Konsequenzen der Ausbildung zur Medizinisch-technische Radiologieassistentin

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6 Antworten

Hallo, also ich hab meine Ausbildung zur MTRA vor vier Jahren abgeschlossen und arbeite seitdem sehr zufrieden und "unverstrahlt" in diesem Beruf! Ich finds gut, dass du dir darüber Gedanken machst (hab ich vorher auch:)), aber ich glaube, ich kann dich beruhigen... zum Einen, kannst du nach der Ausbildung selbst entscheiden, in welchem Bereich du überhaupt arbeiten möchtest, und wenn du beispielsweise am MRT kommst du gar nicht mit Strahlung in Berührung und auch am CT wirst du (trotz Röntgenstrahlung) nichts abbekommen, da du NICHT im selben Raum bist, sondern den Patient nur durch eine Schiebe beobachtest. Ebeso ist es in der Strahlentherapie - du lagerst zwar den Patienten, aber während der eigentlichen Bestrahlung befindest du dich nicht im Raum. Beim Röntgen kann es ab und zu sein, dass du während der Aufnahme bei dem Patienten bleiben musst, um ihn beispielsweise zu halten, aber dies machst du auch nur mit Bleischürze und die verwendeten Dosen sind vergleichsweise gering. Meist sind es auch eher Ärzte oder Angehörige, die den Pat. halten, da du in erster Linie für das Lagern und "schießen" der Aufnahme zuständig bist. Wenn du allerdings vor hast, später in der Nuklearmedizin zu arbeiten, wirst du dort öfter mit Strahlung konfrontiert, da dort mit radioaktiven Stoffen gearbeitet wird, die sich nihct mal eben "ausschalten" lassen, wenn du dich dem Patienten näherst. Selbst da ist die Dosis, die das Personal abbekommt gering, aber ich persönlich würde dort erst arbeiten wollen, wenn ich keine Kinder mehr bekommen möchte. Denn selbst bei der geringsten Dosis, weiß man nie, welche Folgen sie mal haben. Im übrigen wirst du schon während der Ausbildung mit einem persönlichen Dosimeter ausgestattet, welches deine Dosis registriert. Diese werden monatlich ausgewertet und du bekommst eine Nachricht, solltest du einmal etwas mehr abbekommen haben, dann arbeitest du nächsten Monat eben mehr am Computer:) Ich hab viele ältere Kolleginnen, auch mit Kindern, die in diesem Beruf seit Jahren arbeiten und deren Kinder völlig gesund sind! Während der Schwangerschaft gelten sowieso andere Regeln und du wirst besonders gut geschützt. Ich habe meine Berufswahl bisher nicht bereut und hoffe, dass dir meine Antwort was gebracht hat, du kannst mir bei weiteren Fragen auch gerne eine Nachricht schicken! :) Viele Grüße

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Kommentar von lapylandy
15.10.2011, 13:14

hey,

vielen,vielen Dank für die kleine Aufkläreung! jetzt bin ich mir 100%tig sicher das ich den Beruf mögen werde! Danke

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Ich selbst mache zur zeit eine Ausbildung zu diesem Beruf und hbe es ebenfalls bisher nicht im geringsten bereut. es ist ein wunderschöner beruf, da man mit menschen zu tun hat aber gleichfalls auch ein wenig verständnis für technik mitbringen muss. dies bekommst du allerdings ganz leicht während der ausbildung mit auf den weg. ich finde es sehr schade dass sich so wenige menschen dafür begeistern, so mal man IMMER (zumindest in deutschland) eine arbeitsstelle bekommt und somit beruflich abgesichert ist.

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Hallo aus Österreich ! Bin dipl Radiologietechnologin - so heißt das bei uns - Bei EInhaltung aller Vorschriften ist es kein Problem diesen Beruf auszuüben. Du solltest aber auch Interesse für Technik. Physik und Chemie mitbringen - Ein schöner Beruf - mit vielen guten Zukunftsaussichten - Du wirst nie stehen bleiben - Weiterbildung ist ein muss in diesem Beruf ! LG

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Beim Röntgen direkt ist doch nur der Patient anwesend. Ich denke,dass es kaum gesundheitliche AUswirkungen hat. Sonst würde keiner mehr in diesem Beruf arbeiten.

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Ich finde deine Bedenken total berechtigt und würde mich da auch vorher gründlich informieren. Es sind ja nicht nur die Röntgenstrahlen, auch das CT, usw.

Ich würde es nicht machen....

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Kommentar von beamer05
16.10.2011, 14:02

auch das CT

... arbeitet mit Röntgenstrahlung...

UND die MTRA bekommt davon nichts ab, weil während der Untersuchung natürlich ausser dem Patienten (und ganz gelegentlich dem Arzt) keiner im Untersuchungsraum ist.

Ausnahmen gibt es insbesondere bei der Angiografie und der interventionellen Radiologie, aber das betrifft weitestgehend die Ärzte, die dann direkt am Patienten arbeiten.

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Das sind ja nicht nur Röntgenstrahlen, sondern auch radioaktive Strahlen! Denke nur ans CT usw.

Ich würde mich da auch sehr gut informieren!

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Kommentar von lapylandy
15.10.2011, 00:43

Natürlich sind information wichtig aber so einfach kriegt man die Information auf so eine Frage nicht, wenn man niemanden kennt der MTRA ist. Und ja die Mtra arbeitet hauptsächlich mit Strahlen! Ich muss sowieso ein Praktikum machen!

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Kommentar von beamer05
16.10.2011, 14:08

Das sind ja nicht nur Röntgenstrahlen, sondern auch radioaktive Strahlen

Urggs!

ES gibt keine "radioaktiven Strahlen". Wirklich nicht. Nein, auch dann nicht, wenn der Begriff in Wikipedia und sogar auf einigen Webauftritten von Menschen vom Fach auftritt.

Dieser Begriff "meint" die ionisierenden Strahlen (in aller Regel alpha-, beta- oder Gammastrahlung), welche von radioaktiven Elementen, wie z.b. Jod131 oder div. Uran-Isotopen etc. beim Zerfall ausgehen.

DIESE Strahlung ist -wie schon genannt- ionisierend, aber eben nicht radioaktiv (denn die Eigenschaft "radioaktiv zu sein" ist ja gerade das Wesentliche and den zerfallenden Elementen).

Und das von dir zitierte CT arbeitet mit den "gleichen" Röntgenstrahlen, wie die herkömmliche Röntgenaufnahmetechnik.

Also: BITTE nicht mehr von "radioaktiver Strahlung" schreiben...

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