Kündigung falsch adressiert, trotzdem zugegangen?

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5 Antworten

Vorsichtshalber nochmal kündigen - ganz wichtig!

Den zurück gegangenen Brief vorsichtig in Platik eintüteln und gut aufbewahren.

Soweit ich das erkennen kann, hat er den Umschlag geöffnet, dh ich gehe
davon aus er hat die Kündigung (mit seiner Anrede) gelesen.


Soweit ich das erkennen kann, hat er den Umschlag geöffnet, dh ich gehe
davon aus er hat die Kündigung (mit seiner Anrede) gelesen.

Es nützt leider nichts, was Du erkennen kannst, sondern letztendlich muss Deine Erkenntnis bewiesen werden. Falls es zum Gerichtsprozess wegen einer Monatsmiete kommt, könnten evtl. Fingerabdrücke oder DNA-Material beweisen, dass der Vermieter den Briefumschlag geöffnet und den Brief in Händen hatte.

Kündige also nochmal zum 31.12.2016 und hilfsweise zum 31.01.2017. Schreib ruhig rein, dass Du die Kündigung zum 31.12. unter Zeugen am soundsovielten in seinen Briefkasten geworfen und damit pünktlich zugestellt hast. Schreib ruhig auch rein, dass offensichtlich ist, dass er den Brief auch tatsächlich gelesen hat.

Sollte es dann zum Streit kommen, müßtest Du sowieso mit Hilfe eines Rechtsanwalts klären, wie weit ihr gehen wollt.

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  1. Kündigungen sind einseitige Willenserklärungen, die zu ihrer Wirksamkeit  empfangsbedürftig sind.
  2. Der fristwahrende Zugang des Briefes in den Machtbereich des Gekündigten ist durch Zeugenaussagen hinreichend belegt.
  3. Damit ist - und allein darauf kommt es an - die fristwahrende Möglichkeit der Kenntnisnahme deines Kündigungsschreibens zweifellos gegeben, sonst hätte der VM das Schreiben ja nicht selbst frankiert und aufgegeben an dich zurückschicken können. (Ganz anders wäre es zu bewerten, wenn die Post den Brief mit Vermerk an dich zurückgeschickt hätte. Die Behauptung, das Schreiben wäre vom Gekündigten gelesen worden, weil der Umschlag beschädigt war, dränge dann nicht durch).
  4. Im Ergebnis würde ich folgendes Schreiben per Einwurf(!)-Einschreiben dokumentiert zugangssicher zustellen lassen:

    "... vielen Dank für ihr Schreiben mit Poststempel 06.10.2016, hier eingegangen am 08.10. mit dem Sie den Erhalt meiner Kündigung zum 31.12.2016, Ihnen durch Boten und Zeugen zugestellt am 03.10.2016, bestätigen.

    Vielleicht haben sie schon bemerkt, mir irrtümlich mein Originalschreiben, nicht eine Kopie mit ihrem Bestätigungsvermerk zugeschickt zu haben.

    Diese Nachlässigkeit steht der i. S. d. §§ 568 I,  573c I BGB form- und fristwahrenden Beendigung unseres Mietverhältnisses zum Jahresende natürlich nicht entgegen.

    Ich werde dann rechtzeitig einen konkreten Übergabetermin mit Ihnen vereinbaren."

G imager761

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Da deine Adresse als Empfänger und die des Vermieters als Absender
auf dem Umschlag steht, hätte die Post korrekt zugestell, und zwar an
dich.

Da du aber mit Zeugen persönlich den Umschlag mit der
Kündigung zugestellt hast, gilt sie  nun rechlich als zugestellt.
Entscheidend ist, dass auf dem Kündigungsschreiben korrekt Absender und
Empfänger eingetragen sind. Selbstverständlich kann sich dein V. da
nicht rausreden. Eine neuerliche Kdg, ist demnach nicht erforderlich.

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Kommentar von bwhoch2
28.10.2016, 11:55

@albatros: Deine Empfehlung ist aber wirklich sehr riskant und kostet die Mieterin u. U. eine Monatsmiete.

Vom Grundsatz her hast Du recht, aber wenn nicht bewiesen werden kann, dass der Vermieter den Umschlag tatsächlich geöffnet hat, kann er sich auf die Behauptung zurück ziehen, dass der Brief nicht an ihn adressiert war und mithin eine Öffnung durch ihn das Briefgeheimnis verletzt habe. Durch die sofortige "Rücksendung" an die Adressatin wollte er ihr die Chance geben, den Brief doch noch mal ordentlich zu zu stellen.

Wenn nun die Mieterin aufgrund Deiner Empfehlung diese Chance nicht nutzt, hätte sie nicht gekündigt.

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Ich vermute mal Du willst zum 31. Januar 2017 kündigen.

Dann nimm einen neuen Umschlag, schreibe Empfänger und Absender an die richtige Stelle drauf, nimm wieder einen Zeugen, der Inhalt und Einwurf bestätigt, mit und wirf die Kündigung nochmals ein.

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Kommentar von Lalalilulule
28.10.2016, 09:15

Nein, es handelt sich dabei um die Kündigung für den jetzigen Monat, dh Kündigung zum 31.12.2017. 

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Nein. Du solltest zudem eine Kündigung immer per Einschreiben mit Rückschein schicken. Bis zum 3. November (Eingang beim Vermieter) hast Du Zeit, um zum 31.01.17 zu kündigen.

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Kommentar von albatros
28.10.2016, 02:19

Richtig: Per Einwurfeinschreiben!

Da deine Adresse als Empfänger und die des Vermieters als Absender auf dem Umschlag steht, hätte die Post korrekt zugestell, und zwar an dich.

Da du aber mit Zeugen persönlich den Umschlag mit der Kündigung zugestellt hast, gilt sie  nun rechlich als zugestellt. Entscheidend ist, dass auf dem Kündigungsschreiben korrekt Absender und Empfänger eingetragen sind. Selbstverständlich kann sich dein V. da nicht rausreden. Eine neuerliche Kdg, ist demnach nicht erforderlich.

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Kommentar von bwhoch2
28.10.2016, 12:06

Nein. Du solltest zudem eine Kündigung immer per Einschreiben mit Rückschein schicken.

Nein, auf keinen Fall lalalilulule und julius1963.

Denn was kann passieren:

Heute Kündigung als Einschreiben mit Rückschein zur Post bringen. Morgen oder am Montag wird der Brief zugestellt.

Entweder der Empfänger ist zu Hause:

Da er bereits weiß, was kommen kann, wird er dem Postboten sagen, das bin ich nicht. Ich kann den Brief nicht annehmen. Somit bekommt er nur eine Benachrichtigung zwecks Abholung durch den Empfänger.

Oder er ist nicht zu Hause, dann bekommt er ebenfalls eine Benachrichtigung.

Diese ignoriert er einfach und nach zwei Wochen oder so, wird die Post den Brief an den Absender zurück schicken. Damit ist der Brief nicht in Gewahrsam des Adressaten gelangt. Dümmer könnte es nicht laufen, nachdem schon ein Monat verloren ist.

Deshalb: Einwurf-Einschreiben oder erneut persönlicher Einwurf in Zeugenbegleitung.

Bei einem Einwurfeinschreiben, wirft der Briefträger den Brief einfach nur in den Briefkasten und der Zeitpunkt der Zustellung wird vermerkt. Damit ist der Brief zweifelsfrei in die Verfügungsgewalt des Eigentümers gelangt und vermutlich auch noch rechtzeitig.

Zur Absicherung sollte noch ein Zeuge bestätigen, dass der Umschlag tatsächlich das Kündigungsschreiben enthielt.

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Kommentar von johnnymcmuff
28.10.2016, 23:45

Du solltest zudem eine Kündigung immer per Einschreiben mit Rückschein schicken. 

Das wäre die schlechteste Variante!

Anwälte empfehlen Einwurfeinschreiben.

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