Kondenswasser am Fenster: Schimmel auf dem Teppich?

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Ob es definitiv Schimmel ist, kann ich von hier aus nicht sagen, aber wenn es nur ein verschmutzter Bereich wäre, dann nicht so unmittelbar nur dort. Dieser Bereich ist - zumindest bei älteren Gebäuden - meist nicht frei von Wärmebrücken (oder Kältebrücken, je nach dem wie man es sieht). Rein vorsorglich würde ich den Teppich in dem Bereich mit hochprozentigem Alkohol einspühen und mit einem Schwamm wegwischen. In der Folgezeit ggf. mehr lüften (2-3 x 5 Minuten am Tag Fenster GANZ auf) und auch dann immer heizen. Weiterhin einen Hygrometer kaufen um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu überwachen.

Ja, das ist Schimmel.Da die Scheibe offensichtlich eine Kältebrücke nach aussen bildet, entsteht an ihr auch das Kondenswasser durch Unterschreitung des Taupunktes an dieser Stelle.Weil Du in dem Zimmer wohnst und auch schläfst erhöht sich die Luftfeuchtigkeit natürlich auch entsprechend,was völlig normal ist.Im Winter kühlt sich die Luft an der Scheibe ab und hinterlässt überschüssige Feuchtigkeit als Tau oder besser als Kondensat an dem kalten Glas.Die abgekühlte und nun schwerere Luft sinkt nach unten,während sie sich mit der umgebenden Raumluft vermischt.Auf dem Boden angekommen gibt die mitgerissene und ebenfalls etwas abgekühlte Raumluft überschüssige Feuchtigkeit an
die sich wieder erwärmende Kaltluft ab, aber einen kleinen Teil leider auch an den Teppichboden ab,der dann an den Stellen,wo die Feuchte gerade ausreicht Schimmel bilden kann. Der Effekt wird umso stärker,je höher der Temperaturunterschied zwischen Scheibe und Raumluft ist,lässt bei steigender Aussentemperatur nach und hört schließlich ganz auf.Wäre es ein "normales"Fenster,käme die Kaltluft Garnicht dazu den Boden in dem Maß zu berühren, das er so auskühlt. Dadurch das der Fernsehschrank diesen Teil des Raumes ziemlich eingrenzt wird die Auskühlung der Ecke wegen der Unzureichenden Durchmischung mit der Raumluft zusätzlich begünstigt. Als Abhilfe würde ich den Teppich an der Stelle schamponieren,oder Flüssigem Waschmittel versetztem Wasser abbürsten,klarem Wasser und einem Putzlumpen gut nachreiben und dann trocknen lassen. (Im Sommer ) Auch rate ich einen kleinen Teppich oder ein bis zwei Läufer dort hinzulegen,um die Dämmung auf dem Boden zu verstärken.Zudem wäre es ratsam den Fernsehschrank so zu drehen,das die rechte hintere Ecke des Schrankes die Ecke des Raumes nicht so sehr vom Rest des Zimmers abtrennt und lieber den Fernseher auf dem Schrank etwas schräg drehen,oder Beides als Gesamtheit etwas vom Fenster wegzustellen. Ich hoffe, ich konnte Dir eine Hilfestellung geben.

Da sich in diesem Bereich des Fensters keine Heizung befindet, findet auch keine Warmluftkonvektion Richtung Fenster statt. Somit wird die Scheibenoberfläche nicht erwärmt, diese kühlt ab und es kommt zu Kondensation. Abgelaufenes Wasser kann sich im Teppich sammeln und zu Schimmelbildung führen. Ob es sich hierbei tatsächlich um Schimmelpilze handelt, wird dir zweifelsfrei nur ein Labor sagen können.

Es besteht die Möglichkeit, seine Wohnung einem Check zu unterziehen, bei welchem nach Feuchtigkeit in den Wänden geschaut wird, Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit gemessen wird und die Wandoberflächentemperatur. Mit diesen Daten können Schwachstellen der Gebäudehülle oder ein negatives Raumklima ermittelt werden.

Grüße vom Team Schimmelberatung Hannover

könnte schon schimmel sein. das wichtigste ist, dass du jeden tag ordentlich lüftest. und das kondenswasser am besten weg wischen. hatte das problem im schlafzimmer. dann war der rahmen von den fenstern mit etwas schimmel betroffen. sprech deinen vermieter drauf an. ja, i würde schimmel weg machen. hab mir damals so ein schimmel spray gekauft u es weg gemacht, aber am teppich wird das nicht so einfach sein. schau mal im dm nach

Schimmel – nasse Wände? Probleme mit dem Vermieter/Eigentümer?

Wasser an der Innenseite von Fensterscheiben wird festgestellt, wenn sich diese Feuchtigkeit aber in/an der Tapete/Wand festsetzt, wird der Folgeschaden als Schimmel erst deutlich später feststellbar.

Warum kommt es zu Feuchtigkeit in den Räumen?

Generell ist durch die Ausatmung, die Verdunstung von Blumenwasser, Kochwasserdampf … immer eine Verdunstung von Wasser in den Räumen vorhanden. Nachts verliert jede Person bis zu einem Liter Flüssigkeit durch Schwitzen, Atmung …

Warum schlägt sich die Feuchtigkeit an den Fenstern/Wänden nieder?

Je nach Lufttemperatur kann die Raumluft nur bestimmte Wasserdampfmengen aufnehmen. Bei 0 Grad sind das etwa 4 Gramm, bei 20 Grad etwa 17 Gramm pro Kubikmeter. An kalten Flächen (z. B. Fenstern) schlägt sich die Raumfeuchtigkeit dann nieder. Das gleiche passiert, wenn man gegen einen Spiegel ausatmet: er beschlägt.

Jeder kann sich an Erzählungen seiner Großeltern erinnern, die davon berichten, dass man im Winter noch Eisblumen an der Innenseite der Fenster hatte. Damals wurden dicke Decken vor die Fenster gehängt. Oft froren die Decken dann an den Fenstern fest. Auch konnte durch dicke Vorhänge, die abends zugezogen wurden, die Kälteausstrahlung der weitgehend ungedämmten Fenster verringert werden.

Heute hat kaum jemand noch dicke Vorhänge vor den mehrfach verglasten Fensterscheiben, deren Fläche auch erheblich größer geworden ist als früher. Die Innentemperatur an den Mehrfachverglasungen ist so in vielen Fällen deutlich über den (in Altbauten) weniger gedämmten Außenwänden. Daher sollte die Temperatur an allen Innenflächen der Räume bei recht kalten Wänden (mit einem Infrarotthermometer) überprüft werden.

Was ist zu tun?

In kleinen Schlafräumen (unter 14 m² und 2,45 m Raumhöhe) reicht die Luftmenge von ca. 35 m³ gerade einmal, um bei einer Raumtemperatur von 15 Grad die Menge von 400 ml Verdunstungsflüssigkeit aufzunehmen. Bei 50 % Luftfeuchtigkeit sind aber schon 200 ml in der Luft vorhanden, bevor man dort schlafen geht! Der Rest (alles, was über die weiteren 200 ml verdunstet wird,) muss sozusagen an das Fenster oder an/in die Wand. Dort wird er bei einer verputzten Innenwand auf den ersten Zentimetern der Wand aufgenommen, wenn die Tapete, Farbe dampfdurchlässig ist. Bei 2 Personen kommen schon Feuchtigkeitsmengen von mehr als einem Liter zusammen! Dann ist höchste Vorsicht geboten! Im Laufe des Tages dann wird diese Feuchtigkeit dann – nur bei ausreichender Belüftung – fast vollständig wieder abgegeben.

Es kann also nur eine ausreichende Stoßlüftung am frühen Morgen für eine Lufterneuerung und damit eine deutliche Senkung der Luftfeuchtigkeit (unter 55 %) sowie eine angemessene Beheizung von mindestens 15-16 Grad über den ganzen Tag Abhilfe schaffen. Eine permanente Abluftanlage verbraucht nicht mehr als 20 Watt/Std. (also ca. 10 Cent/Tag) und ist z. B. bei innenliegenden Bädern die richtige Lösung!

Das Führen eines Heiz-/Lüftungstagebuchs ist erforderlich. Dazu sind die Temperaturen in Raummitte (einen Meter über dem Boden), die Temperaturen an den Wänden/Decken und am Fenster zu messen und die Lüftungszeiten sowie die Luftfeuchtigkeit im Raum (vor und nach dem Lüften) zu notieren.

Nur mit solchen Aufzeichnungen könnte ein Vermieter davon überzeugt werden, dass ein Baufehler vorliegen kann. Für Baufehler und deren Abhilfe ist der Eigentümer zuständig – für die auf falsche Lüftung/Heizung zurückzuführenden Beschädigungen zahlt der Mieter!

Ein Baufehler scheint nach dem Foto zu beurteilen nicht vorzuliegen. Der trockene Rand zwischen Schimmel und Wand weist eher darauf hin,das der von der Scheibe abgekühlte, nach unten gerichtete und von der Fenstereinfassung abgelenkte Luftstrom für den Schimmelfleck verantwortlich ist.

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