Leinölfirnis als Tiefenimprägnierung - gefährlich?

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6 Antworten

Die Gefahr der Selbstentzündung besteht höchstens bei Material mit großer Oberfläche (wie Lumpen oder Sägemehl) in der Phase, wo das Zeug trocknet. Dabei wird es nämlich warm, weil es in einer exothermen Reaktion polymerisiert. Ganz normal Holz anstreichen ist kein Problem. Sobald es trocken ist, ist das Holz damit auch nicht leichter entzündlich als unbehandeltes Holz. Ausnahme: nasses unbehandeltes Holz, weil das mit Firnis bestrichene Holz ja kaum mehr Wasser aufnimmt.

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Kommentar von unknownhelper
10.06.2016, 11:29

Vielen Dank für die Info! =)

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Leinölfirnis dringt einigermassen tief ins Holz ein und nimmt gleichzeitig Sauerstoff auf, wodurch es verharzt und nicht mehr fettig ist. Die Behandlung von Holz ist vollkommen harmlos, es gibt keine Feuersgefahr.

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Kommentar von unknownhelper
10.06.2016, 11:29

Danke für die Info! =)

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Leinölfirnis ist die beste Holzgrundierung, die es gibt. Leider ist weder das "reine" Linölfirnis noch das "r<eine" Leinöl aus dem Baumarkt wirklich rein. Beide dürfen bis zu 10% billige Standöle enthalten, ohne dass es deklariert werden muss. Das Standöl macht die guten Eigenschaften des Leiöls und des Firnis zum größten Teil zunichte. Vor allem aber wird die Grundierung fleckig. Es ist ganz leicht - und billig- hochwertiges Firnis selbst herzustellen. Wenn du das Rezept willst, dann schicke mir einen Kommentar.

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Kommentar von unknownhelper
10.06.2016, 11:28

Danke für die Info - auch bezüglich der "Reinheit". Klar, würde mich über das Rezept freuen. Danke. :)

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Hier ist das Rezept:

Leinöl von einer Ölmühle besorgen (Internet). Reines Leinöl aus dem Baumarkt enthält bis zu 10% Standöle, ohne dass es deklariert werden muss.

In einem alten Topf das Öl langsam zum Sieden erhitzen und zirka 15-20 Minuten köcheln. Dann auf Zimmertemperatur erkalten lassen und die Prozedur erneuern. Im Allgemeinen reicht zweimaliges Erhitzen. Um noch höherwertiges Firnis zu erhalten kann man auch dreimal erhitzen.

Ist es zu dick, darf man nur mit reinem Terpentin verdünnen. Keinesfalls mit Verdünnern oder Terpentinersatz!.

Jetzt kann das Holz durch zweimaligen Anstrich imprägniert werden, Die Überschüsse werden mit Baumwolllappen oder Mikrofaser entfernt. Am Schluss mit Wolle nachpolieren.

Noch eine Anmerkung: Bei Möbeln sollte das Holz vor der Behandlung mit einer Körnung von 400 nachgeschliffen werden. Den Staub mit einem feuchten Lappen gründlich entfernen und warten bisdie Oberfläche ganz trocken ist.

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Kommentar von unknownhelper
10.06.2016, 11:55

Danke für die Mühe, der Aufwand ist ja dann gar nicht so groß.

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Ich kenne mich auch ein gutes Stück weit mit der Behandlung von Holzobjekten mit Leinölmixturen aus und kann dir versichern, dass es (nach der ersten Phase der Trocknung, wie es in einem der oberen Kommentare schon gut erklärt wurde) sich nicht einfach entzünden kann.

Worauf du jedoch unbedingt achten solltest, ist, die verwendeten Lappen und Pinsel nach der Behandlung gut zu reinigen und luft- und wärmegeschützt aufzubewahren, da bei dieser sonst die Gefahr der Selbstentzündung besteht.

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