Lassen sich die Haltungskosten für einen Therapiebegleithund steuerlich absetzen?

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3 Antworten

Keine Erfahrung, auch keine Kenntnis entsprechender Urteile.

Aber: Mit ganz wenigen Ausnahmen (PKW, Computer) werden Werbungskosten nur anerkannt für Gegenstände, die ausschließlich beruflich genutzt werden.

Bei dem Hund würde ich stark annehmen, dass dieser auch privat genutzt wird - womit die Kosten der Haltung Privatvergnügen sind.

Wenn die Ausbildung ausschließlich dazu dient, den Hund zum Therapiehund zu machen, sollten die Fahrten zur Ausbildung wie Dienstreisen abzurechnen sein.

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Kommentar von cg1967
11.03.2016, 04:23

Die Kosten einer solchen Hundehaltung können auch Betriebsausgaben sein. Fällt da die private Mitbenutzung nicht weg?

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Beim Therapiehund hab ich keine Ahnung, würde dies aber sehr stark befürworten.

Beim jagdlich eingesetzem geprüften Jagdhund sind die Kosten absetzbar, dieser gilt als Arbeitsmittel. Trifft natürlich nur auf den gewerblich tätigen Jäger zu.

Daß solche Kosten prinzipiell absetzbar sind solltest du, hoffentlich, deiner örtlich zutreffenden Hundesteuersatzung entnehmen können, hier, in Dresden, heißt es dazu: "Ein Hund wird zu beruflichen Zwecken im Sinne des Abs. 1 gehalten, wenn die Kosten der Hundehaltung Betriebsausgaben oder Werbungskosten im Sinne des Einkommenssteuergesetzes in der jeweils gültigen Fassung sind oder wenn diese Kosten für Diensthunde öffentlich-rechtlicher Körperschaften überwiegend aus öffentlichen Mitteln bestritten werden."

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Kommentar von efjotef
11.03.2016, 12:51

Danke für die Antwort.

Die Hundesteuersatzung bei uns gibt einen solchen Absatz leider nicht her. Eine Steuerbefreiung ist nur für bestimmte Hunde vorgesehen, wie z.B. Blindenführhunde, Jagdhunde, Rettungshunde etc... Therapiehunde werden hier nicht genannt.

Wir werden es mal versuchen, die Kosten als Werbungskosten abzusetzen. Mehr als es ablehnen können sie ja denk ich nicht. Ein Jagdhund wird ja neben der Jagd auch privat genutzt. Wieso sollten da Unterschiede gemacht werden?
Es ist ihre erste Steuererklärung. Wir sind schon sehr gespannt :D

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Ich würde es auf jeden Fall erklären mit aber vom Arbeitgeber eine Bescheinigung ausstellen lassen.

Wenn dir der Arbeitgeber dieses Hund für Notwendig hält (ev.deiner Freundin dafür extra Geld bezahlt)... dann dürfte es damit keine Probleme geben.

Ein Hund ist ja generell dem privaten Bereich zuzuordnen. Aber bei einem Therapiebegleithund ist es ja i.d.R. anders.

Diese Hunde werden ja oft schon "ausgebildet" gekauft bzw. gehen regelmäßig zu Lehrgängen. Dies würde ja niemand "privat" machen. Der einzige Grund dafür ist, dass man diese Hunde zu beruflichen Zwecken nutzt (Hierfür ist der Nachweis des Arbeitgebers hilfreich - Notwendigkeit bzw. Umfang bestätigen).

Die hohen Kosten für den Hund (Ausbildung) haben ihren Ursprung eindeutig im betr. Bereich. Die laufenden normalen Kosten (z.B. Nahrung) sind zwangsläufig und können ja nicht den privaten Bereich zugeordnet werden.

Das der Hund nun außerhalb der Arbeitszeit bei dem Arbeitgeber "Zuhause"
also "privat" lebt, spielt m.M. nach so gut wie keine Rolle. Weil dies eben in der Natur der "Sache" liegt. Anders als z.b. eine Maschine, kann man den Hund ja gerade nicht in der Arbeit lassen.

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Kommentar von efjotef
11.03.2016, 17:08

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Die Arbeitgeberin zahlt für den Einsatz des Hundes kein extra Gehalt, aber die Kosten für die Ausbildung wurden übernommen und die Tierarztkosten für Behandlungen, die für die Praxisarbeit zwingend notwendig sind, werden auch übernommen (Impfungen, Entwurmungen etc.). Dies spricht ja an sich schon dafür, dass die Arbeitgeberin den Einsatz des Hundes für notwendig hält. 
Die Arbeitgeberin ist gerade im Urlaub, aber danach wird da intensiv nachgefragt :)

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