Kündigung, aber AG ist ist im Urlaub?

6 Antworten

Wichtig ist, wann die Kündigung in den so genannten Machtbereich des Empfängers gelangt. Wenn du sie per Einwurf-Einschreiben verschickst, ist das dann der Fall, wenn der Postbote sie in den Postkasten des Empfängers wirft. Alternativ kannst du die Kündigung zusammen mit einem Zeugen in den Firmenbriefkasten werfen, und zwar zu den üblichen Geschäftszeiten - wenn man also unter normalen Umständen noch mit Post rechnen kann. Wirfst du die Kündigung beispielsweise am Freitagabend nach Geschäftsschluss dort ein und wird samstags üblicherweise nicht gearbeitet, gilt die Kündigung trotzdem erst am Montag als zugegangen.

Die ungünstigste Alternative ist das Übergabe-Einschreiben, da dann die Post tatsächlich vom Empfänger entgegengenommen oder auf der Post abgeholt werden muss, um als zugegangen zu gelten.

Die Kündigung muss in den Machtbereich des Empfängers gelangen, also in dem Fall in den seines Stellvertreters.

Wenn Du z.Bsp. weisst das der Chef mit seiner Frau in Urlaub ist und die Kündigung einfach in seinen privaten Briefkasten wirfst, gilt sie nicht ab dem Datum als zugestellt wenn Du sie in den Briefkasten wirfst sondern erst dann wenn jemand Kenntnis davon erlangt hat.

gilt sie nicht ab dem Datum als zugestellt wenn Du sie in den
Briefkasten wirfst sondern erst dann wenn jemand Kenntnis davon erlangt hat.

Falsch.

Die Kündigung gilt als zugestellt sobald der AG die Möglichkeit hätte davon Kenntnis zu erlangen.

Wann und ob er das tut ist egal. 

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@anitari

Und dennoch muss er erst mal die Möglichkeit haben davon Kenntnis zu erlangen...

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gilt sie nicht ab dem Datum als zugestellt wenn Du sie in den Briefkasten wirfst sondern erst dann wenn jemand Kenntnis davon erlangt hat.

Eine Kündigung gilt als zugestellt, wenn jemand unter normalen Umständen davon Kenntnis nehmen kann. Mit deiner Argumentation könnte jeder Empfänger einer Kündigung durch einen Urlaub den rechtzeitigen Zugang verhindern...

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@DarthMario72

Dazu habe ich ja weiter unten was geschrieben... Der Chef ist natürlich dazu verpflichtet seinen Briefkasten regelmässig kontrollieren zu lassen. Auch habe ich hier erwähnt, dass die Kündigung in dem Fall am besten zum Stellvertreter des Chefs gehen soll...

Deine Aussage ist richtig, ich habe nichts gegenteiliges behauptet. Für den Fall das der Mitarbeiter weiß, dass der Chef in Urlaub ist und der Mitarbeiter die Kündigung in den privaten Briefkasten des Chefs wirft (denn genau DAS habe ich geschrieben), gilt die Kündigung nicht ab dem Zeitpunkt zugestellt an dem sie in den Briefkasten reingworfen wurde sondern der Zugang kann hier auch einige Tage später erfolgt sein.

Nicht mehr und nicht weniger habe ich hier geschrieben.

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@Messkreisfehler

Das dürfte falsch sein ...

... denn umgekehrt würde das bedeuten, dass die Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer nur am Arbeitsplatz kündigen könnte und nicht durch Einwurf in dessen privaten Hausbriefkasten, wenn der Arbeitnehmer abwesend wäre!

Aber auch dann, wenn der Arbeitgeber weiß, dass der Arbeitnehmer im Urlaub oder im Krankenhaus ist, kann er ihm durch Einwurf in den Hausbriefkasten zu dieser kündigen. Der Arbeitnehmer muss dann für rechtzeitige Information selbst sorgen.

2

Die Kündigung zählt (ist wirksam) sobald sie Im Machtbereich des Empfängers ist.

Dazu zählt der Briefkasten.

Schick die Kündigung entweder per Einwurfeinschreiben oder wirf sie persönlich in den Briefkasten des AG.

Für beides empfiehlt es sich das ganze von einem Zeugen bestätigen zu lassen.

Dazu zählt der Briefkasten.

Falsch

Eine Kündigung die Samstags in den Firmenbriefkasten geworfen wird gelangt erst Montags in den Machtbereich des Empfängers wenn das Unternehmen am Wochenende geschlossen ist.

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@Messkreisfehler

Noch mal zum mitmeißeln für dich:

Der Briefkasten gehört zum Machtbereich des Empfängers!

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@anitari

Ich muss dazu nicht meißeln...

https://www.ahs-kanzlei.de/2014/08/zugang-einer-kuendigung-im-arbeitsrecht/


Wird die Kündigung also am 31. Januar um 20.00 Uhr in den Briefkasten
des Empfängers hinterlegt, dann ist der Zugang erst am 01. Februar
erfolgt. Handelt es sich hierbei um einen Samstagabend, dann ist das
Kündigungsschreiben sogar erst am Montag zugegangen, denn an Sonn- oder
Feiertagen kontrolliert man seinen Briefkasten in der Regel nicht.


Deiner Argumentation zu Folge wäre in diesem Beispiel die Kündigung am 31. Januar zugegangen, das ist aber schlichtweg falsch!


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@anitari

Deshalb Einschreiben / Rückschein rechtzeitig abschicken, nicht einen Tag vor ablauf der K-Frist

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@Messkreisfehler

@Anitari hatte lediglich gesagt, dass der Briefkasten zum Machtbereich des Empfängers gehört - nicht mehr und nicht weniger. Diese Aussage ist richtig! Das Thema Uhrzeiten wurde von dir reininterpretiert.

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@frageloch

Deshalb Einschreiben / Rückschein rechtzeitig abschicken, nicht einen Tag vor ablauf der K-Frist

Nein, eben nicht als Einschreiben mit Rückschein, sondern -  wenn überhaupt - per Einwurf-Einschreiben!

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@DarthMario72

@ DarthMario72: Zum Machtbereich gehört aber der hier wesentliche Faktor, dass der Chef die Möglichkeit der Kenntnisnahme haben muss. Genau daher gilt ja auch eine Freitags abend eingeworfene Kündigung erst ab Montag zugestellt und nicht ab Freitag abend.

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@DarthMario72

Einwurf- ist ohne jeden Nachweis, dass es eingeworfen wurde, als Kündigungen grundsätzlich nur mit Rückschein!

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@frageloch

Einwurfeinschreiben ist mit Nachweis das es eingeworfen wurde. Datum und Uhrzeit.

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@Messkreisfehler

Genau daher gilt ja auch eine Freitags abend eingeworfene Kündigung erst ab Montag zugestellt und nicht ab Freitag abend.

Wenn Freitag nach postüblicher Zustellzeit eingeworfen gilt sie als am Samstag zugestellt. Denn das ist immer noch ein Werktag.  

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@frageloch

Einwurf- ist ohne jeden Nachweis

Einwurf-Einschreiben hat einen Nachweis, und zwar dokumentiert der Postbote den Einwurf beim Empfänger.

Kündigungen grundsätzlich nur mit Rückschein

Dadurch, dass du es wiederholst, wird es nicht richtig. Wird das Einschreiben nicht angenommen und/oder nicht bei der Post abgeholt, ist es nicht zugegangen und man verpasst möglicherweise die Kündigungsfrist.

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@Messkreisfehler

@ Messkreisfehler:

'Dazu zählt der Briefkasten.'

Falsch

Wie kommst Du denn auf dieses "schmale Brett", dass der Briefkasten nicht zum "Machtbereich" des Empfängers gehören würden?!?!

Die Aussage von anitari ist völlig korrekt!

Deine Hinweise auf die Uhrzeit sind zwar richtig, aber nur, wenn es um die Feststellung der rechtzeitigen Zustellung geht; das hat jedoch überhaupt nichts damit zu tun, dass der Briefkasten zum Machtbereich gehört!

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@frageloch

@ frageloch:

Einwurf- ist ohne jeden Nachweis, dass es eingeworfen wurde, als Kündigungen grundsätzlich nur mit Rückschein!

Das ist völliger Unsinn!

Die Zustellung beim Einwurfeinschreiben wird vom Postboten dokumentiert!

Es ist allerdings richtig, dass bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung - im schlimmsten Fall - der Postbote die Zustellung persönlich bezeugen können muss.

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@anitari

@ anitari:

Wenn Freitag nach postüblicher Zustellzeit eingeworfen gilt sie als am Samstag zugestellt. Denn das ist immer noch ein Werktag.

Hier muss ich allerdings auch widersprechen, wenn ...

Bei einem Einwurf in den Firmenbriefkasten ist die Tatsache, dass der Samstag gesetzlich ein Werktag ist, irrelevant, wenn am Samstag üblicherweise nicht gearbeitet wird, er also kein Arbeitstag ist.

Wird eine Kündigung also erst am Freitag Abend (außerhalb der postüblichen Zeit) in den Firmenbriefkasten geworfen, dann gilt die Zustellung als erst am Montag erfolgt, wenn der Samstag kein betrieblicher Arbeitstag ist.

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