Leben zu viele Ausländer in Deutschland?

14 Antworten

Es kommt vielleicht auf Deinen Wohnort und Deinen "Umgang" an und auf Deine Wahrnehmung. Wenn man in einem Viertel wohnt, in dem viele Ausländer oder auch Migranten wohnen, dann sieht man viele Menschen, die nicht "typisch deutsch" aussehen und mit leichtem Akzent sprechen. Ebenso in einer internationalen Firma oder an einem anderen Ort (Uni etc.), an dem viele Ausländer sind.

Man selbst kann anhand seiner Umgebung oft nicht beurteilen, wie die Bevölkerung insgesamt aufgeteilt ist. Man sieht z.B. viel mehr Menschen mit dem gleichen Beruf, ähnlichem Einkommen, aus dem gleichen Viertel, mit den gleichen Interessen etc. Dazu kommt noch selektive Wahrnehmung (achten auf das, was einen besonders beschäftigt). Achte mal ein paar Wochen auf blonde Menschen, nach einer Weile wirst Du viele sehen. Dann achte ein paar Wochen auf Rothaarige und dann Schwarzhaarige. In jeder Phase merkst Du, dass es von den Menschen, auf die Du achtest, sehr viele gibt. Das gleiche geht auch mit Autos oder bestimmter Kleidung oder Hobbys. Nur mal als Anregung: Menschen, die mit Canon fotografieren, sehen oft andere Menschen mit Canonkameras, hat man Nikon, Pentax oder sonstwas, fallen einem davon mehr Kameras auf, hat man gar keine Kamera, sieht man insgesamt weniger Kameras und achtet gar nicht auf die Marken.

Und was ist mit den flüchtlingen ? Da kommen doch auch immer mehr...

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@ninininirvana

Tja, das ist ja zur Zeit schwer abzusehen. Einige bleiben gezwungermaßen erst mal, andere wollen so schenll wie möglich zurück, sobald es sicher ist, andere werden in andere Länder weitergeleitet (Transitflüchtligen) und einige werden hier bleiben wollen. Ob das am Ende zu viele sind, kann man mMn erst am Ende sagen. Wann das Ende der Entwicklung da ist, wird man nicht wissen. Viele Kinder der Flüchtlinge, die jetzt in die Schule oder den Kindergarten gehen, könnten am Ende auch "Deutsche" sein, weil sie der deutschen Kultur in den Bildungseinrichtungen ausgesetzt wurden, deutsche Freunde gefunden haben, Sitten und Sprache angenommen haben.

Wir sehen auch immer "das Fremde" als Bedrohung. Sind zu viele Amerikaner oder Engländer in Deutschland? Das wissen wir nicht, das sehen wir nicht, obwohl auch darunter Deutschenhasser oder Radikale sein könnten. Wir sehen "Ausländer", die mit (nicht englischem) Akzent sprechen, die eine andere Hautfarbe haben, Muslime. Wir sehen "das Fremde" und wir fürchten es (biologisch gesehen zu Recht). Aber unter diesen Menschen können auch viele sein, die am Ende der Entwicklung "deutsch sind" und problemlos als unsere Nachbarn und Kollegen unter uns leben. 

Auch unter den Flüchtlingen. Ja, die Flüchtlinge sind "anders" als die meisten Deutschen, ihre Sprache und Kultur ist ganz anders. Mit Flüchtlingen aus England und Frankreich hätten wir evtl. weniger "Probleme". Ob diese Einschätzung aber berechtigt ist, wissen wir noch nicht. Die Gastarbeiter sollten auch mal zurück, heute leben die meisten ganz problemlos hier (einige auch nicht). Hätte man bei englischen Flüchtlingen Angst vor Gewalt, weil man viele englische Hooliganberichte kennt? Vermutlich eher nicht.

Also denke ich, kann man nur abwarten und schauen, wie die Entwicklung verläuft und eingreifen, indem man Flüchtlingen, die man in der Umgebung kennenlernt bei der Integration hilft und dabei, ein positives Bild der Deutschen aufzubauen, und damit den Wunsch zu schaffen, sich selbst zu integrieren und nicht abzuschotten.

Ob das gelingt, wird man erst am Ende sagen können, aber dann wird die Mehrheit, die Gruppe, die Gesetze macht und den Ton angibt "deutsch" sein. Ob "deutsch" nach heutiger Definition, kann man mMn nicht vorhersagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es ein gutes Zusammenleben wird, denn daran sind die meisten (auch Politiker) interessiert. Auch wenn es immer wieder kleine Fehlentwicklungen und beängstigende Vorfälle gibt.

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Das muß man nicht finden,das ist so.Unsere Eigenarten,unser Deutschsein geht dahin.Zu spät.Verstärkt wird die Wahrnehmung dadurch,das in Städten,in öffentlichen Verkehrsmitteln ich schon am Tage in Außenbezirken der einzige Deutsche war.Es erklärt sich dadurch,das in Gemeinschaftsunterkünften der Aufenthalt nicht immer angenehm ist.Also werden alle Angebote,die ja meist gratis sind wahrgenommen.Auswandern oder akzeptieren.Beste Grüße

Also, Du sagst selbst, Du warst "in Außenbezirken" einer bestimmten Stadt zu einem bestimmten Zeitpunkt der einzige "Deutsche". Ob das wirklich so ist, sei dahingestellt (woher weißt Du, dass die anderen wirklich alle Ausländer waren und nicht Migranten der dritten Generation, also Deutsche, darunter waren?).

Unser Deutschsein geht IMMER dahin, denn die Definition davon ändert sich mit jeder Generation, sogar mit jeder Dekade. Wir würden heute nicht gern im Deutschland der 50er Jahre leben wollen und ein "Deutscher" ist heute jemand anderes, mit anderen Werten und Eigenschaften als vor 50, 100 oder 150 Jahren. In 50 Jahren wird es wieder anders sein, vielleicht auch schon in 20 Jahren. 

Zur Zeit sind wir sehr gespalten, es gibt verschiedene, teils radikale Vorstellungen davon, was typisch deutsch ist oder sein sollte. Die einen feiern die Vielfalt, begrüßen es gar, wenn es weniger Weiße gibt, die mit der deutschen Muttersprache aufgewachsen sind und sei Generationen ebenso deutsche Vorfahren haben, die anderen begrüßen das Gegenteil, Städte oder Gebiete, in denen es möglichst wenig Menschen gibt, die nicht seit Generationen nur deutsche Vorfahren haben und keine anderen als traditionelle = alte deutsche Werte.

In der Mitte liegt hier die Kunst: Man sollte weder das eine noch das andere Radikal unterstützen, finde ich.

Aber: Wir haben uns schon verändert. Ohne den Einfluss von Ausländern. Wir kochen nicht mehr "typisch deutsch". Wir haben die Vorstellung von einem guten Tagesablauf und guter Nachbarschaft verändert (in den 80ern gab es noch feste Essenszeiten, wer die nicht einhielt, wurde in der Nachbarschaft schief angesehen). Wir haben viele unserer Werte verändert, ohne den Einfluss von Ausländern. Religion ist oft (den Christen) nicht mehr so wichtig. Wir gehen nicht mehr so oft in die Kirche und zunehmend weniger Leute stören sich daran (das war sicher in den 50ern bis 70ern noch anders? Evtl. auch später noch?). Wir kaufen und essen/ konsumieren zunehmend internationale Produkte (auch das war vor wenigen Jahrzehnten noch anders).

Frag mal Deine Großeltern, was typisch deutsch ist, dann Deine Eltern, dann Gleichaltrige. Du wirst unterschiedliche Antworten bekommen. Die Definition ändert sich, ohne dass wir es merken und es tut uns nicht weh. Allein die Essenskultur hat sich in den letzten 15 bis 20 Jahren und noch drastischer in den letzten 30 Jahren massiv geändert, vom "typisch deutschen Essen" - fleischlastig, kalorienreich, nur einheimische Gemüse, vor allem im Winter, "schweres Essen" - zu eher internationaler und leichterer Küche, vegetarischen Gerichten, die vor Jahren undenkbar gewesen wären, internationalen Gerichten, die vor Jahren für unsere Eltern oder Großeltern ekelig gewesen wären.

Unsere Sprache hat sich drastisch verändert.

Unsere Vorstellung von Arbeit und Freizeit.

Unsere Vorlieben bei Mode und Wohnen. 

"Typisch deutsch" gibt es immer nur für wenige Jahre oder Jahrzehnte, dann ändert sich die Definition unter dem Einfluss ganz verschiedener Faktoren. Einwanderer können EIN Faktor sein, aber es gibt noch viele andere Trends, die da mitspielen. Auch veränderte Produkte, Arbeitsabläufe, Möglichkeiten usw. spielen da mit rein.

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@Tasha

Toller Beitrag^^,was spricht gegen feste Essenszeiten? Für viele ,einmal die ganze Familie beisammen zu haben? Man mag doch nur deshalb nicht eingreifen,weil man krampfhaft nach Assoziationen mit dem bösen NS-Regime sucht und natürlich auch findet.Und den Niedergang der Religiosität könnte man verschmerzen,wenn nicht das Problem der vielen anderen Religionen bestehen,die sich hier breitmachen und eben genau diesen Niedergang des Christentums für Ihre Zwecke mißbrauchen.

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@Miramar1234

Vielfach kann man die nicht mehr einhalten, wenn man zum Beispiel Schicht arbeitet!. Und irgendwo muss ja das Geld zum Leben herkommen. Aber nicht unbedingt nur vom Staat, wenn jetzt verstehst was ich meine!

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@Tasha

Wir würden heute nicht gern im Deutschland der 50er Jahre leben wollen

Da hätte ich gerne gelebt...

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Das Problem sind nicht die Ausländer an sich, sondern die unintegrierten Ausländer, die sich auch nicht integrieren wollen und integrieren lassen.

In Deutschland gibt es zahlreiche verschiedene Menschen aus aller Welt. Die allermeisten von ihnen haben sich gut in die deutsche Gesellschaft eingefügt. Niemand hat etwas gegen Italiener, Franzosen, Spanier, Chinesen, Koreaner, Japaner, Russen oder Polen. Das Problem sind in vielen Fällen einfach die Einwanderer aus muslimisch geprägten Gegenden, also Türken, Araber, Nordafrikaner.

Aus diesem Grund gibt es ja auch diese große Ablehnung gegenüber der "Flüchtlingsmassen". Viele in Deutschland haben schlechte Erfahrungen mit Türken gemacht, und befürchten, dass sich das in den nächsten Jahrzehnten mit den Syrern und Nordafrikanern wiederholen wird.

Viele Vermieter, der einmal eine türkische Familie im Haus hatte, wird es sich zweimal überlegen, ob er noch einmal ein diese Bevölkerungsgruppe vermietet. Und das sage ich aus Erfahrung.

Dazu kommt noch, dass die Konzentration nicht überall gleich ist. In Städten, in denen besonders viele muslimische Mitbürger leben, mag es einem eher so vorkommen, dass sehr viele Ausländer im Land leben.

Schade, dass du so schlechte Erfahrungen mit Menschen aus muslimisch geprägten Ländern gemacht hast. Meine sehen aber zum Beispiel ganz anders aus ... Ich denke, das kann man einfach nicht verpauschalisieren. Bei vielen "schlecht Integrierten" muss man auch beachten, dass einfach ein Bleiben der Gastarbeiter aus den 50ern nicht geplant war und es daher auch eher wenig Angebot zur Integration gab - eher Abgrenzung und wenn man Menschen aus der Gesellschaft ausschließt, ist es für diese ja schwer, sich irgendwie zu integrieren.

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@Leseratte98

Natürlich darf man nicht pauschalisieren. Ich habe nicht nur schlechte Erfahrungen gemacht, ich kenne sehr gute Türkinnen und Türken. und auch auf meinen Reisen habe ich immer wieder Bekanntschaft mit Pakistanern, Afghanen und Afrikanern gemacht.

Es kann aber nicht sein, dass die Parallelgesellschaften in Deutschland so ausarten, das Türken aus zweiter oder dritter Generation mit einem türkischen Akzent sprechen, obwohl sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind.

Das gleiche gilt für den Umgang innerhalb der Familien. Aus erster Hand kann ich sagen, dass oft junge Türkinnen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, die besser Deutsch als Türkisch sprechen und sich eher Deutsch als Türkisch fühlen, in ihrem eigenen Zuhause behandelt werden, wie man es sonst im tiefsten Arabien vermuten würde. Mit Null Freiheiten und der von den Eltern gewählten Bestimmung als zukünftige, jungfräuliche Ehefrau des ebenfalls von den Eltern bestimmten Ehegatten. Wenn das die Lebensweise des Islams ist, dann muss ich leider widersprechen: So gehört der Islam nicht zu Deutschland.

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Mit Migrationshintergrund (in der offiziellen Statistik nicht angegeben) leben in Deutschland so um die 25 Millionen Menschen die genetisch nicht vollständig deutsch sind, die vertriebenen Schlesier und die sorbische Minderheit eingerechnet (slawische Gene). Ich finde durchaus daß das zuviele sind. Ich finde sogar daß das ein ernsthaftes Problem ist. Warum? Genetisch ist so etwas gefährlich, wenn verschiedene Menschentypen sich mischen gibt die DNA unterschiedliche Steuerungsbefehle an den Körper, die nicht aufeinander abgestimmt sind und den Körper sowie das Wesen dieses Menschen in "verschiedene Richtungen" steuert. Das bedeutet gesundheitliche und vor allem psychische Probleme für den Nachwuchs. Studien aus den USA, die hier nicht veröffentlicht werden, belegen das, ebenso diverse andere wissenschaftliche Erkenntnisse die die Massenmedien verschweigen. Stellt euch mal vor daß ihr wiedergeboren werdet und dann habt ihr solche Probleme... (Kann man nicht 100-prozentig ausschließen, möglich ist es.) Dann kommt noch die Schwarmintelligenz ins Spiel, trotz der Tatsache daß jeder Mensch individuell ist und jeder auch eigene Eigenschaften hat, hat jedes Volk, also jede Ethnie, ein allgemeines Grundwesen, bestimmte Wesenseigenschaften die die Angehörigen dieses Volkes gemeinsam haben und da hat auch jedes Volk für sich andere Eigenschaften, eben wie es für das Leben in der jeweiligen Klimazone und der jeweiligen Umwelt benötigt wird und das wirkt sich auch auf gemeinsame Entscheidungen, Umgang mit der Umwelt aus usw. Durch fremdgenetischen Einfluss wird das praktisch von innen heraus zerstreut. Hinzu kommt daß viele unterschiedliche Kulturen und Eigenschaften aufeinanderprallen die sich nicht vertragen können, das stört das friedliche Zusammenleben erheblich. Viele sind uns nicht besonders wohlgesonnen wie man oft im Alltag merkt. Ich weiß, es sind nicht alle so aber politisch bedingt kommen eben viele solcher zu uns. Ich will hier wirklich niemanden abwerten, wir sind alle vollwertige und gleichwertige Menschen aber die Situation an sich ist sehr unglücklich. 

NOCH gibt es diese Blasen in unserem Volk, daß die Meisten eben untereinander Kinder kriegen und es noch nicht so viele Gemischte gibt, die Frage ist ob das auch so bleiben wird wenn wir nichts unternehmen. Es wird einem in den Medien und überall sonst in unserer Gesellschaft ja fast schon aufgezwungen supertolerant zu sein, man bekommt das Gefühl vermittelt daß man nur noch "cool" wäre und sich nur dann richtig verhalten würde wenn man sich mit fremdgenetischen Menschen mischt und daß man ein ganz böser und schlechter Mensch wäre wenn man das nicht macht. Alles was mit unserem eigenen Volk zu tun hat wird immer als schlecht dargestellt wohingegen alles was andersartig ist immer als toll und besonders gut dargestellt wird. Die vielen fremdgenetischen Menschen stellen meiner Ansicht nach auf jeden Fall ein großes Gefahrenpotential dar.

 
Tödliche und allgemeine Gewalt muß aber trotzdem nicht sein, wir können das auch auf eine andere Art lösen aber ich finde daß es Zeit wird daß wir endlich konsequent handeln und etwas unternehmen!

Und wer weiß was wir der Erde damit antun wenn es keine unterschiedlichen Völker mehr gibt, vielleicht machen wir ja ein wichtiges Gleichgewicht kaputt wenn es ein Volk oder es alle Völker nicht mehr gibt, vielleicht hat das Auswirkungen von denen wir noch gar nichts ahnen, das war nämlich schon oft so wenn der Mensch in die Natur eingegriffen hat.

Es gibt Agglomerationen, in denen sich mehr Migranten befinden und Orte, wo es weniger gibt. Vielleicht lebst du in einer solchen, weshalb dein Empfinden auf bundesweiter Ebene verfälscht ist :)

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