Konnte nie eine Bindung zu meiner Mutter aufbauen, das belastet mich sehr

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Ich weiß, dass das sehr belasten kann, wenn man denkt, man müsse die Erwartungen erfüllen, die andere an einen haben. Aber Liebe kann man nicht erzwingen, auch nicht die Liebe zur Mutter.

Du hast offenbar eine innige Beziehung zu Deinen Großeltern und vielleicht vor allem zu Deinem Opa gehabt. Es ist ganz natürlich, dass Dir nach seinem Tod was fehlt. Wenn er die Mutterrolle bei Dir ausgeübt hat, ist Dir damit auch die mütterliche Bezugsperson gestorben. Und das schmerzt immer ganz besonders - auch wenn das in diesem Fall der Opa war. Unter diesem Verlust kann man sehr viele Jahre leiden.

Das bedeutet aber nun nicht, dass Du die Liebe zu ihm auf Deine Mutter übertragen musst, die offenbar mit der mütterlichen Rolle bei Dir Schwierigkeiten hatte. Du musst sie nicht lieben. - Wenn Du es nicht allein schaffst, damit zurecht zu kommen, kann es durchaus nützlich und hilfreich sein, bei einem Psychotherapeuten Hilfe zu suchen. Das ist allemal besser, als sich jahrelang wegen fehlender Mutterliebe zu quälen.

Schau nach vorne. Deine Großeltern haben dir eine vielleicht nicht immer schöne, aber doch sichere Kindheit geboten, was deine Mutter nun einmal nicht gekonnt hat. Dadurch haben die alten Leute eine Grundlage für dich geschaffen. Deine Mutter hat immer nur eine Nebenrolle gespielt. Warum soll sie jetzt zur Hauptperson mutieren? Du gehst doch in dein eigenes Leben, wirst vielleicht eine eigene Familie gründen. Wenn du immer nur zurück schaust, auf das, was du nicht hattest, wirst du die Zukunft nicht gestalten können. Mach einen Schlussstrich, was du von deiner Mutter willst, kann sie dir nicht geben, was deine Mutter vielleicht von dir will, kannst du wiederum nicht erfüllen. Bleibt beim "nachbarschaftlichen" Verhältnis und geh in ein Leben, in dem deine Kinder sich nicht über mangelnde Zuwendung beklagen müssen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass du dich fühlst, als würde dir etwas fehlen. Eine emotionale Bindung zu seinen primären Bezugspersonen ist eines der Grundbedürfnisse eines Kindes und eine wichtige Vorbereitung für das spätere Leben. Als Kind kann man sich selbst noch nicht versorgen und auch seine eigenen Gefühle noch nicht so gut regulieren und hier ist es umso wichtiger, dass die Mutter diese Aufgabe für einen übernimmt. Ist sie hingegen abwesend wie in deinem Fall, dann hinterlässt das eine nachhaltige Lücke, die man oft gerade erst als Erwachsener so richtig spürt.

Es ist wichtig, zu wissen, dass du deine Mutter nicht ändern kannst. Sie ist ihren eigenen Einschränkungen unterworfen und es liegt in ihrer eigenen Verantwortung, an sich selbst zu arbeiten. Das heißt nicht, dass du deine Mutter ignorieren oder gar verachten sollst, aber du wirst das, was du als Kind nicht von ihr bekommen hast, nicht mehr bei ihr nachholen können. Solange du innerlich noch an deine Mutter und den Gedanken an die versäumten Mutter-Kind-Erfahrungen gebunden bist, wird dich das in deiner eigenen Entwicklung und Selbstverwirklichung einschränken. Aber ich denke, man kann lernen, mit dem Verlust umzugehen. Du solltest dich darauf konzentrieren, deine eigenen Bedürfnisse kennenzulernen und Wege zu finden, dich selbst beruhigen zu können, wenn es dir gerade nicht gut geht, also gewissermaßen deine eigene Mutter zu werden.

Sollte dein eigener Leidensdruck sehr stark sein, wäre eine Psychotherapie durchaus sinvoll. Ich würde hier dann eher zu nach einem Therapeuten suchen, der analytische oder tiefenpsychologisch fundierte Therapien anbietet. Dort lernst du weniger konkrete "Techniken", sondern hast die Möglichkeit, zu erforschen, von welchen Bedürfnissen und Versäumnissen du genau angetrieben wirst und kannst herausfinden, wie du diesen Antrieb auf neue und schöpferische Weise einsetzen kannst. Solltest du eine Therapie nicht als notwendig erachten, ist es besonders wichtig, sorgsam mit sich selbst umzugehen. Gerade wenn man die Erfahrung gemacht hat, von der Mutter keine Aufmerksamkeit bekommen zu haben, lernt man möglicherweise nicht richtig, auf seine eigenen Bedürfnisse zu hören, sodass es umso wichtiger ist, sich selbst etwas Gutes zu tun.

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