch immer angemault werden vom Lagerpersonal. Weil Lagerpersonal denkt immer sie sind die Besten und sind in Wirklichkeit auch keine besseren Arbeiter als LKW-Fahrer. Wenn nicht sogar der LKW-Fahrer teilweise besser qualifiziert ist als Lagerpersonal. LKW-Fahrer die ihren Meister haben, oder LKW-Fahrer die einen Ladungssicherungskurs nach VDI haben.... Und die Lagerarbeiter? - Hilfsarbeiter mit Staplerschein..... Keinen Meistertitel..... Und Ein-Tages_Ladungssicherungskurse, bei denen man sogut wie nix lernt. Da wird alles durchgenommen aber auch nur oberflächlich..... Mal drüber nachdenken! - Ohne das Hausrecht wären sie nix gegen manche LKW-Fahrer.

Nicht selber abladen lassen? - Komisch, der Fernverkehr steht an den Rampen an, aber wenn Paketdienstfahrer kommen, oder Fahrer von Stückgut, die dürfen selber abladen und lassen sich die Papiere schnell unterschreiben und sind wieder weg. Warum wohl? - Weil diese mehr Druck ausüben können und das Zeug bei zu langer Wartezeit wieder mitnehmen würden und auch noch Recht bekommen würden.... Aber mit dem normalen Fernverkehr kann mans ja machen.....

Ein mit Stahl beladener Fernverkehrszug darf nicht abladen, aber das wäre leicht zu kontrollieren, da liegen dann meinetwgen 10 Bund Stahl. Aber ein Stückgutfahrer der unzählige Paletten, gemischt mit Euro und Einwegpaletten und hunderten Kartons von unzähligen Versendern drauf hat, der darf abladen und der Lagerarbeiter unterschreibt blanko, denn im Nachhinein kann er nicht sagen wieviel Euro oder Einwegpaletten oder ob nun 148 oder 150 Karton waren.....

Verdrehte Welt..... Wird mal Zeit das der "Normalbürger" sieht was ein LKW-Fahrer leusten muss und auf was er wegen seiner Arbeit verzichten muss und wie er behandelt wird. Jeder andere "Normalbürger" würde zusammenbrechen und sich einliefern lassen..... Vom Stinkefinger zeigen bis zu anderen lebensgefährlichen Hndlungen von anderen Verkehrsteilnehmern.... Der LKW-Fahrer hats nicht leicht, wird mal Zeit dass er sich durchsetzt und mal auf den Tisch haut.....

Jepp Rainer. Deutschlnd besteht aus Mille von Gesetzen, und dort wo man sie endlich mal benötigen würde, sind die in Berlin zu faul dazu, weil sie außer vom Blasen keine Ahnung haben. Bei Lidl und Co Großlager, müssen wir selber entladen obwohl Gesetze dagegen sprechen, und andererseits dürfen wir nicht aus eigener Kraft entladen, obwohl wir es könnten.

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@broudsubn

Weißt, unter den anderen Verkehrsteilnehmern sind wir die Trottel, aber eigentlich sollten sie uns dankbar sein.... - Wenn kein LKW-Fahrer mehr laden/entladen müsste, müssten viele mehr Personal einstellen. Und diese Personalkosten würden sie natürlich auf die Preise umlegen..... Also sollten sich viele mal vor Augen halten: Wenn wir nicht so wären, und dieses Leid nicht hätten, würden sie mehr für ihre Mich und ihr Klopapier und alles was sie kaufen bezahlen. Aber Dank gibt es keinen, nur Spott, weil wir auf der Straße sind und unsere Arbeit machen.....

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@RainerB76

@ RainerB76: Beim ersten Durchlesen Deiner Antwort war ich etwas "geschockt" über die Deutlichkeit, mit der Du schreibst.

Ich habe mir dann aber die Mühe gemacht und mich etwas genauer mit dem Berufsbild des LKW-Fahrers auseinandergesetzt und festgestellt, daß ein LKW-Fahrer nicht zu beneiden ist.

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Was man bei einen solchen Verhalten tun kann? Sich mit der Dispo des Fahrers in Verbindung setzen und die Sache klären. Wenn er noch weitere Termine auf dem Wagen hat und bei der ersten Abladestelle eh waren muß ( und diesen Termin nicht einhalten kann ) Kann er doch den andern Kunden vorziehen, wenn es die Ladungsaufteilung hergibt.

Ich versteh ganz ehrlich auch nicht warum es immer diese Spannung zwischen Fahrer und Lagerpersonal geben muß. Beide sind doch in letzter Konsequenz auf den andern angewisen. Jeder ist ein kleines Rädchen im großen System. Und nur wenn alle Räder richtig laufen, funktioniert das System.

Der Fahrer hat sich absolut korrekt verhalten. Leider gibt es viel zu viele "Saubuden" bei denen die Fahrer stundenlang warten müssen. Das ist vor allem dann eine Frechheit, wenn diese Verlader noch nicht einmal für diese Standzeit bezahlen.

In der Containerlogistik ist es z. B. durchaus üblich, dass man 2 Std. frei hat für die Be-/Entladung. Danach kostet die Stunde 50-60 Euro. Das halte ich für vernünftig. Wenn das alle Spediteure so machen würden, gäbe es sicher nicht mehr so viele Wartezeiten für die Fahrer.

Was ich damit sagen möchte ist, dass ihr in eurer Firma falsch plant. Wenn man weiss, dass saisonbedingt viel los ist, muss man mehr Personal einstellen. Das kommt ja auch den eigenen Mitarbeitern zugute, wenn diese entlastet werden.

Na ja wenn ihr den Stahl unbedingt gebraucht hättet liegt wohl wieder mal ein Fehlplanung in eurem Laden vor, die wir als Lkw Fahrer ausbaden sollen. Auch wenn es nicht korrekt von dem Fahrer war und rechtlich zweifelhaft, kann ich ihn sehr gut vestehen. Habe noch nie gehört daß ein Stahlverarbeitender Betrieb in Just in Time verfahren sein Rohmaterial bekommt. Wenn die anderen drei Lkw ebenfals Material brachten das dringend gebraucht wurde liegt noch mehr Fehlplanung vor. Natürlich werden die Hochnasen vom Wareneingang trotz des Andrangs ihre Frühstückspause und auch Mittagspause machen, was dann für den vierten Lkw schnell mal Nachmittag wird bis er dran ist. Bei vielen Firmen fehlt es schlicht weg an der vernünftigen Organisation. Wenn wir dann Stundenlang warten müssen und dann endlich mal die Fracht und die Frachtpapiere bekommen und dann auch noch ein Entladetermin vermerkt ist stell ich mich auch grundsächlich Quer, das ist schlicht weg eine Unverschämtheit der Firmen. Da hab ich dann schnell mal ne Panne.!! Wenn ich alle Stunden die ich sinnlos bei Firmen herumgestanden bin , weil sie falsch planten oder einfach nur unfähig waren ihren Versand oder Wareneingang vernünftig zu Organisieren zusammen rechne komm ich nach über 25 Jahren in dem Job bestimmt auf 2 Jahre vergeudete Zeit, dann noch die Unfähigkeit der Zollbeamten dazu und schon bist bei 4 Jahren. Also nicht immer gleich auf den Lkw Fahrer schimpfen, den der steht auf einer absoluten Scheißposition. In deinem Fall ist die Dispo bei euch und auch beim Lkw Fahrer schuldig wie meistens. Und eines ist auch sicher. Auf keinem Bürostuhl wird so viel gelogen wie auf einem Disponentenstuhl.

Auf keinem Bürostuhl wird so viel gelogen wie auf einem Disponentenstuhl.

Doch eine Steigerung gibt es, und die nennt sich Gutefrage... Egal ob Fragesteller ( meine nicht jeden ) oder 70% vom Support hier, selbst keine Dispo lügt hier so wild wie hier gelogen wird..:))

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Er hat seinen Teil des Vertrages erfüllt, indem er bei Euch zur Entladung bereit stand. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hat er sogar angeboten, den Stahl mit seinem Kran zu entladen, was eigentlich Eure Arbeit wäre.

Was hätte er denn noch mehr tun sollen?

Muss der Paketdienst, der Deine heiß ersehnte Jeans bringt, auch vor Deiner Türe warten, bis Du Zeit für ihn hast?

Was man bei einem solchen Verhalten tun kann? Die Entladetermine mit den Spediteuren absprechen, damit der LKW-Fahrer nicht unnötig warten muss und durch Eure Fehlplanung evtl. noch Strafe wegen Schichtzeitüberschreitung zahlen muss.

Maus du Hasel ich wiederspreche dir :)) Angenommen Dachser..du fährst hin willst anliefern aber Rampe 7 ist besetzt. Du sagst du hättest einen Bordeigenen Stapler und willst nicht warten und bietest an es selber am Hof oder auf Rampe 10 zu entladen, was Dachser verweigert, und dann haust du ab.... Bei zwei solcher Aktionen die hier zwar anders gefragt sind, erhielt ich zwei Abmahnungen, nur das ich mein Stahl mit der Hand abgeladen hatte und dies mit dem Staplerfahrer abgesprochen hatte, nur es der dortigen Kundenchefin nicht gefiel. Fahrer muß leider warten bis er dran ist, egal ob er eigene Mittel besitzt.

L.G. Wolfi

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@broudsubn

...erhielt ich zwei Abmahnungen...

...da biste anscheinend in der falschen Firma. Bei läuft das umgekehrt, da zittert der Chef, dass ihm bloß keiner ne Kündigung schickt.

Ein Kollege sollte vor ein paar Wochen an einem Freitag irgendwo in der Nähe von Plauen Stahl laden. Er war vormittags da und erhielt die Auskunft, dass das Zeug zwar fertig zur Verladung im Lager steht, aber sein Termin erst abend 18:00 Uhr wäre... Er hat dann nur einmal ganz cool nachgefragt, ob das Zeug geladen wird und zwar sofort, oder nicht - als ein erneuter Hinweis auf den Termin 18:00 gekommen ist hat er die Plane zugezogen -hatte er blöderweise schon aufgemacht, während er noch hinter einem anderen LKW vor der Halle wartete- und ist gut 200km nach Hause gefahren... und das Ganze ohne irgendwelche Konsequenzen.

Heutzutage mußte als Fahrer nur richtig aufn Tisch hauen, dann funktioniert das - Dank Fahrermangel kann sich das eigentlich jeder, der nur ein bischen was drauf hat leisten.

Ich selbst hab vor einigen Jahren einmal einen ganzen Kühler voll mit Ware nachdem ich 3 Sunden bei Lidl gewartet habe dort aufm Hof abgessattelt -was denkste wie doof die Tante an der Annahme geguckt hat als ich ihr den Pieper auf den Tresen gelegt hab und ohne zu entladen abgedüst bin. In der Firma hatten wir mehrere Kühler überall rumstehen, da hab ich mir dann den nächsten Leeren geschnappt und bin zum Laden gefahren... Wer die Ware nicht entläd, der hat schon... aus fertig amen!

Oder ein anderer Fall, diesmal interner Werksverkehr bei einem großen dt. Automobilhersteller... da hatten wir so eine doofe Sammeltour. Da is so manche Gitterbox mehrere Male zwischen den Werken hin und her gereist, weil die Herren keine Lust hatten zu entladen und der Fahrer das Zeug dann einfach wieder mitgenommen hat. Einer der sowieso kündigen wollte hat das mal eine Zeit lang ganz brutal gemacht, hingefahren, angemeldet mit der Fristsetzung von 10 Minuten, wenn dann nicht entladen wird fährt er wieder ... und man glaubts kaum so gut wie zu dieser Zeit ist die Tour nie gelaufen.

Man darf sich nur nicht zum Deppen machen lassen ... klare Ansagen machen und wenn das Entladepersonal, Dispo, etc. nicht spurt einfach konsequent bleiben. Man kann auch wegen 10 Minuten fehlender Lenkzeit vor einer Lade-/Entladestelle stehen bleiben - hat in meiner alten Firma mal einer gemacht, dann ist -hatten da eine Postlinie- die Post eben statt nachts um 2:00 Uhr erst am nächsten Tag Mittag angekommen.

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