Lachs nach Haltbarkeitsdatum essen?
Siehe meine letzte Frage. Haltbarkeitsdatum war bis 28.10.
War verschlossen und sehr kühl gelagert.
Er riecht nicht schlecht oder sonstiges und bei der letzten Frage sind auch Bilder zu sehen, nur habe ich das Haltbarkeitsdatum nicht erwähnt.
Sollte ich ihn trotzdem auf jeden Fall wegschmeißen? Wäre schade wenn er eigentlich noch gut ist.
Er war ja auch vakuumiert. Da sollten sich nicht so schnell Salmonellen bilden?
4 Antworten
wenn du absolut safe sein willst: entsorgen
aber sonst kannst du die folgende Schritte ausprobieren, um zu überprüfen, ob der Lachs noch gut ist~
sehen — riechen — schmecken
Habe ihn erstmal wieder in den Kühlschrank getan und warte noch auf weitere Antworten.
Wie gesagt, die Vakuumierung und kühle Aufbewahrung geben mir Sicherheit
Du meintest ja, der Lachs riecht nicht unangenehm und auch die Farbe ist normal, oder? Wenn das so ist und er auch keine schleimige Konsistenz hat, sollte er noch ok sein - ist ja geräuchert und war durchgehend gekühlt.
Ich würde ihn schon noch essen - aber warscheinlich auf Nummer sicher gehen und ihn nochmal erhitzen und verarbeiten , . Z. B. zu einer Räucherlachs-Spinat Pasta.
Ich habe schon Lachs gegessen, der 3 Tage nach dem MHD war. Mir hat er gut geschmeckt und ich bin davon auch nicht krank geworden.
Wenn er normal aussieht, gut riecht und sich normal anfühlt, kannst Du ihn ja mal probieren. Wenn er gut schmeckt, besteht auch keine Gefahr.
Was steht am Datum?
"Zu verbrauchen bis" oder "mindestens haltbar bis"
Bei Fleisch und Fisch meist das erste.
Dann darfst du es nach Ablauf nichtmehr essen.
Du riskierst ernsthafte Probleme, wie Botulismus - eine starke Vergiftung.
Salmonellen gibts nicht bei Fisch.
Naja, die niedrige Temperatur verlangsamt sie.
Primäre Wachstums Faktoren werden erst unter 4°C vollständig gestoppt.
Im Kphlschrank herrschen gerne mal 4-8°C.
Mit genügend Zeit wachsen die.
Bakterien wachsen exponentiell.
aus 10 Keimen werden nach einer Periode (48h für clostridium) 20, dann 40, 80, usw.
Beginnt man mit nur 1000 Keimen, was wenig ist, hat man nach 2 Wochen bereits etwa 64.000
Clostridien sind fast immer da und keine Seltenheit, nur meistens haben sie keine Zeit sich in bedenklichen Mengen zu vermehren.
Die Industrie hat Grenzwerte. Heißt, eine bestimmte Anzahl wird immer akzeptiert.
Das ist absolut richtig, aber genau das Zusammenspiel von Zeit und Temperatur macht es in diesem Fall so unwahrscheinlich. Bei Raumtemperatur wären 3 Tage im Hinblick auf Clostridium Botulinum durchaus bedenklich - bei Kühlschranktemperaturen von 4-8 Grad wären das Wachstum und die Toxinbildung allerdings komplett pausiert oder zumindest deutlich verlangsamt, so das es merklich länger als 3 Tage bräuchte um in einen bedenklichen Bereich zu kommen. Im Zweifel bleibt einem zudem auch immer das Erhitzen, da das Botulinum Toxin nicht, bzw. nur sehr bedingt hitzebeständig ist.
Aber wie gesagt, in der Grundaussage, dass man bei Fisch besondere Vorsicht walten lassen muss, stimme ich Dir prinzipiell vollumfänglich zu. Lebensmittelverschwendung vorzubeugen ist ein wichtiges Anliegen, sollte aber nicht zu Lasten der Gesundheit gehen.
Ja.
Aber Botulismus ist ja nicht die einzige Sorge, gibt genug andere Keime, die Toxine produzieren.
Erhitzen hilft, ja.
Aber Fisch wird ja meist auf eine niedrige Kerntemperatur erhitzt, damit er saftig bleibt. Die meisten Toxine wird man innen finden.
Wir wissen nicht wie der Fisch gelagert wurde. Ob 4 oder 8 oder 10°C, je nachdem ob der Kühlschrank richtig kühlt
Morgen wäre er 4 Tage über Datum.
Absolut, Fisch ist ein sehr empfindliches Lebensmittel und es gibt diverse Keime die sich gerne darauf tummeln und extrem unangenehm werden können - deshalb stimme ich Dir ja auch, wie bereits gesagt, komplett zu, dass man da grundsätzlich nicht leichtfertig sein sollte. Ein pauschales "wird schon passen" ohne eingehende Qualitätskontrolle unter Berücksichtigung aller Faktoren ist bei Fisch keine gute Idee, da sind wir uns einig.
Du hast absolut recht, dass man bei Fisch besonders aufpassen muss, aber Botulismus ist hier super unwahrscheinlich. Mal von den sehr strengen Kontrollen in der Lebensmittelindustrie abgesehen, kann sich Clostridium Botulinum bei den Temperaturen im Kühlschrank auch einfach kaum vermehren und Toxine bildet. Neben Protein und einer anaeroben Umgebung benötigt es eine ausreichend warme Temperatur um aktiv Toxine zu bilden. Das Problem betrifft deshalb hauptsächlich hausgemachte Wurstwaren und nicht saure Konserven.